# taz.de -- +++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Israel beharrt auf „Sicherheitszonen“
       
       > Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran erlebt seinen ersten Test.
       > Israel wird sich laut Verteidigungsminister Katz nicht aus dem Südlibanon
       > zurückziehen.
       
 (IMG) Bild: Israels Verteidigungsminister Israel Katz bei einem Truppenbesuch im Südlibanon Anfang Mai
       
       ## Hisbollah begrüßt Vereinbarung zwischen Iran und USA
       
       Die Hisbollah begrüßt die ‌Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran.
       In einer schriftlichen Erklärung teilt die vom ‌Iran unterstützte
       libanesische Organisation mit, das Abkommen habe zu einer umfassenden
       Waffenruhe an allen Fronten geführt, einschließlich des Libanons. Die
       Hisbollah warnt zudem Israel, sie werde keine Angriffe akzeptieren, die die
       Souveränität des Libanons verletzen oder auf die Bevölkerung abzielen. Die
       Einbeziehung des Libanons in das Abkommen spiegele das Engagement des Iran
       zur Beendigung des Krieges wider. (rtr)
       
       ## Iran: Libanon ist integraler Bestandteil eines Abkommens mit USA
       
       Der Iran ‌betrachtet den Libanon als integralen Bestandteil eines Abkommens
       mit den USA zur ‌Beendigung des Krieges. In dem Entwurf des Memorandums
       werde der Libanon dreimal erwähnt, sagt der Sprecher des iranischen
       Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Es fordere ein Ende des Krieges an
       allen Fronten sowie die Achtung der Souveränität und der territorialen
       Integrität des Landes. „Bezüglich der Art und des Mechanismus der
       Unterzeichnung des Memorandums wird heute und morgen eine endgültige
       Entscheidung getroffen, deren Ergebnisse offiziell bekannt gegeben werden.“
       Vor der für Freitag geplanten Unterzeichnung des Abkommens stünden zudem
       diplomatische Besuche in den Ländern der Region auf der Tagesordnung des
       Iran. (rtr)
       
       ## DIHK fordert nach Iran-Einigung verlässliche Handelsrouten
       
       Die ‌Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht in der
       angekündigten Einigung zwischen den ‌USA und dem Iran die Chance auf eine
       baldige Öffnung der Straße von Hormus. Dies könne den Weg dafür ebnen,
       „dass sich eine der wichtigsten Schlagadern des Welthandels bald wieder
       öffnet“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. „Für die Wirtschaft
       kommt es nun darauf an, dass die Passage ohne Einschränkungen wie Gebühren
       rasch, sicher und verlässlich wieder genutzt werden kann.“ Dies gelte
       ebenso für andere strategische Seewege, deren freie Befahrbarkeit eine
       zentrale Voraussetzung für stabile Lieferketten und den internationalen
       Handel sei. „Europa sollte sich gemeinsam mit seinen Partnern dafür
       einsetzen, diese Handelsrouten offen zu halten und Exportverbote für
       kritische Güter wie Energie, Rohstoffe, Lebensmittel oder Medizin zu
       verhindern.“ (rtr)
       
       ## Libanons Präsident: Iran-Abkommen muss Gewaltspirale beenden
       
       Libanons Präsident Joseph Aoun zufolge enthält die Absichtserklärung über
       einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran auch Passagen zu seinem
       Land. Die Menschen im Libanon erwarteten, dass diese Vereinbarungen in
       konkrete Schritte umgewandelt würden, um die Gewaltspirale zu beenden,
       mahnte der Staatschef in einem Statement. In der bislang nicht öffentlich
       gemachten Absichtserklärung, die Teheran und Washington über Nacht
       angekündigt hatten, werde anerkannt, „dass die Stabilität und Sicherheit
       des Libanon einen untrennbaren Bestandteil jedes ernsthaften Bemühens
       darstellen, um die Stabilität in der Region zu festigen“, schrieb Aoun.
       (dpa)
       
       ## Macron: Frankreich und Partner könnten Hormus-Einsatz rasch beginnen
       
       Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht sein Land in der Lage, die
       Wiederöffnung der Straße von Hormus rasch voranzutreiben. Frankreich und
       seine westlichen Verbündeten seien bereit, „sehr schnell zu handeln“, sagte
       er dem französischen Fernsehsender TF1 am Montag. Frankreich habe bereits
       Streitkräfte in der Region. Dazu gehöre auch der atomgetriebene
       Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Man könne Flugzeuge entsenden, eine
       Fregatte verlegen und Minenräumschiffe schicken. Zwei bis drei Tage nach
       einer Bestätigung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran könne
       ein Einsatz beginnen. (ap)
       
       ## Berlin hat noch keine Entscheidung über Aufhebung von Iran-Sanktionen
       getroffen
       
       Die Bundesregierung hat noch keine Entscheidung getroffen, ob sie
       Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm aufhebt. Die
       angekündigte Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sei „ein
       erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte der stellvertretende
       Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin. Weitere
       Verhandlungen müssten nun „sicherstellen, dass der Iran sein militärisches
       Nuklearprogramm nachprüfbar beendet“.
       
