# taz.de -- Kuba nicht mehr auf US-Terrorliste: Mehr als 30 Jahre Isolation enden
       
       > US-Präsident Barack Obama streicht Kuba von der Liste staatlicher
       > Terrorunterstützer. Damit wird der Weg frei für Botschaftseröffnungen.
       
 (IMG) Bild: Havanna: Die Streichung von der Terror-Liste ist nur ein Aspekt des Tauwetters zwischen Kuba und den USA.
       
       WASHINGTON ap | Kuba soll nicht länger auf der US-Liste der
       Terrorunterstützer stehen. US-Präsident Barack Obama werde das Land von der
       Aufstellung streichen, gab das Weiße Haus am Dienstag bekannt. Obama fällte
       den Entschluss, nachdem das US-Außenministerium die Präsenz Kubas auf der
       Liste überprüft hatte. In einer Botschaft an den Kongress erklärte Obama,
       die Regierung in Havanna habe in den vergangenen sechs Monaten „keinerlei
       Unterstützung für internationalen Terrorismus geleistet“. Das Land habe
       zudem versichert, „dass es in der Zukunft keinen Akt von internationalem
       Terrorismus unterstützen wird“.
       
       Für Kuba ist die Streichung von der Terrorliste symbolisch wichtig: Dadurch
       endet der Paria-Status des Landes in den internationalen Beziehungen. Der
       Inselstaat war eines von vier Ländern auf der US-Liste von Nationen, denen
       wiederholte Unterstützung des globalen Terrorismus vorgeworfen wird. Die
       weiteren Staaten sind der Iran, der Sudan und Syrien.
       
       Kuba war 1982 zu einem staatlichen Förderer von Terrorismus erklärt worden.
       Die USA haben aber schon lange damit aufgehört, das Land aktiv der
       Unterstützung des Terrorismus zu bezichtigen. Die Streichung könnte den Weg
       für die Öffnung einer US-Botschaft in Havanna und andere Schritte ebnen.
       
       Die für US-Angelegenheiten zuständige kubanische Spitzendiplomatin Josefina
       Vidal zeigte sich zufrieden mit der jüngsten Annäherung. Die Streichung von
       der Terrorliste sei die richtige Entscheidung. Ihr Land hätte dort nie
       auftauchen sollen. Schließlich habe die kubanische Regierung oft erklärt,
       dass sie Terrorismus sowie dessen Unterstützung und Finanzierung in jeder
       Form strikt ablehne und verurteile, sagte Vidal.
       
       15 Apr 2015
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Barack Obama
 (DIR) US-Terrorliste
 (DIR) Diplomatie
 (DIR) Kuba
 (DIR) USA
 (DIR) Reisen
 (DIR) Raul Castro
 (DIR) Amerika-Gipfel
 (DIR) Raul Castro
 (DIR) Raul Castro
 (DIR) Lateinamerika
 (DIR) Amerika-Gipfel
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Beziehungen zwischen USA und Kuba: Fähren legen Richtung Havanna ab
       
       Drei oder vier Übernacht-Fahrten sind angedacht: Von Miami könnten schon im
       September wieder Schiffe direkt nach Kuba fahren. Die USA haben Lizenzen
       vergeben.
       
 (DIR) Kommunalwahlen in Kuba: Opposition tritt an
       
       Erstmals treten zwei Oppositionskandidaten zu den Kommunalwahlen in Kuba
       an: Anwalt Chaviano und Informatiker López in Havanna.
       
 (DIR) Kommentar Tauwetter USA und Kuba: Hoffnung per Handschlag?
       
       Das Ende des Embargos wird kommen, diplomatische Beziehungen zur USA werden
       folgen. Für die kubanische Opposition muss das nicht Gutes verheißen.
       
 (DIR) 7. Interamerikanischer Gipfel: Wendepunkt für eine Weltregion?
       
       Der Handschlag zwischen Castro und Obama wird in die Geschichte eingehen.
       Für die USA steht ein Neuanfang an – nicht nur gegenüber Kuba.
       
 (DIR) Annäherung zwischen Kuba und den USA: Gringos welcome
       
       Die Präsidenten der USA und Kubas treffen sich auf dem Amerika-Gipfel.
       Viele Kubaner wünschen sich einen Obama-Besuch. Das US-Showbiz war längst
       da.
       
 (DIR) Debatte Amerika-Gipfel: Foto fürs Geschichtsbuch
       
       Erstmals nimmt Kuba am Gipfel der amerikanischen Staaten teil. US-Präsident
       Obama will damit den Einfluss der USA wiederherstellen.
       
 (DIR) Amerika-Gipfel in Panama: Treffen zwischen USA und Kuba
       
       Lang und „sehr konstruktiv“: Das erste Mal seit fast 60 Jahren treffen sich
       die Außenminister der beiden Länder. Bei dem Gespräch habe man gute
       Fortschritte gemacht.