# taz.de -- Schwimmverbot in Berliner Spree: Badedemo fällt ins Wasser
       
       > Vor 100 Jahren wurde das Baden in der Spree verboten. Doch die Badedemo
       > fällt wegen Regen aus. In einem Monat will auch Steffen Krach ins Wasser
       > gehen.
       
 (IMG) Bild: Kein Wetter, um ins Wasser zu gehen
       
       dpa/taz | Die Schwimmdemo gegen das pauschale Badeverbot in der Spree ist
       wegen des Wetters kurzfristig abgebrochen worden. Dutzende Demonstrantinnen
       und Demonstranten standen bereits in Badebekleidung am Rande der Spree am
       Schinkelplatz in Berlin-Mitte bereit.
       
       Als es zu regnen begann und ein Gewitter aufzog, brachen sie die Aktion ab.
       Zuvor wurden noch Reden gehalten. Zur Demonstration aufgerufen hatte der
       Verein Flussbad Berlin.
       
       Seit dem 20. Mai 1925 ist Baden in der innerstädtischen Spree nicht mehr
       erlaubt. „Wir sind dafür, dass man dieses Verbot schrittweise umwandelt in
       Erlaubnisse beziehungsweise Freigaben, begleitet mit Monitoringsystemen zum
       Beispiel, die über die Wasserqualität Auskunft geben“, sagte Tim Edler,
       Mitglied des Vereins Flussbad Berlin.
       
       Der Verein hatte zuletzt angekündigt, die Wasserqualität im Spreekanal mit
       dem Hissen von Flaggen – wie an Stränden – kenntlich zu machen. So könnte
       jeder selbst entscheiden, ob man schwimmen gehen wolle. Dafür hat der
       Verein zusammen mit dem [1][Kompetenzzentrum Wasser Berlin] ein neues
       Prognosesystem entwickelt, zu dem auch Stichproben gehören, die zur
       Kontrolle im Labor ausgewertet werden.
       
       Der Senat dagegen bleibt beim Badeverbot, das in der Berliner
       Badegewässerverordnung erneuert wurde. Auch die Schwimmdemo hat der Senat
       untersagt.
       
       ## Krach bald in Badehose
       
       Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl, war
       ebenfalls vor Ort. „Ich bin der Meinung, dass wir wieder in der Spree
       schwimmen können müssen, und deswegen unterstütze ich diese Initiative“,
       sagte Krach. „Und was gibt es Schöneres, als hier mitten in Berlin
       tatsächlich sich mal in der Mittagspause oder nach Feierabend abkühlen zu
       können?“ In anderen Städten sei das bereits möglich. „Wir schaffen das
       auch.“ Krach hatte zuvor angekündigt, er wolle beim nächsten Demo-Termin im
       Juni dabei sein – dann mal nicht nur am Rand, sondern „in Badehose
       natürlich“.
       
       21 May 2026
       
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