       Hille räumte ein, dass in den bisher berichteten Vereinbarungen zwischen
       den USA und dem Iran Punkte wie die Unterstützung des Irans für bewaffnete
       Gruppen in der Region und zum ballistischen Raketenprogramm fehlten. Es
       könne deshalb nicht davon gesprochen werden, dass die Bundesregierung
       „final zufrieden“ sei, sagte der Regierungssprecher. Alles was aber in die
       Richtung eines Friedensabkommen führe, sei positiv.
       
       Bei den Sanktionen gegen den Iran verwies Hille auf eine Erklärung
       Deutschlands mit Frankreich, Italien und Großbritannien zu der Einigung
       zwischen Washington und Teheran. Darin heißt es: „Wir stellen in Aussicht,
       entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare
       Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt.“ Auf die Frage, ob die
       Aufhebung der Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms damit an
       Bedingungen geknüpft sei, sagte Hille: „Genau so ist es.“ (afp)
       
       ## Israels Verteidigungsminister: Bleiben im Südlibanon
       
       Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz
       vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Katz
       reagierte damit auf eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran,
       die am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. Israel rechnet damit,
       dass eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auch mit einem Ende der
       Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz verknüpft wird. Katz erklärte
       weiter, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einig, dass
       die israelische Armee ohne zeitliche Begrenzung in den „Sicherheitszonen“
       im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleibe, um von dort aus die
       Grenze und die israelischen Gemeinden zu schützen.
       
       Katz bezeichnete die „Sicherheitszonen“ als die „größten Errungenschaften“
       der Armee in diesem Krieg. Israel lehne einen Rückzug aus dem Libanon ab,
       trotz aller bestehenden und noch kommenden Druckversuche. Katz warnte
       zudem, dass Israel mit „voller Wucht“ zurückschlagen werde, sollte der Iran
       das Land wegen „der Ereignisse im Libanon“ angreifen. Der israelische
       Finanzminister Bezalel Smotrich erklärte auf X, das Abkommen mit dem Iran
       sei schlecht für Israel und die gesamte freie Welt. Israel müsse „die
       Kampagne zum Sturz des Regimes“ im Iran selbst und auf kreative Weise
       fortsetzen und dafür sorgen, dass der Iran niemals Atomwaffen besitze. Der
       rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir erklärte auf X: „Wir sind
       keine Partner dieses Abkommens, das unsere Sicherheit nicht gewährleistet
       und für uns keinerlei bindende Wirkung hat.“ Israel dürfe sich mit nichts
       weniger als der Auflösung der libanesischen Hisbollah zufriedengeben. (dpa)
       
       ## BDI: Iran-Einigung wäre Entlastung
       
       Die Aussicht auf ein Abkommen im Iran-Krieg lässt ‌nach Ansicht des
       Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) vorsichtigen Optimismus zu.
       „Sollte die Einigung tatsächlich zustande kommen und sich die Lage
       stabilisieren, kann das zu einer spürbaren Beruhigung an den Energie- und
       Rohstoffmärkten führen“, sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. „Für
       die Industrie wäre das eine wichtige Entlastung, auch wenn die Wirkungen
       zum Teil erst mit zeitlicher Verzögerung spürbar werden.“ (rtr)
       
       ## Regierung hält Mandat für Hormus-Einsatz der Bundeswehr bis Freitag für
       möglich
       
       Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Bundeswehr bald an einem
       möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus
       beteiligen könnte. Nötig sei dafür ein Mandat des Bundestags, sagte der
       stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin. Er
       sei „optimistisch“, dass dieses gegebenenfalls auch bis Freitag
       verabschiedet werden könne, wenn das Abkommen zur Beendigung des
       Iran-Kriegs unterzeichnet werden soll. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass
       ein solches Mandat „ziemlich zügig herbeigeführt werden kann“, sagte Hille.
       Und die Reaktion auf die aktuelle Situation sei bereits intern vorbereitet
       worden. „Das ist ja jetzt keine Situation, die ganz neu vom Himmel fällt.“
       
       Die Bundeswehr hat mit Blick auf die mögliche Mission bereits das
       Minenjagd-Boot „Fulda“ und den Tender „Mosel“ im östlichen Mittelmeer
       stationiert. Sie bräuchten „sieben bis zehn Tage“, um das mögliche
       Einsatzgebiet zu erreichen, sagte ein Sprecher des
       Bundesverteidigungsministeriums. Andere in Aussicht gestellte Fähigkeiten
       wie Drohnen könnten aber „schneller auch da sein“. Voraussetzung sei jedoch
       das Bundestagsmandat. Die beiden Schiffe im östlichen Mittelmeer würden
       „dort aktuell personell und materiell für jede Entwicklung vorbereitet“,
       sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums weiter. Sie führten dazu
       Übungen durch. (dpa)
       
       ## UNO: Iran hat in diesem Jahr bereits 18 Demonstranten hingerichtet
       
       Der Iran hat seit Jahresbeginn nach UN-Angaben mindestens 40 Menschen unter
       Verweis auf die nationale Sicherheit hingerichtet, darunter 18
       Demonstranten. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk beklagte am Montag
       vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, die Menschen im Iran seien „gefangen
       zwischen Krieg und brutaler Unterdrückung“. Seit der blutigen
       Niederschlagung von Protesten im Januar hätten die iranischen Behörden ihr
       „brutales Vorgehen“ gegen Kritiker verstärkt, sagte Türk. Tausende Menschen
       seien festgenommen worden, für den öffentlichen Raum seien noch strengere
       Einschränkungen verhängt worden. Außerdem hätten die Behörden „seit
       Jahresbeginn mindestens 40 Menschen aus Gründen der nationalen Sicherheit
       hingerichtet, darunter 18 Protestierer“, sagte Türk. (afp)
       
