# taz.de -- Bevölkerungsentwicklung: Es wird mehr gestorben als geboren
> In Berlin starben 2025 wieder mehr Menschen, als Kinder geboren wurden.
> In Brandenburg ist es der stärkste „natürliche Bevölkerungsrückgang“ seit
> der Wende.
(IMG) Bild: Es wird zu wenig geboren, nicht nur in Berlin und Brandenburg (hier Archivfoto aus Seligenstadt von 2006)
dpa | In Berlin und Brandenburg hat es im vergangenen Jahr erneut einen
deutlichen Sterbeüberschuss gegeben. In der Hauptstadt kamen insgesamt
33.230 Kinder zur Welt, während 37.575 Menschen starben: ein
Sterbeüberschuss von 4.345 Personen, wie das Amt für Statistik
Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. In Brandenburg starben den
Angaben zufolge 35.743 Personen bei weniger als halb so vielen Geburten
(14.495). Das sei der stärkste seit 1990 verzeichnete natürliche
Bevölkerungsrückgang, schrieb die Behörde.
Mit durchschnittlich 1,18 Kindern pro Frau (2024: 1,20) hat die
Geburtenziffer in Berlin 2025 laut Statistik den niedrigsten Stand seit
2003 erreicht. Damit lag sie deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt
von 1,31 Kindern je Frau. Die Geburtenziffer bei ausländischen Frauen
(1,56) war dabei höher als die bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit
(1,01). In Brandenburg wurden im gleichen Zeitraum durchschnittlich 1,3
Kinder pro Frau geboren. 2024 waren es noch 1,33.
## Tiefstand bei Eheschließungen
In Berlin werden Frauen den Angaben zufolge auch immer später Mütter. Hatte
das Durchschnittsalter zum Kinderkriegen 2024 noch bei 32,2 Jahren gelegen,
waren es ein Jahr später 32,3 Jahre. In Brandenburg blieb das
Durchschnittsalter unverändert bei 31,6 Jahren. Die Zahl der
Eheschließungen erreichte laut der Statistikbehörde einen historischen
Tiefstand in der Hauptstadt. Demnach heirateten im vergangenen Jahr 11.235
Paare standesamtlich (2024: 11.243) und damit weniger als jemals seit
Beginn der statistischen Erfassung 1991. Brandenburg kam auf 10.952
Hochzeiten, 32 mehr als im Vorjahr.
21 Jul 2026
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