# taz.de -- Hochdotierter Umweltpreis: Würdigung für klugen Erfinder und hartnäckige Anwältin
       
       > Die Hamburger Juristin Roda Verheyen und der Ingenieur Klaus Vossenkaul
       > erhalten den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
       
 (IMG) Bild: Die Träger:innen des Deutschen Umweltpreises: Roda Verheyen und Klaus Vossenkaul
       
       Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat am Sonntag den Deutschen
       Umweltpreis an die Hamburger Umweltjuristin Roda Verheyen und den
       Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul verliehen. DBU-Generalsekretär
       Alexander Bonde würdigte die Preisträger bei einem Festakt in Aachen als
       „Mutmacher, die zeigen, wie es positiv vorangehen kann“. Sie verkörperten
       „Haltung, Beharrlichkeit und Innovationskraft mit klarem Kompass beim
       Umwelt- und Klimaschutz“.
       
       Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die mit insgesamt
       500.000 Euro dotierte Auszeichnung. [1][Er hob das beispielhafte Engagement
       der Preisträger hervor:] „Sie zeigen, dass jede und jeder Einzelne einen
       Unterschied machen kann.“ Der Ingenieur Vossenkaul ist nach Angaben der
       Stiftung Gründer und Geschäftsführer der Firma Membion mit Sitz im
       nordrhein-westfälischen Roetgen bei Aachen. Das Unternehmen habe heute 40
       Beschäftigte und entwickele Hohlfasermembranen, die in Kläranlagen
       problematische Stoffe wie Mikroplastik, Krankheitserreger und
       multiresistente Keime aus dem Klärschlamm herausfiltern.
       
       Die Anwältin Verheyen, die auch Mitglied des Hamburgischen
       Verfassungsgerichts ist, tritt als Sachverständige auf, berät Politik und
       Zivilgesellschaft und verfasst Klagen. Sie setze sich für
       Klimagerechtigkeit ein und verschaffe Menschen Gehör, die von Klimafolgen
       betroffen sind. Die Preisträgerin sei eine mutige Streiterin für den Klima-
       und Umweltschutz und zeige, „was unseren Rechtsstaat starkmacht: dass
       Bürgerinnen und Bürger staatliches Handeln nicht nur kritisieren, sondern
       von Gerichten korrigieren lassen können“, sagte der
       DBU-Kuratoriumsvorsitzende Kai Niebert.
       
       [2][Der seit 1993 jährlich verliehene Umweltpreis würdigt
       Persönlichkeiten], die mit innovativen Produkten, exzellenten
       Forschungsergebnissen oder ihrer Lebensleistung entscheidend zu mehr
       Umwelt-, Natur-, Arten- und Ressourcenschutz beitragen. Er wurde in diesem
       Jahr zum 34. Mal vergeben. (epd)
       
       25 Oct 2026
       
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