       ## Kiesewetter sieht Desaster, Hardt sieht wichtigen Schritt
       
       CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat das Rahmenabkommen zwischen USA
       und dem Iran als „Desaster“ bezeichnet. „Der angebliche Friedensdeal von
       Donald Trump mit dem Iran ist ein sicherheitspolitischer Offenbarungseid“,
       sagte Kiesewetter dem Nachrichtenportal „t-online“. Trump betreibe Politik
       nach dem Prinzip „TACO“ – Trump Always Chickens Out. „Sobald ein brutales
       Regime droht, knickt er ein und opfert langfristige Sicherheitsinteressen
       für einen schnellen PR-Erfolg.“ Der „Terror des Regimes“ würde mit dem Deal
       noch belohnt. Kiesewetter sprach von einem „beispiellosen Verrat an der
       iranischen Bevölkerung“. Israel bleibe weiterhin existenziell gefährdet und
       die vom Iran unterstützten Gruppen könnten weiter die Region
       destabilisieren.
       
       Sein Parteikollege Jürgen Hardt hingegen sieht in der Vereinbarung einen
       ersten wichtigen Schritt und „eine gute Nachricht für Deutschlands
       Wirtschaft“. Teheran müsse klar sein, dass es seine Rolle in der Region
       überdenken müsse, sagte er „t-online“. Die USA würden beim G7-Gipfel
       skizzieren, wie sie sich europäische Unterstützung ihrer Bemühungen
       vorstellen. Mit Blick auf die Straße von Hormus sei Deutschland bereit,
       Verantwortung zu übernehmen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte
       die Einigung begrüßt und eine „zielstrebige“ Umsetzung des Abkommens
       gefordert. (dpa)
       
       ## Bundesregierung bekräftigt Ziel einer gebührenfreien Durchfahrt
       
       Nach der Einigung auf eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Iran-Kriegs
       hat die Bundesregierung die Notwendigkeit einer gebührenfreien Durchfahrt
       durch die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bekräftigt. Die
       Meerenge müsse „dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt
       geöffnet werden“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian
       Hille am Montag in Berlin. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes verwies
       darauf, dass die Bundesregierung sich in der Vergangenheit dabei immer für
       eine „gebührenfreie Schifffahrt“ eingesetzt habe. (afp)
       
       ## Trump weist Vergleich mit Iran-Abkommen unter Obama zurück
       
       US-Präsident Donald Trump hat einen Vergleich seiner Iran-Vereinbarung mit
       dem internationalen Atomabkommen unter seinem Vorgänger Barack Obama
       zurückgewiesen. „Wir haben aus einer Position der Stärke verhandelt“, sagte
       Trump in einem neuen Interview der „New York Times“. Obama habe dem Iran im
       Grunde genommen einfach nur Geldgeschenke gemacht. Trump hatte Obama heftig
       für das Atomabkommen von 2015 kritisiert, das seiner Meinung nach Teheran
       nicht daran gehindert habe, auf die Entwicklung einer Atomwaffe
       hinzuarbeiten, und Milliarden in die Kassen der Islamischen Republik
       gespült habe.
       
       Im Jahr 2018 stieg Trump einseitig aus dem Abkommen aus, das auch
       Großbritannien, China, Frankreich, Deutschland, Russland und die
       Europäische Union unterzeichnet hatten. Es wird erwartet, dass auch Trumps
       Abkommen gewisse Sanktionserleichterungen und wirtschaftliche Anreize für
       Teheran beinhalten wird, sofern das Land bestimmte Vorgaben erfüllt. (ap)
       
       ## Fars: Gebühren für Straße von Hormus in Vereinbarung mit den USA
       hinzugefügt
       
       In das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für eine Beendigung des
       Krieges ist iranischen Angaben zufolge im letzten Moment eine Klausel über
       Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus hinzugefügt worden. Dies
       meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars am Montag unter
       Berufung auf informierte Kreise. Der Text der Einigung sei im letzten
       Moment geändert worden, „um die Frage der iranisch-omanischen Souveränität
       über die Straße von Hormus klar und ausdrücklich hervorzuheben“. „Die
       Verwendung des Begriffs ‚maritime Dienstleistungen‘ (in der endgültigen
       Fassung) bedeutet, dass die Vereinigten Staaten akzeptiert haben, dass
       Gebühren an den Iran gezahlt werden“, erklärte Fars weiter. (afp)
       
       ## Iran-Abkommen: China fordert Einhaltung von Zeitplan
       
       Nach der grundsätzlichen Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den
       Vereinigten Staaten und dem Iran hat China gefordert, den Zeitplan auch
       einzuhalten. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian,
       sagte am Montag, die Volksrepublik hoffe, dass die USA und der Iran die
       vorläufige Absichtserklärung wie geplant unterzeichnen und die sichere und
       freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus so bald wie möglich
       wiederhergestellt werde. Vorgesehen ist die Unterzeichnung laut dem
       Vermittler Pakistan für Freitag in Genf. Beobachter äußerten die Sorge, das
       es bis dahin wieder zu einer Eskalation kommen könnte. Der Iran betonte, er
       werde erst ab der Unterzeichnung mit der Umsetzung beginnen. Israels
       Verteidigungsminister Israel Katz sagte, das israelische Militär werde im
       Süden des Libanons eroberte Gebiete sowie Stellungen in Syrien und im
       Gazastreifen „auf unbestimmte Zeit“ besetzt halten. (ap)
       
