# taz.de -- Vogelgrippe in der Subantarktis: 13.000 Seeelefantenwelpen sind tot
       
       > Auf entlegenen Inseln sind fast alle Welpen der Seeelefanten durch die
       > Vogelgrippe verendet. Die breitet sich in der Subantarktis aus. Auch
       > Pinguine sind betroffen.
       
 (IMG) Bild: Ein Südlicher-Seeelefant-Jungtier: Tausende sind durch die Vogelgrippe verendet
       
       afp/taz | Auf zwei entlegenen australischen Inseln sind mehr als 13.000
       Seeelefantenbabys an der hochansteckenden Vogelgrippe verendet. Bei einer
       Forschungsexpedition zu den nahe der Antarktis gelegenen Heard und
       McDonald-Inseln seien die Ufergebiete mit Kadavern geradezu übersät
       gewesen, [1][berichteten Wissenschaftler des australischen
       Antarktis-Programms am Donnerstag]. DNA-Untersuchungen ergaben demnach,
       dass die Seeelefanten sowie Pinguine und weitere auf den vulkanischen
       Inseln lebende Vögel am Vogelgrippe-Virus H5N1 starben.
       
       Am schlimmsten von dem Vogelgrippe-Ausbruch betroffen waren den
       Wissenschaftlern zufolge junge Seeelefanten. In einigen Familiengruppen lag
       die Sterblichkeit demnach bei bis zu 97 Prozent. Bei Erkundungen aus der
       Luft und am Boden zwischen Oktober 2025 und Januar dieses Jahres wurden
       demnach 13.300 tote Seeelefantenjunge gezählt.
       
       Seit 2022 grassiert die größte je dokumentierte Vogelgrippewelle, die sich
       über mehrere Erdteile erstreckt. Das besonders krankheitserregende
       H5N1-Virus befällt vor allem Vögel, wurde aber auch bei mehreren
       Säugetieren gefunden. Über Nord- und Südamerika hat es nun auch die
       entfernt liegenden Inseln erreicht. Bereits im vergangenen Jahr war
       vermutet worden, [2][dass tausende Seeelefanten der Grippe erliegen
       könnten].
       
       Es sei das erste Mal, dass H5N1 in einem australischen Außengebiet
       festgestellt wurde, erklärte die Biologin Julie McInnes. Dies zeige, dass
       sich das Vogelgrippe-Virus Richtung Osten weiter ausbreite. Auf die
       abgelegenen Inseln eingeschleppt wurde das Virus nach Angaben der
       Wissenschaftler vermutlich im August vergangenen Jahres durch infizierte
       Tiere von der 1.500 Kilometer nordwestlich gelegenen Crozet-Insel.
       
       Die unbewohnten Heard und McDonald-Inseln hatten im vergangenen Jahr
       [3][unverhofft international Schlagzeilen gemacht], als sie im April 2025
       in einer von US-Präsident Donald Trump veröffentlichten Liste von mit
       Strafzöllen belegten Ländern und Gebieten auftauchten. Die Inseln liegen
       rund 4.000 Kilometer südwestlich des australischen Festlands. Besucher
       brauchen eine Genehmigung der australischen Regierung.
       
       18 Jun 2026
       
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 (DIR) [1] https://www.antarctica.gov.au/news/2026/scientists-determine-extent-of-h5-avian-influenza-bird-flu-outbreak-at-heard-island-and-mcdonald-islands/
 (DIR) [2] /Vogelgrippe-gefaehrdet-auch-Nicht-Voegel/!6130108
 (DIR) [3] /Meme-ueber-Trump-Zoelle-auf-Social-Media/!6077696
       
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