# taz.de -- Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen: Arbeitnehmervertreter stärken Commerzbank den Rücken
> Die Bank will die feindliche Übernahme durch die italienische Unicredit
> abwehren. Die Gewerkschaft Verdi unterstützt den Kurs trotz Stellenabbau.
(IMG) Bild: Commerzbank baut weitere 3.000 Stellen ab
afp | Arbeitnehmervertreter*innen bei der [1][Commerzbank] haben
ihrem Arbeitgeber [2][angesichts der drohenden Übernahme durch die
italienische Unicredit] den Rücken gestärkt. „Die Gewerkschaft unterstützt
weiterhin eine eigenständige Commerzbank“, erklärte die
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Freitag.
Angesichts der von der Commerzbank angekündigten Stellenstreichungen hätten
Verdi und der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank „kurzfristig Verhandlungen
mit der Unternehmensleitung aufgenommen und konnten wichtige
Schutzregelungen für die Beschäftigten vereinbaren“.
Die Commerzbank will sich mit Stellenstreichungen und höheren Gewinnzielen
gegen die feindliche Übernahme durch die Unicredit wehren. Sie kündigte am
Freitag den Abbau von weiteren 3.000 Arbeitsplätzen an und hob die
Geschäftsziele bis zum Jahr 2030 an. Niedrigere Kosten und höhere Gewinne
treiben den Aktienkurs in die Höhe, wodurch eine mögliche Übernahme teurer
wird.
Die Gewerkschafter bekräftigten [3][„ihre ablehnende Haltung zu einer
möglichen Übernahme durch Unicredit“]. Dadurch würden sich „erhebliche
Risiken für Beschäftigung und Standorte“ ergeben. Kevin Voß,
Commerzbank-Unternehmensbetreuer bei Verdi, erklärte dennoch, niemand dürfe
„seinen Job gegen seinen Willen verlieren“.
In Verhandlungen mit der Geschäftsführung seien deshalb betriebsbedingte
Kündigungen faktisch ausgeschlossen „sowie faire und attraktive Programme
für freiwillige Austritte“ vereinbart worden. „Die Strategie der
Commerzbank wird nur dann funktionieren, wenn sie sozial abgesichert ist“,
erklärte Voß weiter.
8 May 2026
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