       ## Barrot ruft Konfliktparteien auf: Vereinbarung respektieren
       
       Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot hat nach der Einigung auf
       ein Rahmenabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zu einem
       Ende der Gefechte an allen Fronten aufgerufen, auch im Libanon. „Alle
       Konfliktparteien müssen diese Einigung respektieren“, sagte Barrot am
       Montag bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg. Barrot
       sagte, der Krieg im Iran habe „viel zu lange“ die Preise für Treibstoff und
       Düngemittel in die Höhe getrieben. Sollte es zu einem langfristigen
       Waffenstillstand kommen, könnten Dutzende von Ländern wie Frankreich und
       Großbritannien Schiffe entsenden, um die Freiheit der Schifffahrt in der
       Straße von Hormus zu schützen. (ap)
       
       ## Luxemburgs Außenminister zu USA-Iran: „Bis Freitag noch lange hin“
       
       Der luxemburgische Außenminister Xavier Bettel hat sich skeptisch geäußert,
       ob ein Rahmenabkommen für ein Ende des Krieges zwischen den USA und dem
       Iran, das am Freitag unterzeichnet werden soll, auch tatsächlich zustande
       kommt. „Bis Freitag ist es noch lange hin“, sagte Bettel am Montag bei
       einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg. (ap)
       
       ## Bundesbankchef warnt vor verfrühter Hoffnung nach Iran-Deal
       
       Nach dem Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA dämpft
       Bundesbankpräsident Joachim Nagel die Hoffnung auf eine schnelle
       Entspannung bei der Inflation und auf den Ölmärkten. Zwar zeichne sich nun
       ein Waffenstillstand und eine Öffnung der Straße von Hormus ab, sagte Nagel
       auf dem „Euro Finance Summit“ in Frankfurt. „Dennoch: Selbst wenn die
       Meerenge von Hormus demnächst wieder befahrbar sein sollte, wird es Monate
       dauern, bis sich das Ölangebot wieder normalisiert“, sagte Nagel. „Zumal
       Produktionsstätten in der Region teilweise beschädigt oder außer Betrieb
       gesetzt wurden und Reserven kleiner werden.“ (dpa)
       
       ## Israels Verteidigungsminister: Bleiben im Südlibanon
       
       Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz
       vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Katz
       reagierte damit auf eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran,
       die am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. Israel rechnet damit,
       dass eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auch mit einem Ende der
       Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz verknüpft wird. Katz erklärte
       weiter, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einig, dass
       die israelische Armee ohne zeitliche Begrenzung in den „Sicherheitszonen“
       im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleibe, um von dort aus die
       Grenze und die israelischen Gemeinden zu schützen.
       
       Katz bezeichnete die „Sicherheitszonen“ als die „größten Errungenschaften“
       der Armee in diesem Krieg. Israel lehne einen Rückzug aus dem Libanon ab,
       trotz aller bestehenden und noch kommenden Druckversuche. Katz warnte
       zudem, dass Israel mit „voller Wucht“ zurückschlagen werde, sollte der Iran
       das Land wegen „der Ereignisse im Libanon“ angreifen. (dpa)
       
       ## Von der Leyen fordert freie Schifffahrt nach Iran-Einigung
       
       EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Einigung zwischen
       den USA und dem Iran begrüßt und eine sofortige Wiederöffnung der Straße
       von Hormus gefordert. „Die Freiheit der Schifffahrt muss ohne
       Durchfahrtsgebühren wiederhergestellt werden“, schrieb die deutsche
       Politikerin in den sozialen Netzwerken. Außerdem schrieb von der Leyen:
       „Natürlich kann es keinen Frieden im Nahen Osten geben, solange der Libanon
       in Flammen steht.“ Europa fordere erneut alle Parteien auf, die
       Souveränität und territoriale Integrität des Libanon zu achten und einen
       echten Waffenstillstand umzusetzen. (dpa)
       
       ## Stadt im Südlibanon: „Unter keinen Umständen“ zurückkehren
       
       Trotz des zwischen den USA und Iran verkündeten Rahmenabkommens besteht im
       Libanon weiter Sorge vor neuen israelischen Angriffen. Die Stadt Nabatija
       rief Anwohner heute auf, wegen anhaltender Gefahr „unter keinen Umständen“
       in ihre Häuser zurückzukehren. „Wir verstehen das Ausmaß Ihres Leidens
       vollkommen und sind zutiefst dankbar für Ihre Geduld und Ausdauer“, hieß es
       in einer Mitteilung der Gemeinde. Israel setzte die Angriffe im Süden des
       Landes laut Augenzeugen und Berichten der Staatsagentur NNA auch nach
       Verkündung des vorläufigen Abkommens zwischen den USA und dem Iran fort.
       Von Israel gab es dazu zunächst keine Bestätigung. In der Gegend um
       Nabatija kommt es seit Wochen zu Kämpfen zwischen Israels Armee und der
       Hisbollah. (dpa)
       
