# taz.de -- Landtagswahlen in Deutschland: Auf wen es jetzt ankommt
       
       > Zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
       > richten wir den Blick auf die demokratische Zivilgesellschaft – mit mehr
       > Berichterstattung und Veranstaltungen vor Ort.
       
 (IMG) Bild: In Sachsen-Anhalts Hauptstadt Magdeburg ist ein CSD mehr als „bloß“ eine Pride Parade
       
       [1][Aus der taz] | Auf dem diesjährigen [2][taz lab] im April haben wir es
       zum ersten Mal ausgesprochen: „Wetten, dass die Demokratie gewinnt?“ Mit
       dieser Wette und diesem Motto gehen wir in die Landtagswahlen, vor denen so
       viele Angst haben. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
       
       Denn wir sind überzeugt, dass diese Wahlen noch nicht entschieden sind.
       Dass die Zwangsläufigkeit, die in vielen Berichten durchklingt – Sieg der
       AfD, absolute Mehrheit, autoritäres Märchenland – längst nicht ausgemacht
       ist.
       
       Denn noch haben die Menschen nicht gewählt. Noch können die demokratischen
       Parteien mit guter Politik und gutem Wahlkampf überzeugen. Und, für uns das
       stärkste Argument: In beiden Bundesländern sind so viele, die für die
       Demokratie kämpfen und den aktuell befürchteten Durchmarsch der AfD
       aufhalten können.
       
       ## Wo die taz besonders aufmerksam bleibt
       
       Auf sie wollen wir in den kommenden Monaten die Scheinwerfer richten. Wir
       haben zu beiden Landtagswahlen wieder ein Sonderprojekt konzipiert.
       
       Denn ja, natürlich wählt auch Berlin im September ein neues Parlament. Und
       natürlich werden Sie [3][auch über die Wahlen in der Hauptstadt viel in der
       taz lesen]. Aber Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt verdienen unsere
       besondere Aufmerksamkeit, weil dort mit der ohnehin schon starken AfD noch
       mehr auf dem Spiel steht. Deswegen stellen wir das Projekt auch unter den
       Titel unserer Wette: „Wetten, dass die Demokratie gewinnt?“
       
       Wir berichten mehr als gewohnt, was in den beiden Bundesländern passiert,
       in der Zeitung, auf taz.de, in [4][unseren Podcasts] und [5][unseren
       Social-Media-Kanälen].
       
       Starten wollen wir offiziell in der wochentaz vom 11. Juli. Wir werden in
       dieser Ausgabe Leute vorstellen, über die es so oft heißt, auf sie komme es
       jetzt an: Menschen aus der Zivilgesellschaft.
       
       Zivilgesellschaft?
       
       Gerade in Ostdeutschland wollen viele mit diesem Titel, diesem Wort nichts
       zu tun haben. In ostdeutschen Ohren klingt es zu sehr nach Bürgeramt und zu
       wenig nach gelebter Demokratie. Gemeint sind diejenigen, die sich jeden Tag
       dem Rechtsdrall entgegenstellen – in den Schulen und Fußballstadien, in der
       Kneipe, der Feuerwehr, an der Tischtennisplatte. Es gibt diese Leute
       zuhauf.
       
       Die Liste der UnterzeichnerInnen für die Initiative „Sachsen-Anhalt.
       Weltoffen!“ ist so lang, dass wir sie in der Vorbereitung auf unser Projekt
       kaum erfassen konnten.
       
       ## Wir spenden an Leute unter Druck
       
       Gleichzeitig stehen diese Menschen gerade in Ostdeutschland extrem unter
       Druck. Sie werden verspottet und bekämpft, ihren Projekten werden Gelder
       entzogen, um sie zum Schweigen zu bringen. Insofern: Wer in Westdeutschland
       nach Möglichkeiten sucht, die Demokratie in Sachsen-Anhalt und
       Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen, sollte Geld spenden.
       
       Auch wir, die taz, spenden in diesem Sommer einen Teil unserer Einnahmen
       nach Ostdeutschland. Im August und September fließen 50 Prozent aller
       Einnahmen aus den Neuanmeldungen bei [6][unserem freiwilligen Bezahlmodell
       taz zahl ich] an die Initiative [7][Alles beginnt im Zentrum]. Mit diesem
       Fonds werden linke Orte unterstützt, selbstverwaltete Jugendklubs,
       nichtkommerzielle Kulturbühnen, queere Cafés.
       
       Den Sommer über wollen wir in der wochentaz außerdem jede Woche eine Person
       aus den beiden Bundesländern schreiben lassen.
       
       SchriftstellerInnen erzählen, wie sie auf ihre Heimat schauen,
       JournalistInnen schreiben darüber, was es bedeutet, dort über die AfD zu
       berichten. Mit unserem Korrespondenten [8][David Muschenich] verstärken wir
       unsere Präsenz in Sachsen-Anhalt, der Kollege [9][Rainer Rutz] wird für
       vier Wochen aus Schwerin schreiben.
       
       Kurz vor den Landtagswahlen bringen wir dann in beiden Bundesländern
       diejenigen auf die Bühne, die das Ruder noch rumreißen können:
       VertreterInnen der Zivilgesellschaft und die SpitzenkandidatInnen der
       demokratischen Parteien.
       
       Am 25. 08. sind wir im Moritzhof in Magdeburg, am 04. 09. im
       Peter-Weiß-Haus in Rostock präsent.
       
       Am 06. 09. wählt Sachsen-Anhalt, am 20. Mecklenburg-Vorpommern.
       
       Alles, was Sie dazu wissen müssen, lesen, hören und sehen Sie vorher in der
       taz. Damit ist es also offiziell: Top, die Wette gilt.
       
       🐾 Unser Schwerpunkt zu den Landtagswahlen: [10][taz.de/landtagswahl]
       
       29 Jun 2026
       
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       ## AUTOREN
       
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