# taz.de -- Aktionswoche für Pressefreiheit: Medien gegen KI-Räuber
       
       > Wenn Emotionen Fakten verdrängen, gerät die Pressefreiheit unter Druck.
       > Ein breites Bündnis von FAZ bis taz hält nun dagegen.
       
 (IMG) Bild: Aktion mit Strahlkraft: Aktuell hängt am Haus der Presse in Berlin dieses Banner.
       
       [1][Aus der taz] | Die Pressefreiheit, eine zentrale Säule der Demokratie,
       ist in Gefahr. In Sachsen-Anhalt hat gerade die Mehrheit der Menschen zwei
       Parteien gewählt, [2][die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen
       wollen]. AfD und BSW sprechen auch sonst mit Blick auf die seriösen Medien
       in diesem Land von Lügenpresse und versuchen Fakten durch Emotionen zu
       ersetzen.
       
       Soziale Netzwerke wie X, TikTok oder auch Instagram befördern genau das:
       starke Gefühle statt recherchiertes Wissen. Dabei sind Fakten zentral, um
       sich eine eigene Meinung bilden zu können. Auf den sozialen Plattformen
       wird allerdings nur gehört, wer am lautesten ist. Meinung und selektive
       Fakten verschmelzen und genau daran haben Akteure wie AfD und BSW ein
       Interesse.
       
       Hinzu kommen mittlerweile diverse Chatbots, die ihren Nutzer*innen das
       Gefühl geben, [3][da würde eine künstliche Intelligenz alle Antworten
       bereithalten]. Allerdings sind die Antworten weiterhin mitunter falsch. Und
       sie generieren sich aus der Arbeit von anderen.
       
       ## Kampf gegen den Datenraub
       
       Die großen Tech-Firmen graben das Netz nach Inhalten ab und speisen diese
       in ihr eigenes System ein. Ohne zu fragen. Der Absender der Information,
       etwa die taz, bleibt unsichtbar.
       
       Der [4][BDZV, der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger],
       startet deshalb mit einem breiten Bündnis die Aktionswoche „Demokratie
       braucht viele Stimmen“, um den Blick zu schärfen auf diese
       Herausforderungen der gesamten Medienbranche und letztlich der Demokratie
       als ganzer.
       
       Kein einzelnes Medienhaus wird es schaffen, den Kampf gegen den Datenraub
       durch künstliche Intelligenz zu gewinnen. Es wäre eine gesetzgeberische
       Aufgabe, etwa eine technische Möglichkeit auf den Weg zu bringen, den
       Zugriff auf die eigene Nachrichtenseite durch Firmen wie OpenAI oder
       Anthropic zu verbieten.
       
       Und so ist diese Aktionswoche auch ein politisches Zeichen. Deshalb
       beteiligen wir uns als taz daran – wie fast alle seriösen Medien in
       Deutschland. „Von FAZ bis taz“ – dieser Spruch steht seit Jahren für den
       Meinungspluralismus innerhalb der deutschen Presselandschaft. Diese
       Vielfalt gilt es zu verteidigen. Deshalb werden Sie vom 14. bis 18.
       September bei uns Texte zum Thema finden. Bleiben Sie gespannt.
       
       14 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Katrin Gottschalk
       
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