       ## Behörden im Südlibanon warnen Vertriebene vor verfrühter Rückkehr
       
       Trotz der Einigung zwischen ‌den USA und dem Iran auf ein Ende des Krieges
       warnen die Behörden im Südlibanon Vertriebene vor einer voreiligen
       Rückkehr. Grund ist die Ankündigung Israels, seine Truppen nicht aus dem
       Süden des Nachbarlandes abzuziehen. Kommunalverwaltungen im Südlibanon
       rufen die Bevölkerung auf, vorerst nicht zurückzukehren, wie die amtliche
       Nachrichtenagentur NNA meldet. Durch die israelische Offensive gegen die
       vom Iran unterstützte Hisbollah wurden im Libanon rund 1,2 Millionen
       Menschen vertrieben. (rtr)
       
       ## Deutsche Reeder mit Blick auf Hormus vorsichtig optimistisch
       
       Der Verband Deutscher Reeder zeigt ‌sich mit Blick auf eine Wiedereröffnung
       der Straße von Hormus vorsichtig optimistisch. „Die Signale aus den
       Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt
       Hoffnung“, erklärt der Verband. Ob die für Freitag angekündigte
       Vereinbarung zu einer dauerhaft sicheren und verlässlichen Passage durch
       die Straße von Hormus führe, müsse sich erst noch beweisen. „Wir sind aber
       vorsichtig optimistisch.“ Große Reedereien sind auf Alternativrouten
       ausgewichen und haben stets betont, für eine Rückkehr in die Straße von
       Hormus müsse die Sicherheit ihrer Crews gewährleistet sein. Deutschlands
       größte Containerreederei Hapag-Lloyd hatte vergangene Woche erklärt, selbst
       nach einer Wiedereröffnung der Meerenge werde eine Rückkehr zur Normalität
       nach der monatelangen Blockade mindestens drei Monate dauern. (rtr)
       
       ## Wadephul: Gewissheit beim Iran-Abkommen erst am Freitag
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht in dem Rahmenabkommen zwischen
       den USA und dem Iran „eine Chance für die gesamte Region“, warnt aber vor
       voreiliger Euphorie. Die vorläufige Verständigung sei eine gute Nachricht –
       Gewissheit über die Substanz der Einigung werde man aber erst am Freitag
       haben, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit seinen
       EU-Amtskollegen in Luxemburg. „Ich kann alle Seiten nur aufrufen, diese
       Chance nicht verstreichen zu lassen“, sagte Wadephul. Das gelte auch für
       den Libanon. „Der Iran muss jetzt auf die Hisbollah so einwirken, dass auch
       sichergestellt ist, dass es keine weiteren Attacken auf Israel gibt.“
       Gleichzeitig gebe es für Israel keinen Anlass, Angriffe im Libanon
       auszuüben. (dpa)
       
       ## Starmer begrüßt Durchbruch bei Gesprächen zwischen USA und Iran
       
       Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Einigung auf ein
       Rahmenabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran begrüßt. Dies
       sei eine äußerst wichtige Chance, die Stabilität in der Region zu sichern,
       sagte Starmer am Montag bei einer Pressekonferenz in seinem Büro in der
       Downing Street Nr. 10. Es sei entscheidend, dass alle Parteien in der
       Region die Gelegenheit nutzten, um die Freiheit der Schifffahrt in der
       Straße von Hormus wiederherzustellen. „Wir werden nun eng mit unseren
       Partnern zusammenarbeiten, um dieses Abkommen zu unterstützen und
       sicherzustellen, dass es zu einem dauerhaften, beständigen Frieden führt“,
       sagte er. (ap)
       
       ## Rahmenabkommen zwischen Iran und USA vereinbart – Unterzeichnung für
       Freitag geplant
       
       Ein „sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges“: Nach wochenlangen
       Verhandlungen haben sich die USA und Iran auf ein Rahmenabkommen geeinigt.
       Eine Einigung mit Iran sei „jetzt vollständig“, erklärte [1][US-Präsident
       Donald Trump] am Sonntag. Die Sperrung der Straße von Hormus für die
       Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch
       die US-Marine, fügte er hinzu. Die Unterzeichnung des Abkommens ist laut
       dem [2][Vermittler Pakistan] für Freitag in Genf in der Schweiz geplant.
       Staaten weltweit begrüßten die Einigung.
       
       Die Einigung umfasst laut dem pakistanischen Premierminister Shebaz Sharif
       eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des
       Libanon. Vereinbart sei ein „sofortiges und dauerhaftes Ende“ der
       Militäreinsätze an allen Fronten. Bei einer Reihe von Treffen in den
       kommenden Tagen sollte „die Grundlage für technische Gespräche“ gelegt
       werden. Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, er erteile
       „hiermit die volle Genehmigung zur abgabenfreien Öffnung der Straße von
       Hormus“. Zeitgleich genehmige er die sofortige Aufhebung der Blockade durch
       die US-Marine. „Schiffe der Welt, lasst eure Motoren an. Lasst das Öl
       fließen!“.
       
