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 (DIR) Post #AfevWZTniR3hfbiZxQ by Sirablopp@eldritch.cafe
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       Stellen wir uns mal vor, in irgendeinem anderen Land weit weg, nennen wir es Fantasialand, wollen Leute eine typisch Deutsch thematisierte Veranstaltung machen. Klingt erstmal nicht schlecht, Austausch von Kulturen ist ja nichts Schlimmes per se. "Typisch deutsch" heißt international aber meist "typisch bayrisch-österreichisch", als hätte man schon mal Dirndl, Lederhosen und Brezeln. Okay, ist nervig, aber inzwischen nicht mehr überraschend. Schon schade allerdings, aber nicht weiter wild, richtig?Dann geht man aber ins Detail und merkt, die Brezeln sind aus Lakritz. Obatzda hat man auch nicht vor Ort, googelt auch kein Rezept, aber Ketchup wird schon gehen. Die Weißwurst ist aus Cheesecake.Natürlich gibts auch Musik, aber Recherche ist unnötig, irgendwas Europäisches wird sicher passen. Also läuft da jetzt ein Remix einer traditionellen Musikart aus Spanien und britischer Radiowerbung. Und dazu tanzt man dann Flamenco, wie ein typisch Deutscher eben. Und am Ende gehen alle nach Hause und denken "Wow, so sind also die Deutschen!"Nichts davon ist jetzt ein super krasser Untergang deutscher Kultur. Aber es ist trotzdem ziemlich ignorant und vermittelt ein völlig absurdes Bild. Man hätte mit Recherche auch mehrere Stände machen können, bei denen es bei einem echte Brezeln, beim anderen Spätzle und beim dritten Bismarckbrötchen gibt. Man hätte die Vielfalt des Landes zeigen können, kulinarisch, musikalisch und wer weiß noch. Leute aus Deutschland einladen, die ein bisschen was erzählen oder Musik machen können. Aber stattdessen nutzt man Klischees und was man selbst meint, was zu der Kultur gehört, ohne je dagewesen zu sein.Würde ich mich jetzt "super offended" fühlen? Würde ich versuchen die Veranstaltenden zu verklagen? Nein, würde ich nicht. Ich fänds trotzdem ziemlich cringe und besonders, wenn die Darstellung populär werden würde und sich viele andere dann auch denken, so wären wir Deutschen, wär das eher suboptimal. Und jedes Mal, wenn ich in irgendeinem Kontext meine Herkunft erwähnen würde und ich mir anhören müsste "ah, die mit den Ketchuplakritzbrezeln!" wär ich ziemlich genervt. Nicht, weil ich mich persönlich beleidigt fühlen würde, sondern weils halt einfach auf so vielen Ebenen nicht stimmt und es nervt, sich jedes Mal erklären zu müssen, wenn man an diesen Vorurteilen gemessen wird.So, und nun stelle man sich vor, man hat eine Kultur, mit der das seit mehreren Jahrhunderten passiert. Und das nicht nur zum Teil aus Ignoranz für ein Volksfest, sondern ganz bewusst, um ihre Kultur zu untergraben oder sie zu diffamieren und zu diskriminieren. Das ist der Punkt, bei dem es vielen Landsleuten besonders schwer fällt, das nachzuvollziehen, wie schlimm das ist, weil wir Deutschen halt nicht seit Jahrhunderten systematisch unterdrückt und ausgebeutet werden. Wenn über uns jemand einen blöden Kommentar über Ketchuplakritzbrezeln macht, dann hat das nicht wirklich eine Auswirkung auf unseren Alltag, die sich nicht mit einem Schulterzucken oder nochmal erklären beseitigen wird. Aber das ist ein Luxus den Viele nicht haben, die einer marginalisierten Ethnie angehören.Was macht man nun daraus? Heißt das, wir selbst dürfen in Deutschland nur noch typisch deutsche Feste feiern und typisch deutsche Kleidung tragen und typisch deutsche Musik in deutscher Sprache hören? Nein, aber das verlangt auch kaum jemand. Alles, worum viele Leute anderer Kulturen bitten, ist ihre Kultur mit Respekt zu behandeln. Dass man sich über die Kultur informiert und zum Beispiel beim Erstellen von Kunst nicht zwanzig Sachen durcheinander wirft (hat man oft bei Native Americans, was eigentlich ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Volksgruppen ist.)Dass man keine rassistischen Stereotype reproduziert (welche das sind, kann man googeln) oder sich über diese Kulturen lustig macht. Dass man z.B. bei einer Theateraufführung keine Techniken verwendet, mit denen diese Stereotype lange zum Lächerlich machen genutzt wurden (wie z.B. Blackfacing).Kurzum: Seit respektvoll gegenüber den Leuten, die Teil einer bestimmten Kultur sind. Wenn ihr euch für deren Kultur interessiert und dazu was machen wollt, ist das eigentlich ein No-Brainer, der sich von selbst ergeben sollte, aber anscheinend muss es dazu gesagt werden. Aber vor allem: Hört Menschen zu, die eine andere Herkunft oder eine andere Lebensrealität als ihr haben und dadurch besser Bescheid wissen. Es geht ihnen nicht darum, mit "Drama" Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern lediglich auf Augenhöhe behandelt und Ernst genommen zu werden.#CulturalAppropriation #KulturelleAneigung #Rassismus
       
