# taz.de -- Abkommen mit den USA: Grönland gibt grünes Licht
       
       > Das grönländische Parlament hat für das Sicherheitsabkommen mit den USA
       > gestimmt. Wenn Dänemark zustimmt, kann die Vereinbarung in Kraft treten.
       
 (IMG) Bild: Grönlands Parlament entscheidet: Ja zum Sicherheitsabkommen
       
       dpa | Das grönländische Parlament hat grünes Licht für ein neues
       [1][Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit den USA] gegeben. Bei einer
       Abstimmung am Dienstag stimmte der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge eine
       Mehrheit für die Vereinbarung, die [2][US-Präsident Donald Trump], die
       dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der grönländische
       Regierungschef Jens-Frederik Nielsen im September am Rande der
       UN-Generalversammlung [3][in New York unterzeichnet] hatten. Demnach
       sprachen sich 16 Abgeordnete für das Abkommen aus, sieben enthielten sich.
       Gegenstimmen gab es nicht.
       
       Nun steht noch die Zustimmung des dänischen Parlaments aus. In Kopenhagen
       ist ein Votum für den 19. November angesetzt. Wenn die USA auf
       diplomatischem Weg über die Ergebnisse der beiden Abstimmungen informiert
       sind, kann das Abkommen endgültig in Kraft treten.
       
       ## Was steht in dem Abkommen?
       
       Die Vereinbarung modernisiert und ergänzt ein bereits seit 1951
       existierendes Verteidigungs-Abkommen Dänemarks mit den USA. Sie setzt einen
       mindestens vorläufigen Schlussstrich unter den Konflikt um die Arktisinsel,
       den der US-Präsident angezettelt hatte. Trump hatte in der Vergangenheit
       mehrfach mit der Annexion Grönlands gedroht und sein Vorgehen mit
       Sicherheitsinteressen begründet. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung
       hatten sich alle drei Parteien als Sieger gefeiert. Aus dänischer und
       grönländischer Sicht sind die Zugeständnisse ein geringer Preis. Die
       Souveränität wird nicht angetastet.
       
       Durch das Abkommen aus dem Jahr 1951 haben die USA ohnehin schon recht
       großen militärischen Spielraum auf der Arktisinsel. Aktuell unterhält das
       US-Militär dort aber nur noch eine Militärbasis, die für Raketenabwehr und
       Radarüberwachung wichtige Pituffik Space Base im Nordwesten Grönlands. Der
       Deal erlaubt den Amerikanern, diese zu modernisieren und ihre Aktivitäten
       dort zu erweitern. Außerdem sollen die USA zunächst zwei weitere
       Verteidigungsstandorte aufbauen dürfen.
       
       ## Was hat Trump davon?
       
       Zudem räumen Dänemark und Grönland den US-Streitkräften große
       Bewegungsfreiheit auf der und um die Arktisinsel ein. Dagegen soll kein
       Nicht-Nato-Staat ohne die Genehmigung der drei Parteien Militäranlagen in
       Grönland errichten dürfen. Auch bei Investitionen begrenzt der Deal den
       Einfluss von Staaten – oder Investoren aus Staaten -, die weder
       Nato-Mitglieder oder -Partner noch EU-Mitglieder sind. Das kommt Trumps
       Wunsch entgegen, Chinas und Russlands Einfluss in der Region
       einzuschränken.
       
       4 Nov 2026
       
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