       Der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi sagte in der Nacht im
       Staatsfernsehen, das Abkommen bedeute „das sofortige und dauerhafte Ende
       des Krieges und der Militäreinsätze an den verschiedenen Fronten
       einschließlich des Libanon“. Er erklärte Iran zum Sieger in dem seit mehr
       als drei Monaten andauernden Krieg. Die USA und Israel hätten ihre
       Kriegsziele dagegen nicht erreicht. Zugleich sagte Gharibabadi, das
       Rahmenabkommen ebne lediglich den Weg für den Beginn von Gesprächen
       innerhalb von 60 Tagen über ein Friedensabkommen. „Die Verhandlungen werden
       innerhalb von 60 Tagen beginnen, um zu einem endgültigen Abkommen zu
       gelangen“, sagte er. Zusätzlich nannte er vier für Teheran wichtige Punkte:
       die Aufhebung aller Sanktionen gegen Iran, das iranische Atomprogramm, den
       „Wiederaufbau“ und die „wirtschaftliche Entwicklung“ Irans sowie „die
       Einrichtung eines Überwachungsmechanismus“ zur Umsetzung der Vereinbarung.
       
       Der genaue Inhalt des Rahmenabkommens war zunächst weiter unklar. Die
       iranische staatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die USA würden vor
       Beginn der Verhandlungen zwölf Milliarden Dollar (10,3 Milliarden Euro) an
       eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigeben. Mehr berief sich dabei
       auf ein 14-Punkte-Memorandum zwischen den beiden Staaten.
       
       Die USA und Israel hatten den Krieg am 28. Februar mit Luftangriffen auf
       Iran begonnen. Iran reagierte mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel,
       auf US-Einrichtungen in der Region sowie auf Ziele in mehreren Ländern der
       Golfregion. Seit dem 8. April [3][galt eine brüchige Waffenruhe]. (afp)
       
       ## Einigung in Nahost treibt Börsen in Japan und Südkorea an
       
       Die Leitindizes der Börsen in Japan und Südkorea haben infolge der Einigung
       zwischen den USA und Iran deutlich zugelegt. Der japanische Nikkei 225
       legte in den zwei Stunden nach Handelsstart (Ortszeit 11:30) um 5,3 Prozent
       zu, der südkoreanische Kospi stieg zum selben Zeitpunkt um 5 Prozent. Auch
       in China und Hongkong ging es nach oben, wenn auch weniger deutlich: Der
       Shanghai Composite lag rund 30 Minuten nach Handelsstart mit 1,1 Prozent im
       Plus, der Hang-Seng-Index in Hongkong gewann 0,8 Prozent. Zeitgleich sanken
       die Ölpreise deutlich. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der
       Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen 83,6
       US-Dollar. Das sind rund 4,2 Prozent weniger als noch am Vortag. (dpa)
       
       ## Irans Nationaler Sicherheitsrat gibt Einigung auf Absichtserklärung
       bekannt
       
       Der Nationale Sicherheitsrat Irans gibt die Einigung auf den Text der
       Absichtserklärung mit den USA bekannt. Die Unterzeichnung sei für den 19.
       Juni geplant, teilt das Gremium mit und bestätigt damit die Angaben des
       pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif. Damit würden nach
       iranischen Angaben der Krieg und die militärischen Operationen an allen
       Fronten, einschließlich des Libanon, ab sofort und dauerhaft enden. Zudem
       werde die Seeblockade gegen Iran unverzüglich und vollständig aufgehoben.
       Gespräche über ein endgültiges Abkommen würden beginnen, sobald die USA
       ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung erfüllt hätten. Zuvor hatte
       Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen bereits
       ein sofortiges Ende des Krieges in der Nacht zum Montag angekündigt. (rtr)
       
       ## Deutschland und weitere westliche Staaten bereit für Aufhebung von
       Iran-Sanktionen
       
       Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben nach der
       Verkündung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran ihre
       Bereitschaft zur Aufhebung von Sanktionen gegen Iran erklärt. „Wir stellen
       in Aussicht, entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und
       überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt“, teilten
       die Staats- und Regierungschefs der vier Länder in einer gemeinsamen
       Erklärung in der Nacht zum Montag mit. Iran dürfe niemals in den Besitz
       einer Atomwaffe gelangen, hieß es in der Erklärung weiter. Die Staats- und
       Regierungschefs erklärten, hierzu mit den USA, Iran und der Internationalen
       Atomenergiebehörde (IAEA) zusammenarbeiten zu wollen. Sie wollten diese
       Gelegenheit nutzen, „eine dauerhafte diplomatische Lösung zu erreichen“.
       (afp)
       
       ## Ölpreise fallen nach Friedensabkommen zwischen USA und Iran deutlich
       
       Die ‌Aussicht auf ‌ein Ende des Krieges zwischen den USA und Iran sowie die
       Wiedereröffnung der Straße von Hormus hat die Ölpreise am Montag auf den
       tiefsten Stand seit März gedrückt. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligte
       sich um 4,10 Prozent auf 83,75 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl
       der Sorte WTI gab ‌um 4,72 Prozent auf 80,87 Dollar nach. (rtr)
       
