# taz.de -- Warnung vor grünen Geldanlagen: Risikogeschäfte bei Windparks
       
       > Windpark-Firmen werben Anleger mit hohen Renditen und null Risiko - doch
       > die Wahrheit sieht oft anders aus. Ein Totalverlust ist nicht
       > ausgeschlossen.
       
 (IMG) Bild: Zwischen 2000 und 2006 war bundesweit der Windertrag vieler Windparks so schlecht, dass die Anlagen teilweise nur 80 Prozent des kalkulierten Stroms produzierten.
       
       BERLIN taz | Rüdiger Gronau hat ein Versprechen: "Unser Produkt ist wie ein
       'grünes Sparbuch', das Ihnen jährlich acht Prozent Zinsen bringt." Knapp 50
       Zuhörer - darunter Rentner, ältere Ehepaare, Hausfrauen und Studenten -
       folgen in einem Dresdner Hotelsaal dem Vortrag des Vertriebsexperten der
       Firma Prokon. "Wer bei uns sein Geld anlegt, bekommt eine Mischung aus
       Sparbuch und Festgeldkonto", sagt Gronau, der mit seiner gebrochenen Nase
       und ergrautem Mittelscheitel an einen pensionierten Berufsboxer erinnert.
       
       Bei Sekt und Orangensaft wollen die Interessenten mehr über das
       Prokon-Angebot erfahren. Mehr als 18.000 Kleinanleger haben laut Prokon dem
       Unternehmen seit 2003 über 300 Millionen Euro anvertraut. Im Gegenzug
       erhalten sie sogenannte Genussscheine. Das Geld soll in den Ausbau
       erneuerbarer Energien fließen, denn Prokon plant, errichtet und betreibt
       Windparks in Deutschland.
       
       Seit 2006 zahlt der Windpark-Entwickler aus Itzehoe zuverlässig acht
       Prozent Zinsen. Das ist mehr, als es selbst die bankrotte isländische
       Kaupthing Bank zu besten Zeiten versprach. Eine vergleichbare
       Festgeldanlage bringt heute höchstens die Hälfte der Prokon-Zinsen ein. Bei
       den acht Prozent soll es aber nicht bleiben, sagt Gronau: "Wenn der
       Strompreis weiter steigt, können wir uns auch vorstellen, jährlich zehn
       Prozent Zinsen zu zahlen."
       
       Eine "rundum sichere Sache" 
       
       Neben Gronau steht ein bulliger Mann mit ausgebeultem Jackett, Jeans und
       armlangem, grauen Zopf: Carsten Rodbertus ist Gründer und alleiniger
       Gesellschafter der Prokon-Gruppe. Der Endvierziger redet mit hamburgischem
       Einschlag und präsentiert sich als Querdenker und Vollblutunternehmer; ein
       Überzeugungstäter, den sein ökologisches Gewissen umtreibt, "spätestens
       seit Tschernobyl".
       
       Immer wieder schimpft er auf Banken und Großkonzerne und philosophiert über
       seine Hilfsprojekte in Afrika. Im Werbefilm seiner Firma beschreibt
       Rodbertus barfüßig seinen ethischen Ansatz: "Aktivitäten im Bereich
       erneuerbare Energien sind aktive Friedenspolitik? Es geht um mehr als Geld
       - es geht darum, wie wir zukunftsfähig werden."
       
       1995 gingen seine ersten zwei Windräder ans Netz, erzählt der Selfmademan.
       "Als ich die plante, galt ich noch als ,Spinner der Nation' ". Seither ist
       das Firmenreich des gelernten Buchhalters enorm gewachsen: Über 600
       Millionen Euro hat Prokon nach eigener Aussage in 32 Windparks mit 234
       Windrädern investiert.
       
       Für Anleger sind die Genussscheine eine "rundum sichere Sache", heißt es in
       den Firmenbroschüren. Die Papiere werden als "Alternative zur Sparanlage,
       Ausbildungsversicherung" und Riestervorsorge angepriesen. Nur ein Wort
       taucht im Prokon-Kosmos sehr selten auf: Risiko.
       
