# taz.de -- +++Nachrichten im Ukrainekrieg+++: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien
> Die Nato verurteilt Moskaus „Rücksichtslosigkeit“, Rumänien bestellt den
> Botschafter ein. Russland greift außerdem türkisches Frachtschiff an.
(IMG) Bild: Nach dem Drohneneinschlag im Wohnhaus in Rumänien
Die Nato hat den Absturz einer russischen Drohne in ein Wohnhaus im
Nato-Mitgliedsland Rumänien [1][bei russischen Angriffen] auf grenznahe
ukrainische Infrastruktur bestätigt und Moskaus „Rücksichtslosigkeit“
verurteilt. Das westliche Militärbündnis werde seine Verteidigung „gegen
alle Bedrohungen weiter verstärken, einschließlich Drohnen“, erklärte
Nato-Sprecherin Allison Hart zudem am Freitag in Onlinediensten. Sie fügte
hinzu, dass Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit den rumänischen Behörden
wegen des Vorfalls in Kontakt stehe.
Nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat
Russland bei seinem seit mehr als vier Jahren andauernden „Angriffskrieg
eine weitere Grenze überschritten“. „Wir stehen uneingeschränkt solidarisch
an der Seite Rumäniens und seiner Bevölkerung“, versicherte von der Leyen
in Onlinediensten. [2][Die EU werde ihre „Sicherheits- und
Abschreckungsmaßnahmen“ weiter verstärken], insbesondere an ihrer
Ostflanke. Zugleich kündigte sie an, dass die EU den Druck auf Russland
„weiter erhöhen“ werde.
[3][Auch Moldaus Präsidentin Maia Sandu äußerte sich besorgt angesichts des
Vorfalls im Nachbarland Rumänien.] Die frühere Sowjetrepublik grenzt sowohl
an Rumänien als auch an die Ukraine. Sie verurteilte „aufs Schärfste den
russischen Drohnenangriff auf rumänische Privatwohnungen“, erklärte Sandu
im Onlinedienst X. „Das ist ein ernster Vorfall“, warnte sie. Die Republik
Moldau stehe „voll und ganz an der Seite Rumäniens“. Russland sei „eine
Gefahr für alle und muss gestoppt werden“.
Eine russische Drohne hatte in der Nacht zu Freitag ein Wohnhaus im EU- und
Nato-Mitgliedsland Rumänien getroffen. Dabei seien zwei Menschen verletzt
worden, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Der Vorfall
habe sich bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen „auf zivile Ziele und
Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien“
ereignet. Das rumänische Außenministerium warf Russland eine
„schwerwiegende und unverantwortliche Eskalation“ vor. (afp)
## Drohnen-Einschlag: Rumänien verlangt mehr Mittel zu Abwehr
Nach dem Absturz einer russischen Drohne auf ein Wohnhaus im ostrumänischen
Galați verlangt das EU- und Nato-Land mehr Mittel zur Abwehr. Wie das
Außenministerium in Bukarest mitteilte, habe man das
Nato-Generalsekretariat über den Vorfall informiert und um die
Beschleunigung des Transfers von Drohnenabwehrtechnik nach Rumänien
gebeten.
Rumänien werde diese „gravierende Verletzung des internationalen Rechts und
seines Luftraums mit diplomatischen Maßnahmen beantworten“, hieß es weiter
in der Erklärung des Außenministeriums bei Facebook. „Die Russische
Föderation trägt die direkte Verantwortung für diese schlimme und
verantwortungslose Aktion. Rumänien wird mit maximaler Entschlossenheit
dafür eintreten, dass der internationale Druck auf die Russische Föderation
zum sofortigen und umfassenden Ende des Beschusses verstärkt wird.“
Der Einschlag der Drohne in Galați löste einen Brand im zehnten Stock des
Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das
Innenministerium in Bukarest mitteilte. Ein auf Explosionen spezialisiertes
Ermittlerteam machte sich in der Nacht auf dem Weg zum Einsatzort. Galați
liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind
jeweils nur wenige Kilometer entfernt. (dpa)
## Rumänien bestellt russischen Botschafter ein
Nach dem Absturz einer russischen Drohne in ein Wohnhaus mit zwei
Verletzten hat Rumänien den russischen Botschafter einbestellt. „Wir werden
offiziell mitteilen, welche Folgen diese Verantwortungslosigkeit seitens
der Russischen Föderation für die diplomatischen Beziehungen zwischen
unseren Ländern haben wird sowie die nächsten Schritte auf europäischer
Ebene bezüglich der Sanktionspakete“, erklärte Rumäniens Außenministerin
Oana Toiu am Freitag im Onlinedienst X. Sie bezeichnete den Vorfall als
„äußerst schwerwiegend“.
Eine russische Drohne hatte in der Nacht zu Freitag ein Wohnhaus im EU- und
Nato-Mitgliedsland Rumänien getroffen. Dabei seien zwei Menschen verletzt
worden, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Der Vorfall
habe sich bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen „auf zivile Ziele und
Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien“
ereignet. Das rumänische Außenministerium warf Russland eine
„schwerwiegende und unverantwortliche Eskalation“ vor. (afp)
## Ukrainische Marine: Russischer Drohnenangriff auf türkisches
Frachtschiff
Ein russischer Drohnenangriff hat ukrainischen Angaben zufolge einen Brand
auf einem türkischen Frachtschiff ausgelöst. Zwei Besatzungsmitglieder
seien verletzt worden, erklärte die ukrainische Marine am Freitag im
Onlinedienst Telegram. Sie habe die beiden Besatzungsmitglieder in ein
medizinisches Zentrum gebracht.
Die ukrainische Marine bezeichnete den Vorfall als „gezielten Angriff“
Russlands auf das unter der Flagge von Vanuatu fahrende Schiff, das
türkische Eigentümer hat. Das Schiff habe einen Hafen in der Region Odessa
verlassen und sei auf dem Weg in Richtung Türkei gewesen. (afp)
## Tote in Region Donezk
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der
ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei
Menschen getötet worden. Die Mitarbeiter eines Wasserversorgers seien in
einem Auto in Wuhlehirsk nördlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen, als
dieses von Drohnen getroffen worden sei, teilte der von Russland
eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin über den Kurznachrichtendienst
Telegram mit. Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden. Auch in der
russischen Grenzregion Brjansk kam nach Angaben des amtierenden Gouverneurs
Jegor Kowaltschuk ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein
Dorf ums Leben.
## Gouverneur: Russische Luftabwehr fängt ukrainische Drohnen ab
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Gouverneurs Andrei Botscharow
ukrainische Drohnen abgefangen, die auf Energieanlagen und zivile
Infrastruktur in der Region Wolgograd zielten. Dabei sei ein Wohnhaus
getroffen worden, es gebe nach ersten Erkenntnissen aber keine Opfer,
meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Politiker.
In der Region Wolgograd befindet sich eine große Raffinerie des russischen
Energiekonzerns Lukoil. (rtr)
29 May 2026
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