 (DIR) Post #AfevWaTpzmgMm0k7ea by Sirablopp@eldritch.cafe
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       Considering I shared some pro-Palestine posts it feels like a good time to post this, found it on Twitter. Because no, I am not saying "Israel is under attack by the bad mean Palestines and therefore Gaza has to be bombed" when it's mostly Palestinian civilians who have been suffering for way longer than I have been alive.A ton of other German seems to be super eager to promise Israel their support without even checking what's going on in Gaza, or they just shout "but... but Hamas!" as a reflex at everything or whatever, because we always learned Israel are the good ones and if you say anything against the actions of the Israeli government you automatically disrespect all Jews and all victims of the Holocaust on top of that. And of course support a terrorist organization like Hamas.No. Just no. Israel as a location is a very important country for Jews from all over the world, and needs to be treated with respect, same as the people living there. Killing a lot of Israeli people like Hamas is doing is a horrible crime, I certainly do not support actions like these.However, leading a Jewish country with many religious sacred places doesn't give the Israeli government a free pass for every action they are doing, especially not for attempting genocide. Nobody should be. And I do not understand how so many people could even consider this a point to debate over. (Even more when people with a Ukrainian flag in their bio are doing this, like, this is a very similar situation this country is in. Why is one genocide attempt perfectly fine for you when the other one is a horrible thing you condemn and fight against?)I do not support Hamas. I do not support crimes against Israeli people, no matter if they live in Israel or elsewhere. I do not support crimes against Jews. But I also do not support genocide and if you have an issue with this, the option to unfollow me is right there.#FreePalestine #FreePalestineNow
       
 (DIR) Post #Ap4Dsp7ICTJw8WzuT2 by Sirablopp@eldritch.cafe
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       Looks like tech.lgbt is going to be defederated from my instance soon because their admin is a very toxic racist harrassing person. It sucks a lot for all the people on there, both being cut off but at the same time also not knowing if they can expect the mods to have their backs if the users of tech.lgbt might ever have issues with harassment of any kind. If you are on tech.lgbt please consider switching to an instance where the head of management isn't going to ruin it for everyone. I know there are so so many decent and nice people on this instance, you all deserve better than having one person ruin the fun for everyone.Edit: More info from people more involved in this: https://hellspawn.gay/objects/494977db-6ce8-4eb5-87ae-0c44cd3b18fe
       
 (DIR) Post #AzIbKK0ECx14Zyws8e by Sirablopp@eldritch.cafe
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       @sylvia_ritter omg this is so breautiful! I love these vibrant colours and how you managed to make the cat in the front glow like this. :blob_cat_heart:
       
 (DIR) Post #AzIbKOoMKVUdUcQxpg by Sirablopp@eldritch.cafe
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       Because that question came up on the bird site a few years ago as well:It can happen that I "like" or share a lot of your things when you have many agreeable things to say or to share, but I assure you, you are not the only one "affected" by that, I'm not trying to stalk you or anything. ^^;
       
 (DIR) Post #AzIbKOvnspRprhuuR6 by Sirablopp@eldritch.cafe
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       AAAAAAAAAAAAAAAAARRGH!I wanted to block a shifty account from mastodon.social and instead blocked mastodon.social as a whole instance because it's late and I didn't read the text properly.Thankfully there is a list with the accounts I accidentally unfollowed with this, but of course that doesn't bring back the people who followed me from over there...Should you, dear reader, have been following me in the past and wondered what might have happened: That's what happened. :blob_sad_eyes:
       
