# taz.de -- Siedlungsprojekt in Ost-Jerusalem: Jüdisches Bauvorhaben genehmigt
       
       > Die israelischen Behörden erlauben trotz Moratorium dem US-Geschäftsmann
       > Irving Moskowitz den Bau von vier Wohnhäusern in Ost-Jerusalem.
       
 (IMG) Bild: Trotz Baustopp: In Ost-Jerusalem entsteht ein neues jüdisches Siedlungsprojekt.
       
       JERUSALEM afp | Die Jerusalemer Behörden haben ein jüdisches
       Siedlungsprojekt im umstrittenen Osten der Stadt genehmigt. Die Baubehörde
       habe dem Bau von vier Wohnhäusern in der Nähe der jüdischen Talmudschule
       Beit Orot in Ost-Jerusalem zugestimmt, sagte ein Behördensprecher am
       Dienstag. Das Vorhaben für den Bau von insgesamt 24 Wohnungen sei nicht
       neu. Es handelt sich nach Angaben des Sprechers um ein Bauprojekt der
       Familie von Irving Moskowitz, einem jüdischen US-Geschäftsmann, der sich
       die Förderung der jüdischen Besiedlung Ost-Jerusalems zur Aufgabe gemacht
       hat.
       
       Ost-Jerusalem war 1967 von Israel besetzt und später annektiert worden.
       Heute leben dort rund 200.000 Israelis und 270.000 Palästinenser. Auf Druck
       der USA hatte die Regierung von Israels Ministerpräsident Benjamin
       Netanjahu Ende November einen auf zehn Monate befristeten Baustopp für das
       Westjordanland verhängt. Das Moratorium gilt jedoch nicht für
       Ost-Jerusalem, bereits 3000 im Bau befindliche Wohnungen und öffentliche
       Bauten wie Synagogen, Schulen und Krankenhäuser. Die Siedlungsfrage ist
       einer der zentralen Streitpunkte im Nahost-Konflikt zwischen Israel und den
       Palästinensern.
       
       5 Jan 2010
       
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