# taz.de -- was für eine woche: „Dem KI-Chatbot geheime Gedanken anvertrauen? Das freut auch Werbefirmen“
       
       Svenja Bergt 
       
       Früher war es der Verlauf im Browser, der tiefste Einblicke in die
       Gedankenwelt von Nutzer:innen erlaubte, oder die Suchhistorie bei Google.
       Pff, müssen sich da die Hersteller von KI-Chatbots denken, wie
       oberflächlich. Und tatsächlich, ChatGPT, Gemini, Claude oder DeepSeek
       vertrauen die Nutzenden so ziemlich alles an: von Gesundheitsfragen über
       Kontoauszüge für Hilfe bei der Steuererklärung bis zum eigenen Bild für den
       Stylingcheck.
       
       Wie gut, dass die Unternehmen hinter den Bots vertrauenswürdig mit den
       Daten umgehen. Oder? Nun, eine [1][Studie] der spanischen
       Rechercheorganisation IMDEA Networks Institute zeigt, dass gängige
       KI-Chatbots diverse Daten an Dritte, an Tracking- und Werbefirmen,
       weitergeben – bis hin zu ganzen Chatverläufen ihrer Nutzer:innen. Teilweise
       samt dauerhaften Benutzer:innenkennungen, sodass selbst ein möglicher Rest
       Anonymität dahin ist. Denn diese Kennungen können eine Identifizierung auch
       über mehrere Plattformen hinweg ermöglichen.
       
       Die Studie ist zwar noch ein ungeprüftes Preprint. Anlass dafür, vor dem
       Tippen erst mal innezuhalten, könnte sie trotzdem sein – und für die
       Aufsichtsbehörden, hier mal genauer hinzuschauen.
       
       10 Oct 2026
       
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 (DIR) Svenja Bergt
       
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