# taz.de -- was für eine woche: „Ein Blick auf die Risiken lässt nur einen Schluss zu: Krieg ist schlecht für die Weltwirtschaft“
       
       Simon Poelchau 
       
       Die Weltwirtschaft ist irgendwie mit einem blauen Auge davongekommen. Die
       Ökonomen der OECD heben sogar trotz des andauernden Irankriegs die Prognose
       an. Sie gehen nun von einem Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,9
       Prozent in diesem Jahr aus. Doch ein genauer Blick lässt nur einen Schluss
       zu: Krieg ist schlecht für die Weltwirtschaft.
       
       Da ist das offensichtlichste Risiko: die Energiepreise. Diese sind zwar im
       Vergleich zur Prognose laut der OECD bisher nur moderat gestiegen. Doch
       dauert der Krieg im Mittleren Osten weiter an, bleiben die Lieferketten
       gestört. Das lässt nicht nur an den Zapfsäulen die Preise steigen. Was zu
       Problem Nummer zwei führt: Die Notenbanken werden im Kampf gegen die
       Inflation die Zinsen anheben. EZB, Fed und Bank of Japan haben das schon
       gemacht. Die Folge: Kapital wird teuer.
       
       Ein dritter Grund, warum Kriege schlecht fürs Wachstum sind: Sie sind
       teuer. Weil die Staaten ihre Waffen auf Pump finanzieren, wächst das Risiko
       einer Staatsschuldenkrise. Und das Geld fehlt für Ausgaben, die Wachstum
       eher fördern, etwa für Bildung oder Infrastruktur. Wer Wachstum haben will,
       muss also für Frieden sorgen.
       
       26 Sep 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Simon Poelchau
       
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