       Totales Verlustrisiko 
       
       "Prokon-Anleger glauben, in Windräder und biogene Kraftstoffe zu
       investieren", sagt Klaus Boe, ein Unternehmer aus dem Sauerland, der sich
       2003 noch als Gesellschafter in einen Windkraftfonds von Prokon einkaufte.
       "Faktisch wird das Geld mit totalem Verlustrisiko auf Vertrauensbasis an
       die Prokon-Genussrechte-Firma verliehen, die es in einem kaum
       durchschaubaren Geflecht anderer Prokon-Firmen weiterverleiht."
       
       Das "Geflecht" zog sich einst über 89 Prokon-Gesellschaften. Jetzt besteht
       die Gruppe aus 44 Firmen, die vor allem in den Bereichen Windparks und
       Biokraftstoffe tätig sind.
       
       Boe erhebt schwere Vorwürfe gegen den Projektentwickler aus Itzehoe. "Die
       Prokon-Gruppe erwirtschaftet keinen echten Gewinn. Das Geld wird bei Prokon
       unkontrollierbar hin- und hergeschoben", sagt Boe und erinnert an den New
       Yorker Milliardenbetrüger Bernard Madoff. Er hält das Genussschein-Modell
       im Kern für betrügerisch: "Prokon betreibt ein Schneeballsystem, das in
       wenigen Jahren komplett crashen und zu einem der größten Skandale der
       deutschen Windbranche werden könnte."
       
       Prokon weist die Kritik als falsch und rufschädigend zurück. "Wir
       dokumentieren in unseren Geschäftsberichten, wie wir diese Einnahmen
       erwirtschaften und dass wir auch genug Gelder verdienen, um die Zinsen
       auszuzahlen", sagte Sprecherin Bettina Ostwald der taz.
       
       Die Verwendung der Genussrechtsgelder werde von einer unabhängigen
       Steuerberatungsgesellschaft kontrolliert. Dieses Kapital würde nur unter
       der Bedingung im Bereich erneuerbare Energien investiert, dass eine
       Mindestverzinsung von 6 Prozent sichergestellt sei.
       
       Allerdings beobachten auch Fachleute aus der Windkraftbranche Prokons
       Aktivitäten skeptisch. Werner Daldorf, Vorsitzender des Anlegerbeirates im
       Bundesverband Windenergie (BWE), wundert sich, wie Prokon seit Jahren die
       hohen Zinszahlungen finanziert. "Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass
       Prokon mit dem neu eingenommenen Geld den Altbeteiligten eine Dividende
       zahlt", sagt Daldorf.
       
       Wie sicher ist Prokons "grünes Sparbuch" also wirklich?
       
       Keine Mitwirkungsrechte 
       
       Per Definition ist der Genussschein eine Anlageform, mit der ein Investor
       unternehmerische Chancen und Risiken übernehmen kann, ohne selber eine
       Firma leiten zu müssen. Wer wagt, gewinnt - oder verliert. Verbindlich ist
       an Prokons Angebot lediglich, Anlegern eine Erfolgsbeteiligung zu gewähren
       - sofern sie erwirtschaftet wird. Im Fall einer Firmenpleite droht den
       Inhabern von Genussscheinen der Totalverlust.
       
       Bei einer Insolvenz werden die Ansprüche der Genussschein-Inhaber erst
       bedient, wenn alle anderen Gläubiger befriedigt wurden - sofern noch Geld
       übrig ist. "Den Genussrechtsinhabern stehen grundsätzlich keine
       gesellschaftlichen Mitwirkungsrechte zu", heißt es zudem im Kaufvertrag der
       Prokon-Genussscheine. Das bedeutet, dass die Besitzer von Genussscheinen
       kein Recht haben, bei der Verwendung ihres Geldes mitzureden oder diese zu
       kontrollieren.
       
