# taz.de -- Neue RAF-Verdächtige im Fall Buback: Ermittlungen gegen Verena Becker
       
       > Anhand von Genspuren soll die eventuelle Mittäterschaft der
       > Ex-RAF-Terroristin Verena Becker neu überprüft werden. Der Sohn des 1977
       > ermordeten Bundesanwalts Siegfried Buback hatte Hinweise auf sie gegeben.
       
 (IMG) Bild: Der Tatort nach dem Mord am 7. April 1977.
       
       KARLSRUHE dpa Im Mordfall Buback hat die Bundesanwaltschaft ein
       Ermittlungsverfahren gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker
       eingeleitet. Behördensprecherin Sonja Heine bestätigte am Freitag in
       Karlsruhe entsprechende Informationen des SWR. Weil Becker damit als
       Beschuldigte gilt, kann die Ermittlungsbehörde ihr Genmaterial mit
       DNA-Spuren abgleichen, die nach dem Mord an Generalbundesanwalt Siegfried
       Buback im Jahr 1977 gefunden worden waren. "An der Verdachtslage hat sich
       in den letzten Monaten nichts geändert", sagte Heine.
       
       Konkret geht es um drei DNA-Spuren, die nach dem Mord an Buback und seinen
       beiden Begleitern in einem Motorradhelm, Motorradhandschuhen sowie einer
       Jacke im Fluchtfahrzeug gefunden worden waren. Bereits im Dezember hatten
       die Bundesanwälte bekanntgegeben, dass bei diesen drei Spuren eine Frau als
       Miturheberin nicht auszuschließen ist. Ein sicherer Hinweis auf Becker ist
       nach Angaben Heines aber auch nach der neuerlichen Analyse nicht zu
       erwarten - allenfalls eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Denkbar sei aber
       auch, dass sie am Ende mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen
       werden könne.
       
       Als unmittelbare Mittäter an dem Anschlag in Karlsruhe gelten der noch
       inhaftierte Christian Klar sowie Knut Folkerts und Günter Sonnenberg; als
       Rädelsführerin wurde Brigitte Mohnhaupt verurteilt. Wer von ihnen die
       tödlichen Schüsse vom Sozius eines Motorrads abgegeben hatte, blieb aber
       offen. Seit April 2007 ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen Stefan
       Wisniewski, der vom Ex- Terroristen Peter-Jürgen Boock als möglicher
       Schütze genannt wurde. Michael Buback, Sohn des ermordeten
       Generalbundesanwalts, hatte aber immer wieder Verena Becker als mögliche
       Mörderin ins Gespräch gebracht.
       
       Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat im Januar Beugehaft gegen
       Mohnhaupt, Folkerts und Klar verhängt, um ihr Schweigen zum Mordfall Buback
       zu brechen. Diese Entscheidung wird derzeit vom BGH-Staatsschutzsenat
       überprüft.
       
       6 Jun 2008
       
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 (DIR) Rote Armee Fraktion / RAF
       
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