       ## UN-Generalsekretär Guterres nennt Iran-Abkommen „entscheidenden Schritt“
       
       UN-Generalsekretär António Guterres hat das verkündete Rahmenabkommen
       zwischen den USA und Iran begrüßt. „Dies ist ein entscheidender Schritt hin
       zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts“, erklärte Guterres am Sonntag
       (Ortszeit) in New York. Er äußerte die Hoffnung, dass alle Parteien nun
       „ihre Anstrengungen für eine endgültige Lösung des Konflikts verdoppeln“
       würden. Die Vereinten Nationen stünden bereit, für einen dauerhaften und
       umfassenden Frieden Unterstützung zu leisten, ergänzte Guterres. Er
       würdigte insbesondere die „konstruktive Rolle Pakistans, Katars, Ägyptens,
       Saudi-Arabiens, der Türkei und anderer Länder der Region“, die die
       Verhandlungen zwischen den USA und Iran unterstützt hätten. (afp)
       
       ## Iran: Rahmenabkommen unter Führung von Chamenei finalisiert
       
       Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das
       Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba
       Chamenei finalisiert. Die Verhandlungen seien am Sonntagabend zum Abschluss
       gekommen, hieß es in einer Stellungnahme des Sicherheitsrates, die von der
       iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde. Das
       Rahmenabkommen umfasse ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten,
       eingeschlossen dem Libanon. Dies gelte sofort und dauerhaft. Zudem werde
       die US-Seeblockade sofort und vollständig aufgehoben, hieß es weiter. Von
       Zugeständnissen der iranischen Seite war in dem Schreiben keine Rede.
       
       Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut Tasnim, die
       iranischen Verpflichtungen des Abkommens würden erst nach einer
       Unterzeichnung am Freitag in Kraft treten. In einem weiteren Tasnim-Bericht
       war unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung
       der Straße von Hormus nach einer Unterzeichnung des Rahmenabkommens die
       Rede. (dpa)
       
       ## Merz bezeichnet Einigung zwischen USA und Iran als diplomatischen
       Durchbruch
       
       Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßt das geplante Abkommen zwischen
       den USA und Iran. Merz gratuliert beiden Seiten zur erzielten Einigung auf
       X und bezeichnet diese als diplomatischen Durchbruch. „Das kann den Weg zur
       Erholung der Weltwirtschaft und Stabilisierung der Region bahnen. Es gilt,
       das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen“, schreibt der Bundeskanzler auf der
       Plattform. (rtr)
       
       ## Macron pocht auf rasche Umsetzung des US-Iran-Abkommens
       
       Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine rasche und vollständige
       Umsetzung des Abkommens zwischen den USA und Iran gefordert. Es müsse die
       dringende und bedingungslose Wiederöffnung der Straße von Hormus
       ermöglichen; Frankreich sei über die gemeinsam mit Großbritannien
       eingerichtete internationale Marinemission bereit, dies zu begleiten,
       teilte Macron in der Nacht mit. Die Wiederaufnahme des Seeverkehrs ohne
       Einschränkungen und Mautgebühren sei eine unverzichtbare Voraussetzung für
       die regionale Stabilität und die Weltwirtschaft, erklärte der französische
       Präsident.
       
       Das Abkommen ebne zudem den Weg für umfassende Verhandlungen im Dienste des
       Friedens und der Sicherheit aller im Nahen Osten. Diese Verhandlungen
       müssten es ermöglichen, auf die Bedenken hinsichtlich der Nuklear- und
       Raketenprogramme Irans sowie seiner Politik der regionalen Destabilisierung
       einzugehen. Zu einer Friedenslösung gehöre auch die Wiederherstellung der
       staatlichen Souveränität des Libanons. Ein robuster und dauerhafter
       Waffenstillstand sei dafür unerlässlich, sagte Macron. (dpa)
       
       ## Trump: Straße von Hormus soll Freitag zur Minenräumung öffnen
       
       US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass die Straße von Hormus nicht
       sofort für Öltanker öffnen wird. Die Meerenge werde mit der geplanten
       Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Iran am Freitag „zum Zweck der
       Minenräumung“ geöffnet, schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) in seinem
       Onlinedienst Truth Social. Danach werde das Öl „auf beiden Seiten für die
       Region und die Welt fließen“, erklärte er. Nach Angaben der US-Plattform
       „Axios“ sieht das Rahmenabkommen eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen
       den USA und Iran um 60 Tage vor. Danach sollten Atomgespräche mit Iran
       beginnen. Die eigentliche Öffnung der Straße von Hormus für den
       Tankerverkehr könnte demnach einige Zeit in Anspruch nehmen. Neben der
       Minenräumung sei auch die Reparatur von Infrastruktur nötig, zudem müsse
       die Meerenge abgesichert werden, berichtete die Plattform.
       
       Vizepräsident J.D. Vance sagte dem Sender Fox News zur Frage, wer der
       Unterzeichnung von US-Seite beiwohnen werde: „Ich habe auf jeden Fall vor,
       dort zu sein, aber es ist möglich, dass der Präsident selbst dort sein
       könnte.“ Trump nimmt ab Montag im französischen Evian am Gipfeltreffen der
       G7-Länder teil. Evian liegt rund 40 Kilometer nordöstlich von Genf. In dem
       Schweizer Ort soll die Rahmenvereinbarung über ein Ende des Irankriegs am
       Freitag nach pakistanischen Angaben unterschrieben werden. Trump und die
       pakistanische Regierung hatten die Einigung zuvor verkündet. (afp)
       