       Insbesondere seit der Finanzkrise kann sich der Windparkentwickler vor
       Genussscheinkäufern kaum retten. "2009 hat sich unser Umsatz mit 140
       Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt", sagt Carsten Rodbertus
       in dem Dresdner Hotelsaal. Das hat Prokon auch seiner intensiven Werbung zu
       verdanken. Mit vielen Anzeigen in Zeitschriften und Onlinemedien hat das
       Unternehmen ein Massenpublikum im Visier.
       
       Täglich verschickt die Firmengruppe mit insgesamt 310 Mitarbeitern tausende
       Wurfsendungen von ihrem Firmensitz in der schleswig-holsteinischen
       Kreisstadt Itzehoe. In Norddeutschland zählt Prokon zu den größten
       Postkunden. Allein für seine Werbung gab Prokon 2009 6,4 Prozent des im
       vergangenen Jahr bei Kleinanlegern neu eingeworbenen Genussscheingeldes
       aus.
       
       Prokon-Anleger Klaus Boe liegt seit Jahren im Streit mit Carsten Rodbertus.
       Anfangs lief noch alles gut. Das war Ende der 1990er-Jahre. Damals hatte
       Prokon damit begonnen, seine Windparks in Fonds zu bündeln und an
       Gesellschafter zu verkaufen. Als sogenannte Kommanditisten waren diese
       faktisch Eigentümer der Windparks, während Prokon als Dienstleister die
       Geschäftsführung übernahm. Etwa 4.600 Kommanditisten investierten damals
       rund 110 Millionen Euro in die Fonds, und Prokon garantierte ihnen dafür
       eine jährliche Mindestausschüttung von 6 Prozent.
       
       Doch Jahr für Jahr blieben bei Prokon die realen Erträge der Windparks weit
       hinter den Prognosen der Verkaufsprospekte zurück. Wiederholt gerieten
       Prokons Windparkfonds in Geldnot. 2004 musste das Unternehmen einen
       Windpark "zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen" verkaufen. Anfang 2007
       erklärte Prokon, dass es zugesicherte Ausschüttungsgarantien "aus eigener
       Liquidität" nicht erfüllen könne.
       
       "Die Windparks haben ihre Prognosen meilenweit verfehlt", sagt Ron Lohmann,
       dessen Vater Prokon-Kommanditist war. Bis Ende 2007 hätten die
       Prokon-Windparks etwa 40 Millionen Euro weniger Einnahmen erzielt als von
       dem Unternehmen prognostiziert.
       
       Drohkulisse und Enteignung 
       
       Carsten Rodbertus änderte das Geschäftsmodell. Schon 2003 begann das
       Unternehmen damit, die Finanzierung seiner Windparks auf stimmlose
       Genussscheine umzustellen. Die Mindesteinlage wurde auf 2.500 Euro gesenkt,
       zahlbar in Raten ab 100 Euro. Immer mehr Geld von Kleinanlegern strömte in
       die Firma. Schließlich drängte Rodbertus auch die Kommanditisten der
       Windparkfonds, ihre Beteiligungen aufzugeben.
       
       Im Sommer 2007 forderte der Prokon-Chef die Altgesellschafter auf, ihre
       Anteile zu 90 Prozent in stimmlose Genussscheine umzutauschen oder zum
       Preis von 80 Prozent der Bareinlage an seine Firma zu verkaufen.
       Andernfalls, so Rodbertus, würden die Kommanditgesellschaften "liquidiert",
       schreibt der Prokon-Gründer den Kommanditisten in einem Brief vom 15.
       November 2007, der der taz vorliegt. "Bei einer Liquidation der
       Beteiligungsgesellschaft erhalten die verbliebenen Gesellschafter lediglich
       den Liquidationserlös", heißt es darin.
       
