# taz.de -- Podcast Fernverbindung: KI im Griff – Was China anders macht
       
       > taz-Ostasienkorrespondent Fabian Kretschmer erzählt, warum man eine
       > chinesische KI nicht nach Xi Jinping fragen sollte. Und was wir doch von
       > China lernen können.
       
 (IMG) Bild: KI im Griff – Was China anders macht
       
       Kontrolle über die Menschheit, Ausbruchsgefahr, autonome Agentenschwärme:
       Um die künstliche Intelligenz gibt es gerade viel Geraune. Die Tech-Bosse
       der US-amerikanischen KI-Unternehmen (Anthropic, Open AI) haben jüngst zu
       mehr Regulierung von KI aufgerufen und malen düstere Visionen an die Wand.
       Die Szenarien reichen bis zur Auslöschung der Menschheit – und das in nicht
       einmal sehr ferner Zukunft. Seitdem diskutiert die ganze Welt, wie
       realistisch diese Möglichkeiten sind. Und fragt sich, wie eine Regulierung
       aussehen könnte.
       
       China hat sich derweil längst zum größten Konkurrenten in Sachen KI
       entwickelt – und reguliert die KI-Systeme schon – auf seine eigene Weise.
       
       Als die Tech-Bosse aus dem Silicon Valley vor den Gefahren künstlicher
       Intelligenz warnten, reagierte Peking instinktiv mit Misstrauen. Die
       staatliche Global Times etwa wertete die Debatte als Versuch, Chinas rasant
       voranschreitende KI-Industrie eindämmen zu wollen. Auch das
       Außenministerium erklärte, die US-Forderungen nach Verlangsamung der
       technologischen Entwicklung sei „Angstmacherei“.
       
       ## Militärisch wird KI eine Schlüsselrolle spielen
       
       Dabei gibt es auch in Peking immer mehr Experten, die einen Kontrollverlust
       fürchten. Am Sonntag veröffentlichte ausgerechnet Chen Yixin, Minister der
       berüchtigten Staatssicherheit, den bisher eindringlichsten Appell: „China
       muss die Kontrolle über die Entwicklung und Regulierung künstlicher
       Intelligenz fest in der eigenen Hand behalten“, [1][schrieb der
       Geheimdienstchef in einem Essay].
       
       Er warnte vor den äußeren wie inneren Gefahren der sich rasant
       entwickelnden Technologie: Militärisch wird sie eine „Schlüsselrolle“ auf
       dem Schlachtfeld spielen, zudem stellten ausländische KI-Modelle eine
       erhöhte Spionagegefahr dar. Vor allem aber, so Chen, könne KI als
       Instrument kognitiver Kriegsführung missbraucht werden: „Dies bedroht
       unmittelbar unsere politische Sicherheit, die Sicherheit unseres Systems
       und unsere ideologische Sicherheit.“
       
       In dieser Folge der [2][fernverbindung] geht es um Überwachung von und
       durch KI, um die Frage, was vermeintlicher Sozialismus mit KI zu tun haben
       soll, aber auch darum: Können wir bei allen Vorbehalten in Sachen
       Regulierung etwas von China lernen?
       
       Auslandsredakteurin Judith Poppe im Gespräch mit Fabian Kretschmer, dem
       taz-Korrespondenten für China und Korea.
       
       [3][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
       taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
       
       17 Sep 2026
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Fabian Kretschmer
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