# taz.de -- Präsidentschaftswahl in Peru: Wahlbehörde erklärt Fujimori zu Siegerin
       
       > Die konservative Kandidatin Keiko Fujimori hat die Präsidentschaftswahl
       > in Peru für sich entschieden. Rivale Roberto Sánchez will das Ergebnis
       > aber weiterhin anfechten.
       
 (IMG) Bild: Keiko Fujimori nach der Bekanntgabe ihres Sieges vor der Parteizentrale (3. Juli 2026)
       
       ap/afp | Vier Wochen nach der äußerst knappen Präsidentschaftswahl in Peru
       ist die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori offiziell zur neuen
       Staatschefin ausgerufen worden. Die Tochter des [1][verstorbenen
       Ex-Präsidenten Alberto Fujimori] habe in der Stichwahl am 7. Juni 50,135
       Prozent der Stimmen erhalten, erklärte die Wahlbehörde am Freitag.
       
       Der nationalistische Kongressabgeordnete Roberto Sánchez kam demnach auf
       einen Anteil von 49,865 Prozent – ein Abstand von nur rund 50.000 Stimmen.
       
       Wahlkampfthema war immer wieder die steigende Kriminalität, insbesondere
       Erpressungen durch gewalttätige organisierte kriminelle Banden. „Peru muss
       die Ordnung auf den Straßen, in den Institutionen und im Staat
       wiederherstellen“, sagte Fujimori im Hauptquartier ihrer Partei am Freitag.
       Sosehr sie sich über ihre Ausrufung als Präsidentin freue, müsse jetzt die
       Arbeit beginnen: „Wir wissen, dass die Bürger Ergebnisse erwarten.“
       
       Die [2][51-Jährige hatte bereits zum vierten Mal für das Präsidentenamt
       kandidiert] und versprach im Wahlkampf, hart gegen Kriminelle vorzugehen.
       Nach ihrem Willen sollen vorsitzende Richterinnen und Richter in
       Strafrechtsprozessen künftig anonym bleiben. Häftlinge sollen arbeiten, um
       sich ihr Essen zu verdienen.
       
       ## Sánchez zeitweise in Führung
       
       Bei der Stimmenauszählung hatte Sánchez zeitweise in Führung gelegen. Der
       57-jährige ehemalige Minister gilt als besonders beliebt bei Wählern in
       ländlichen Gebieten. Er wollte die Staatsausgaben erhöhen, das Steuersystem
       reformieren und die Bodenschätze des Landes teilweise verstaatlichen. Der
       linksgerichtete Politiker [3][hat seine Niederlage bisher nicht anerkannt
       und will sie anfechten].
       
       Fujimori wird am 28. Juli vereidigt und soll fünf Jahre amtieren. In den
       vergangenen zehn Jahren hatte Peru aber acht Präsidenten.
       
       4 Jul 2026
       
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