# taz.de -- Zivilgesellschaft erleben: Mit der taz durch Finnland und Estland reisen
       
       > Seit Estlands Nato-Beitritt ist Widerstandsfähigkeit im Land das Gebot
       > der Stunde. Eine taz-Reise durch Nordosteuropa widmet sich der
       > angespannten Lage – und besucht Menschen, die Lösungen haben.
       
 (IMG) Bild: Grenzen aufzeigen: Demonstrationen in Helsinki gegen den russischen Invasionskrieg
       
       [1][taz Reisen in die Zivilgesellschaft] | Wie heißt es so schön und in
       Anlehnung an den deutschen Dichter Matthias Claudius? Wenn jemand eine
       Reise tut, so kann er/sie was erzählen! Seit 2008 bietet die taz besondere
       Studienreisen an, die taz-Reisen in die Zivilgesellschaft.
       
       Ziel dieser Unternehmungen in Begleitung von taz Journalist*innen ist
       es, sich auch jenseits stark frequentierter Tourist*innenpfade
       umzutun. Das heißt: Menschen zu treffen, die etwas bewegen bzw. verändern
       wollen und sich dabei oft hohen Risiken aussetzen. Nicht selten entstehen
       aus diesen Begegnungen stabile und langwährende Kontakte.
       
       ## Widerstandsfähigkeit ist das Gebot der Stunde
       
       Mindestens genauso beeindruckend ist es, Schätze der Natur, Kultur und
       Architektur auf sich wirken zu lassen und einfach nur zu genießen. Doch die
       Zeiten haben sich geändert. Die weltweite Klimakrise erfordert es, sich
       auch in Sachen Reisen von alten Routinen zu verabschieden und bei der
       Fortbewegung auf Nachhaltigkeit zu setzen. Und Russlands Angriffskrieg
       gegen die Ukraine stellt vor allem Europa vor besondere Herausforderungen.
       
       Die neuen Gegebenheiten finden ihren Niederschlag auch im diesjährigen
       Angebot der taz-Exkursionen. Erstmals ist Finnland dort zu finden. Nicht
       zuletzt aufgrund historischer Erfahrungen mit Russland setzte das Land im
       hohen Norden außenpolitisch lange auf Neutralität, trat jedoch 2023 der
       Nato bei. Aktuell ist Widerstandsfähigkeit das Gebot der Stunde.
       
       Die Bevölkerung wappnet sich gegen die Bedrohung aus dem Osten, vor allem
       durch das benachbarte Russland, und für den Ernstfall – sei es durch eine
       beträchtliche Anzahl von Schutzräumen, eine Stärkung der Armee sowie einen
       Ausbau der Infrastruktur zwecks Schutz ebendieser Grenze zu Russland.
       Besonders letztere hat unmittelbare Auswirkungen auf die Menschen, die dort
       leben. Wie sich das vor Ort anfühlt, ist nur ein Aspekt dieser Reise.
       
       ## Allgegenwärtiges Gefühl der Bedrohung
       
       Das Reiseziel Finnland ist mit dem nach Estland kombiniert – und das nicht
       zufällig. Seit der Unabhängigkeit vom sowjetischen Imperium 1991 blicken
       viele Est*innen in Richtung ihres von ihnen nur durch den finnischen
       Meerbusen getrennten Nachbarn, dem sie sich sprachlich und kulturell eng
       verbunden fühlen.
       
       Als Teil der ehemaligen Sowjetunion ist ein Gefühl der Bedrohung in Estland
       allgegenwärtig. Hinzu kommen eine bedeutende russische Minderheit sowie
       Russ*innen, die aufgrund der politischen Situation in ihrer Heimat in
       Estland Zuflucht suchen. Wie gestaltet sich dieses Neben- und Miteinander?
       Auch das werden die Mitreisenden erkunden. Kurzum: Es gibt viel zu
       entdecken.
       
       Gleich Koffer packen! Beispielsweise für den 27. August bis 5. September:
       [2][taz.de/finnland-estland]
       
       17 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Barbara Oertel
       
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