 (DIR) Post #AzIbKPM2JIQpB4BrKC by Sirablopp@eldritch.cafe
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       Hab schon vor der Wahl wieder Sprüche gelesen, dass man die östlichen Bundesländer an Putin zurück geben soll, die Mauer wieder hochziehen möge und der Osten sowieso Lost ist. Ich kann die Frustration, die dahinter steckt, absolut verstehen, auch als Person, die dort aufgewachsen ist.Aber 30+% von Leuten, die AFD wählen, bedeutet immernoch, dass mehr als die Hälfte sie nicht gewählt hat. Mehr noch, viele von denen haben links gewählt. Trotz BSW Abspaltung hat die Linke in vielen Kreisen Thüringens gute Werte eingefahren.Die Demos in Berlin und München waren groß und super und wichtig, aber wesentlich beeindruckender war jede einzelne Person, die sich getraut hat, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gegen Nazis auf die Straße zu gehen. Im Gegensatz zu mir im linksgrünen Berlin tun sie das mit dem realen Risiko, von Nazis eine aufs Maul zu bekommen oder sozial geächtet zu werden, oder beides. Rechtsextremes Gedankengut ist in vielen Orten dieser Länder tief verwurzelt und geht weit zurück, so dass sie für "die Schmarotzer" als Sündenböcke besonders offen sind. Obwohl die meisten AFD-Wählenden in ihrem Leben noch nie mit jemandem gesprochen haben, dessen Name nicht aus dem Sprachraum kommt, in dem Michael, Sebastian, Annika und Nina so häufig sind, geben sie "den anderen" die Schuld an allem.Sich so einer Gesellschaft zu widersetzen, braucht unheimlich viel Mut, Zeit, Geduld und vor allem Geld - Geld, dass viele dieser Vereine nicht haben und auch von Seite der Landesregierung in nächster Zeit nicht zu erwarten haben, aus offensichtlichen Gründen. Euch kotzt der blaue Osten an? Dann helft den Demokrat*innen und Antifaschist*innen in den Gegenden, ihre Arbeit zu machen! Verknüpft euch mit ihnen, spendet Geld, organisiert Aktionen gemeinsam. Macht Werbung für sie. Wenn ihr was machen könnt, um sie zu unterstützen, tut das. Wenn ihr in einem blauen Bundesland wohnt, tretet den Vereinen bei, verteilt Flyer, geht zu Demos und Kundgebungen. Organisiert Volksfeste, Sportveranstaltungen, öffentliche Grillabende, Kuchenbasare, Stammtische, was weiß ich.Berliner Vereine gegen Faschismus sind auch wichtig, aber die Linke hat hier haushoch gewonnen. (Danke SPD und CDU für die Wahlwerbung mit euren Kürzungen! :D ) Andere kleinere Vereine im Nordosten und Osten des Landes haben das grad sehr viel nötiger als wir Leute in den großen Städten.Tl;dr: Weniger über den Osten meckern und alle Ostdeutschen als Nazis brandmarken, mehr für und mit Antifaschist*innen im Osten tun!Edit: Das gilt btw auch für die Orte im "Westen", in denen man nur mit knapper Mehrheit an der AFD als stärkste Kraft vorbeigerauscht ist. Lasst es dort nicht erst soweit kommen.Edit 2: Wer nicht weiß, wo man anfangen soll: Das Polylux-Netzwerk ist ein guter Startpunkt. Ansonsten einfach mal gucken, wer lokal die Demos so organisiert hat. https://www.polylux.network/#Bundestagswahl #Bundestagswahl2925 #BTW25 #NieWiederIstJetzt #NoAFD #NieWiederCDU #Ostdeutschland #Antifaschismus #Rechtsextremismus #AFDVerbotJetzt #AFDVerbot #Thüringen #Sachsen #SachsenAnhalt #Brandenburg #MecklenburgVorpommern
       
 (DIR) Post #B18tl8ovq544ud2DE8 by Sirablopp@eldritch.cafe
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       @sylvia_ritter Aside from the obvious, I hate this absolute bs framing of calling Open AI a "startup". Start up sounds like "5 people in university had a fun idea and are now trying to launch a business out of some coworking office space". This is very much not what that company is or does.