       ## Medien: Trump droht bei Scheitern des Atomabkommens mit erneuten
       Angriffen
       
       US-Präsident Donald Trump droht einem Medienbericht zufolge Iran mit neuen
       militärischen Angriffen, falls kein endgültiges Atomabkommen mit den USA
       zustande kommt. Alternativ würden die USA gegen eine Beteiligung von 20
       Prozent an den Einnahmen der Region als „Wächter des Nahen Ostens“
       auftreten, sagt Trump der Zeitung New York Times. Die von ihm erzielte
       Vereinbarung mit der Regierung in Teheran stelle letztlich sicher, dass die
       Straße von Hormus „dauerhaft gebührenfrei“ bleibe, erklärt er weiter. Zudem
       habe er Israel trotz der Einwände des israelischen Ministerpräsidenten
       Benjamin Netanjahu vor der nuklearen Vernichtung bewahrt.
       
       Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag gegenüber der New York Times,
       sollte Iran kein endgültiges Atomabkommen mit den Vereinigten Staaten
       erzielen, werde er die Militärangriffe auf Teheran ‌wieder aufnehmen oder
       die Vereinigten Staaten im Gegenzug für 20 Prozent der Einnahmen der Region
       zum „Hüter des Nahen Ostens“ machen.
       
       ## Straße von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden
       
       Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus soll
       erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag
       geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte
       US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach
       werde das Öl wieder frei fließen, zugunsten der Region und der ganzen Welt.
       Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf
       namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer
       Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag. (dpa)
       
       ## Trump und Vermittler Pakistan verkünden Einigung auf Abkommen zu
       Iran-Kriegsende
       
       Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und Iran nach Angaben
       von US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des
       Irankrieges geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei „jetzt vollständig“,
       erklärte Trump am Sonntag.
       
       Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt hatte, verkündete ebenfalls eine
       Einigung. Diese umfasse eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region
       einschließlich des Libanon, erklärte Premierminister Shebaz Sharif. Bei
       einer Reihe von Treffen in den kommenden Tagen sollten Vertreter beider
       Seiten „die Grundlage für technische Gespräche“ legen. Am kommenden Freitag
       solle das Rahmenabkommen in Genf in der Schweiz unterzeichnet werden. (afp)
       
       ## Trump wütend auf Israel wegen Libanon-Angriff: „kein Urteilsvermögen“
       
       US-Präsident Donald Trump hat den Gegenangriff Israels im Libanon
       verurteilt. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen,
       „insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen
       mit dem Iran so nahe sind“, schrieb der Republikaner auf der Plattform
       Truth Social. Das Portal „Axios“ zitierte Trump wenig später zum Vorgehen
       Israels mit den Worten: „Das ist so schlimm – ich konnte es nicht fassen.
       Eine Stunde, bevor wir das Abkommen unterzeichnen sollten.“ Über den
       israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sagte er weiter: „Warum
       musste Bibi einen verdammten Angriff starten? Ich war so stinksauer. Ich
       habe ihn das wissen lassen. Er hat absolut kein Urteilsvermögen.“
       
       Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels
       griff die israelische Luftwaffe am Sonntag erneut Ziele im Raum der
       libanesischen Hauptstadt Beirut an. Trump schrieb auf Truth Social, Israel
       habe das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, jedoch sei die
       Attacke, auf die das Land reagiert habe, bedeutungslos gewesen – niemand
       sei getötet oder verletzt worden. Trump rief zugleich alle Seiten auf, sich
       zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit dem Iran zu
       schließen, das Frieden für die Region – den Libanon eingeschlossen –
       bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon
       geben, schrieb der US-Präsident weiter, und es solle auch keine Angriffe
       anderer Parteien, einschließlich der Hisbollah, gegen Israel mehr geben.
       (dpa)
       
       15 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Krieg-in-Iran/!6186938
 (DIR) [2] /Vermittler-gibt-sich-zuversichtlich/!6186911
 (DIR) [3] /Abkommen-Iran---USA/!6186784
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Nahost-Konflikt
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Libanon
 (DIR) Israel
 (DIR) Donald Trump
 (DIR) Reden wir darüber
 (DIR) Los Angeles
 (DIR) G7-Gipfel
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Iran-USA-Abkommen: 1:0 für Teheran
       
       In gewohntem Größenwahn verkündet US-Präsident Trump das Friedensabkommen
       mit Iran. Dabei sind die Konsequenzen des Deals eine Katastrophe.
       
 (DIR) Musik der iranischen Diaspora in LA: Sehnsucht, Schmerz und Hoffnung auf den Neuanfang
       
       Die Compilation „Tehrangeles Vice (Iranian Diaspora Pop 1983–1993)“ wirft
       ein Schlaglicht auf den upliftenden Sound der iranischen Exilgemeinde von
       Los Angeles.
       
 (DIR) G7-Gipfel in Frankreich: Im Fokus steht nur einer
       
       Bis Mittwoch treffen sich die G7-Staaten in Evian, um über Nahost, die
       Ukraine und China zu beraten. Wie geschlossen können die Industrienationen
       trotz Trump auftreten?
       
 (DIR) +++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Israel greift Vororte Beiruts an
       
       Nach neuen Drohnenangriffen bombardiert Israel mutmaßliche
       Hisbollah-Einrichtungen in der libanesischen Hauptstadt. Ringen um
       USA-Iran-Deal geht weiter.