# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran greift die Arabischen Emirate an
       
       > Die Vereinigten Arabischen Emirate melden einen iranischen Angriff mit
       > Drohnen. Iran hatte zuvor den Beschuss eines US-Militärschiffs gemeldet.
       
 (IMG) Bild: Tanker ankern in der Straße von Hormus, 18.04.2026
       
       ## Iran greift Vereinigte Arabische Emirate an
       
       Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach emiratischen Angaben
       am Montag mit Drohnen und Marschflugkörpern angegriffen. Nach Angaben
       örtlicher Behörden löste ein Drohnenangriff in der östlich der Straße von
       Hormus gelegenen Hafenstadt Fudschaida einen Brand in einer Einrichtung der
       Energieinfrastruktur aus, der Zivilschutz war demnach im Einsatz.
       
       Dem emiratischen Verteidigungsministerium zufolge attackierte der Iran
       mehrere Teile des Golfstaats mit vier Marschflugkörpern. Drei davon seien
       abgefangen worden und einer ins Meer gestürzt. Wie die Nachrichtenagentur
       WAM unter Berufung auf das Ministerium berichtete, war die Luftabwehr im
       Einsatz.
       
       In Fudschaida befindet sich einer der wichtigsten Häfen der Emirate.
       Frachtschiffe können dort anlegen, ohne die seit März vom Iran blockierte
       Straße von Hormus passieren zu müssen. In der Stadt beginnt zudem eine
       Erdöl-Pipeline, weitere Ölindustrienalagen befinden sich dort. (afp)
       
       ## Angeblicher Raketenangriff auf US-Fregatte
       
       Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars am Montag zwei Raketen
       auf ein US-Militärschiff in der Straße von Hormus abgefeuert. Zuvor habe
       die US-Fregatte „eine Warnung der iranischen Marine ignoriert“, meldete die
       iranische Nachrichtenagentur ohne Angabe von Quellen.
       
       Das US-Armeeschiff habe mit seiner Einfahrt in die Meerenge einen „Verstoß
       gegen die Regeln der Schifffahrt und der maritimen Sicherheit“ begangen,
       schrieb Fars. Nach Angaben der Agentur befand sich die Fregatte in der Nähe
       des iranischen Hafens Dschask.
       
       In einem [1][Post auf X] bestreiten die USA, dass ein US-amerikanisches
       Schiff getroffen worden sei. (afp/taz)
       
       ## Emirate melden iranischen Drohnenangriff auf staatlichen Öltanker
       
       Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen iranischen Angriff mit zwei
       Drohnen auf einen Tanker des staatlichen Energiekonzerns ADNOC scharf
       verurteilt. Verletzte seien nicht gemeldet worden, teilte das
       Außenministerium mit. Zunächst war nicht klar, wann sich der Angriff
       ereignet haben soll.
       
       Das Außenministerium sprach von einem „iranischen Terrorangriff“. Er habe
       sich im Seegebiet der Straße von Hormus ereignet. Das Vorgehen stelle eine
       „Piraterie“ durch die iranischen Revolutionsgarden dar und gefährde sowohl
       die regionale Stabilität als auch die globale Energiesicherheit. Die Straße
       von Hormus dürfe nicht als politisches oder wirtschaftliches Druckmittel
       missbraucht werden.
       
       Die VAE forderten Iran auf, derartige Angriffe einzustellen und alle
       feindseligen Handlungen zu beenden. (dpa)
       
       ## Trump hatte US-Marineeinsatz angekündigt
       
       Die Anspannung in der seit Wochen weitgehend blockierten Straße von Hormus
       wächst erneut. Die US-Marine will nach Angaben von Präsident Donald Trump
       am Montag damit beginnen, in der Meerenge festsitzende Schiffe heraus zu
       „geleiten“. Um diesen Einsatz unter dem Titel „Projekt Freiheit“ hätten
       „Länder aus aller Welt“ gebeten, [2][erklärte Trump am Sonntag] in seinem
       Onlinedienst Truth Social.
       
       „Zum Wohle Irans, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir
       diesen Ländern zugesichert, ihre Schiffe sicher aus diesen gesperrten
       Gewässern zu geleiten, damit sie ihren Geschäften ungehindert nachgehen
       können“, schrieb Trump. Die Aktion werde am Montagmorgen Ortszeit beginnen.
       Sie gelte nur für Schiffe von Ländern, die in [3][den Iran-Krieg] „nicht
       verwickelt“ sind. Sollte „in irgendeiner Weise“ in die Aktion eingegriffen
       werden, werde „dieser Eingriff leider mit Gewalt beantwortet werden
       müssen“, erklärte Trump.
       
       Das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom [4][erklärte
       daraufhin im Onlinedienst X], die US-Streitkräfte würden im Rahmen von
       „Projekt Freiheit“ Lenkwaffenzerstörer, über 100 land- und seegestützte
       Flugzeuge, unbemannte Multidomain-Plattformen und 15.000 Militärangehörige
       einsetzen. „Unsere Unterstützung für diese defensive Mission ist für die
       Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung,
       während wir gleichzeitig die Seeblockade aufrechterhalten“, erklärte
       Centcom-Befehlshaber Admiral Brad Cooper.
       
       Iran reagierte prompt und warnte, dass ein Einsatz der USA in der Meerenge
       als ein Verstoß gegen die geltende Waffenruhe angesehen werden würde. „Jede
       amerikanische Einmischung in die neuen Seeverkehrsregelungen in der Straße
       von Hormus wird als Verstoß gegen die Waffenruhe angesehen“, erklärte der
       Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit,
       Ebrahim Asisi, auf X.
       
       Später meldete die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO), ein
       Tanker sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von
       „unbekannten Geschossen“ getroffen worden. Der Vorfall habe sich rund 145
       Kilometer nördlich der emiratischen Stadt Fudschairah ereignet, erklärte
       UKMTO am Montagmorgen und fügte hinzu, dass alle Besatzungsmitglieder in
       Sicherheit seien. Sie riet Schiffen, die Region „mit Vorsicht“ zu
       durchqueren.
       
       Zuvor hatte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei,
       im Staatsfernsehen gesagt, Teheran habe einen 14-Punkte-Plan „mit
       Schwerpunkt auf der Beendigung des Krieges“ vorgelegt und Washington habe
       darauf in einer Botschaft an pakistanische Vermittler geantwortet. „Wir
       prüfen dies und werden jede notwendige Maßnahme in dieser Angelegenheit
       ergreifen“, sagte Bakaei.
       
       Seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April kommen die Bemühungen zur
       Beendigung des Konflikts nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des
       Iran-Kriegs wächst damit die Sorge vor einer erneuten Eskalation. Am
       Samstag hatte Trump erklärt, eine Wiederaufnahme des Kriegs sei eine
       „Option“.
       
       Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf
       Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere
       Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Das iranische Militär
       sperrte zudem die für die Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von
       Hormus weitgehend, der Ölpreis stieg dadurch steil an. Die USA wiederum
       blockieren iranische Häfen. (afp)
       
       4 May 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://x.com/CENTCOM/status/2051255832055001176
 (DIR) [2] https://x.com/RapidResponse47/status/2051038510115868802
 (DIR) [3] /Schwerpunkt-Iran-Krieg/!t5613610
 (DIR) [4] https://x.com/CENTCOM/status/2051075238352355404
       
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