# taz.de -- was für eine woche: „Anthropic verspricht zum Börsengang Großes – dabei wäre weniger gerade mehr“
Svenja Bergt
Noch im November wird eine kleine Gruppe an Menschen voraussichtlich sehr
schlagartig sehr reich werden. Es sind die sieben Mitgründer:innen des
KI-Unternehmens Anthropic, dessen lange erwarteter Börsengang
voraussichtlich Mitte November standfindet. Expert:innen erwarten, dass
es einer der bislang größten Börsengänge der Geschichte werden wird: Laut
der Financial Times liegen die Erwartungen für die Bewertung zwischen 1,5
und 1,75 Billionen US-Dollar.
Reichtum verspricht Anthropic in seinem frisch veröffentlichten
Börsenprospekt auch für die Menschheit. Es gebe ein „außerordentliches
Potenzial“ von KI bei der Lösung der größten Menschheitsprobleme.
So gut das klingt, und so hilfreich KI tatsächlich in manchen Fällen sein
kann, etwa bei der Entwicklung von Medikamenten oder beim Testen von
Software auf Barrierefreiheit: [1][Erst mal wäre es gut, wenn die
Technologie nicht noch weitere große Probleme verursacht.] Dazu zählen etwa
der immense Verbrauch von Wasser und Strom und die CO2-Emissionen. Denn
eines der größten Menschheitsprobleme ist derzeit tatsächlich die
Klimakrise. Wie KI da die Lösung bringen soll, müsste Anthropic erst mal
beweisen.
31 Oct 2026
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(DIR) Svenja Bergt
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