Post AzIbKPM2JIQpB4BrKC by Sirablopp@eldritch.cafe
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Hab schon vor der Wahl wieder Sprüche gelesen, dass man die östlichen Bundesländer an Putin zurück geben soll, die Mauer wieder hochziehen möge und der Osten sowieso Lost ist. Ich kann die Frustration, die dahinter steckt, absolut verstehen, auch als Person, die dort aufgewachsen ist.Aber 30+% von Leuten, die AFD wählen, bedeutet immernoch, dass mehr als die Hälfte sie nicht gewählt hat. Mehr noch, viele von denen haben links gewählt. Trotz BSW Abspaltung hat die Linke in vielen Kreisen Thüringens gute Werte eingefahren.Die Demos in Berlin und München waren groß und super und wichtig, aber wesentlich beeindruckender war jede einzelne Person, die sich getraut hat, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gegen Nazis auf die Straße zu gehen. Im Gegensatz zu mir im linksgrünen Berlin tun sie das mit dem realen Risiko, von Nazis eine aufs Maul zu bekommen oder sozial geächtet zu werden, oder beides. Rechtsextremes Gedankengut ist in vielen Orten dieser Länder tief verwurzelt und geht weit zurück, so dass sie für "die Schmarotzer" als Sündenböcke besonders offen sind. Obwohl die meisten AFD-Wählenden in ihrem Leben noch nie mit jemandem gesprochen haben, dessen Name nicht aus dem Sprachraum kommt, in dem Michael, Sebastian, Annika und Nina so häufig sind, geben sie "den anderen" die Schuld an allem.Sich so einer Gesellschaft zu widersetzen, braucht unheimlich viel Mut, Zeit, Geduld und vor allem Geld - Geld, dass viele dieser Vereine nicht haben und auch von Seite der Landesregierung in nächster Zeit nicht zu erwarten haben, aus offensichtlichen Gründen. Euch kotzt der blaue Osten an? Dann helft den Demokrat*innen und Antifaschist*innen in den Gegenden, ihre Arbeit zu machen! Verknüpft euch mit ihnen, spendet Geld, organisiert Aktionen gemeinsam. Macht Werbung für sie. Wenn ihr was machen könnt, um sie zu unterstützen, tut das. Wenn ihr in einem blauen Bundesland wohnt, tretet den Vereinen bei, verteilt Flyer, geht zu Demos und Kundgebungen. Organisiert Volksfeste, Sportveranstaltungen, öffentliche Grillabende, Kuchenbasare, Stammtische, was weiß ich.Berliner Vereine gegen Faschismus sind auch wichtig, aber die Linke hat hier haushoch gewonnen. (Danke SPD und CDU für die Wahlwerbung mit euren Kürzungen! :D ) Andere kleinere Vereine im Nordosten und Osten des Landes haben das grad sehr viel nötiger als wir Leute in den großen Städten.Tl;dr: Weniger über den Osten meckern und alle Ostdeutschen als Nazis brandmarken, mehr für und mit Antifaschist*innen im Osten tun!Edit: Das gilt btw auch für die Orte im "Westen", in denen man nur mit knapper Mehrheit an der AFD als stärkste Kraft vorbeigerauscht ist. Lasst es dort nicht erst soweit kommen.Edit 2: Wer nicht weiß, wo man anfangen soll: Das Polylux-Netzwerk ist ein guter Startpunkt. Ansonsten einfach mal gucken, wer lokal die Demos so organisiert hat. https://www.polylux.network/#Bundestagswahl #Bundestagswahl2925 #BTW25 #NieWiederIstJetzt #NoAFD #NieWiederCDU #Ostdeutschland #Antifaschismus #Rechtsextremismus #AFDVerbotJetzt #AFDVerbot #Thüringen #Sachsen #SachsenAnhalt #Brandenburg #MecklenburgVorpommern
(DIR) Post #AzIbKRMSqfxjOyPEGm by Sirablopp@eldritch.cafe
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Kleiner Disclaimer: Bitte nicht als "wir müssen mit den armen unterdrückten marginalisierten Nazis kuscheln" verstehen. Ab nem gewissen Punkt muss man klare Kante zeigen und dieser Punkt ist bei vielen schon sehr erreicht. Aber daher ist es eben so wichtig, lokale Vereine zu fördern: Die wissen am besten, was vor Ort der bessere Weg ist, wie man Leute noch ansprechen kann und vor allem auch die vielen Menschen unterstützt, die von vorneherein keine Nazis wünschen. Und wie man den Leuten helfen kann, die von Faschistenverstehenden terrorisiert werden, seien es die auf der Straße oder ggf. auch die in Ämtern und Uniformen. Da gibts durchaus Spielraum, der nichts mit "Nazis bekuscheln" zu tun hat.