       Die Drohkulisse wirkte: Die Mehrheit der Kommanditisten ging auf die
       "Vorzugsbedingungen" ein. "Das kam vielen wie eine Enteignung vor",
       erinnert sich Klaus Boe. Er und weitere Kommanditisten schlossen sich
       damals in der "Interessengemeinschaft Prokonanleger" (IG Prokon) zusammen,
       die sich nicht vom Prokon-Chef hinausdrängen lassen wollten.
       
       Von finanziellen Engpässen seiner Windparks ist bei Prokon seitdem nicht
       mehr die Rede: Die Firmengruppe will im Jahr 2009 einen Gewinn vor Zinsen
       und Steuern von 31,4 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Allerdings ist
       der Jahresabschluss bislang von keinem Wirtschaftsprüfer beglaubigt, da die
       Prokon-Genussrechtsfirma keiner Testatpflicht unterliegt. Gegenüber der taz
       bestätigt Prokon jedoch, dass seine Windanlagen aufgrund windschwacher
       Jahre bisher nur 85 Prozent der geplanten Durchschnittserträge erbracht
       haben.
       
       Prokon bestreitet, dass dies deren Rentabilität in Frage stelle. Die
       Kalkulation beziehe sich auf die gesamte Laufzeit eines Windparks. Auch bei
       schwankenden Windverhältnissen ergebe sich langfristig "ein Durchschnitt
       von 100 Prozent", so Prokon. Die bisherigen Mindereinnahmen von 40
       Millionen Euro gefährdeten die Gesamtkalkulation nicht.
       
       Berechnungsfehler bei Windgutachten 
       
       Tatsächlich hat die langjährige Flaute bundesweit viele Windparks in
       Liquiditätsnot gebracht. Zwischen 2000 und 2006 war der Windertrag so
       schlecht, dass die Anlagen teilweise nur 80 Prozent des kalkulierten Stroms
       produzierten. Nach einer repräsentativen Auswertung des Anlegerbeirates im
       Bundesverband Windenergie laufen mittlerweile etwa 18 Prozent der deutschen
       Windparks so schlecht, dass diese nicht einmal ihre Tilgung erwirtschaften.
       Auch im Jahr 2009 war das Windangebot laut Prokon mies: Es lag
       "durchschnittlich bei nur 77 Prozent".
       
       "Die Probleme der Windparks ähneln sich häufig", sagt Reinhard Ernst,
       Mitglied im Anlegerbeirat des BWE. "Projektfirmen entwickeln und verkaufen
       Windparks und versprechen den Anlegern mehr, als sie später liefern
       können." Für den Windparkexperten aus Diepholz hängt das mit
       Interessenkonflikten zusammen, die entstehen können, wenn die Projektierung
       und der Verkauf eines Windparks wie bei der Prokon-Gruppe in einer Hand
       liegen: "Die Motivation, redlich zu arbeiten, verringert sich dadurch."
       
       Investoren würden oft durch überproportional hohe Vertriebskosten überhöhte
       Preise bezahlen. Und sie ließen sich von Windgutachten täuschen, die durch
       grobe Berechnungsfehler allzu optimistische Erträge in Aussicht stellten
       und für deren Erstellung es bis heute keine gesetzlich vorgeschriebenen
       Mindeststandards gibt.
       
       Schlechte Aussichten 
       
       Stattdessen wächst die Historie von Windparkentwicklern, die mit einer
       Mischung aus schöngerechneten Ertragsprognosen, massenhaftem Verkauf von
       Genussscheinen und krimineller Energie Anleger um Millionen geprellt haben.
       
       So garantierte der Windparkentwickler European Energy Consult Holding
       (EECH) aus Hamburg für seine Windparkanleihen weit über dem Markt liegende
       Zinsen. Doch diese Zinsen bezahlte das Unternehmen mit dem Geld, das sie
       von neuen Anlegern einnahm.
       
       2008 wurde die EECH ein Fall für den Staatsanwalt, als die Gruppe
       pleiteging und seine Gläubiger um rund 66 Millionen Euro schädigte. Obwohl
       zwei EECH-Vorstände vom Landgericht Hamburg wegen Kapitalanlagebetrugs
       verurteilt wurden, gingen die Anleger bislang leer aus. Die Urteile sind
       noch nicht rechtskräftig. Die Gerichtsverfahren um Schadenersatz dauern an.
       
       Mit der Wahrheit haben es auch führende Mitarbeiter der Koblenzer Provento
       AG nicht so genau genommen. Nach Auffassung des Karlsruher Landgerichts hat
       das Unternehmen viele Fakten in den Prospekten ihrer 26 Windparks
       vorsätzlich falsch angegeben, als sie rund 175 Millionen Euro in den Bau
       von rund 100 Anlagen investierte. Anleger sollen dabei um insgesamt 18,4
       Millionen Euro betrogen worden sein. Im Juli 2009 verurteilte das Gericht
       einen Provento-Topmanager zu fünf Jahren Haft wegen Kapitalanlagebetrugs
       und Steuerhinterziehung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
       
       Die Plambeck Gruppe, einst ein Vorzeigeunternehmen der
       Erneuerbare-Energie-Branche, wurde ebenfalls verurteilt. Die Gruppe hatte
       Ausschüttungen eines Windparks nicht aus den laufenden Erträgen, sondern
       teilweise durch einen Kredit finanziert.
       
       Die kritischen Anleger von der IG Prokon gehen mittlerweile davon aus, dass
       einige Prokon-Firmen so viele Verluste einfahren, dass sie nur durch
       Genussschein-Gelder über Wasser gehalten werden. "Prokon erhält so
       insolvenzgefährdete Firmen am Leben", sagt Klaus Boe.
       
       Haftung für defizitäre Pflanzenöltechnik 
       
       Besonders schlecht liefen Prokons Geschäfte mit pflanzlichen Kraftstoffen.
       So war die Prokon Pflanzenöltechnik Nord GmbH (PTN) laut Jahresabschluss
       2006 mit 6.683.500,90 Euro bei der Mutterfirma Prokon Energiesysteme GmbH
       verschuldet. Diese stundete der PTN de Fakto ihre Forderungen durch einen
       sogenannten Rangrücktritt, der in Punkt drei der Erläuterungen des
       Abschlusses erklärt wird. Ein "Rangrücktritt" wird in der Regel gemacht,
       wenn eine verschuldete Firma durch die Rückzahlung einer Forderung
       Insolvenz anmelden müsste.
       
       Die Prokon Energiesysteme GmbH haftete für diese Verbindlichkeiten mit dem
       Genussrechtskapital ihrer Anleger, die glauben, ihr Geld sei gewinnbringend
       in Windräder investiert. Mittlerweile hat Prokon die verlustbringenden
       Geschäfte seiner diversen Pflanzenölfirmen in der "Prokon Biogene
       Kraftstoffe GmbH" fusioniert. Zum 31. 12. 2008 betrugen deren
       Verbindlichkeiten 11.253.963,53 Euro - Geld, für das im Fall der Insolvenz
       auch die Einlagen der Genussrechtsinhaber zur Tilgung herangezogen werden.
       
       Auf taz-Nachfrage bestätigt Prokon, dass der Geschäftsbereich mit
       pflanzlichen Kraftstoffen defizitär arbeite und derzeit mit
       Genussscheingeldern in Form von Darlehen gestützt werde. Im Moment sind
       laut Prokon 7,5 Prozent der Genussrechtsgelder in diesem Bereich
       investiert. Bei einem Genussscheinkapital von 305 Millionen Euro wären das
       knapp 23 Millionen Euro. Prokon betrachtet das als Zukunftsinvestition, an
       der man "trotz der Schwierigkeiten" festhalte, teilte das Unternehmen der
       taz mit. Die Anleger in Dresden erfahren davon allerdings nichts.
       
       19 Feb 2010
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Tarik Ahmia
       
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