# taz.de -- was für eine woche: „Es darf nicht passieren, dass Bundestagsabgeordnete auf Phishing-Attacke hereinfallen“
       
       Svenja Bergt 
       
       Ja, es kann auch Jahrzehnte nach dem Start von Online-Banking passieren,
       dass Menschen auf eine Phishing-Attacke hereinfallen. Und das, obwohl sich
       mittlerweile herumgesprochen haben sollte, dass man PINs und Passwörter nun
       wirklich nicht rausrücken darf, weil sich Unbefugte so Zugriff auf Bank-
       oder auch Social-Media- oder E-Mail-Konten verschaffen können.
       
       Aber nein: Es darf nicht passieren, dass Bundestagsabgeordnete oder
       Minister:innen darauf hereinfallen. Zum einen, weil sie
       Mitarbeiter:innen und Geheimdienste um sich herum haben, die sie
       warnen sollten: „Achtung, da werden seit Kurzem Nutzer:innen des
       Messengerdienstes Signal mit einer Phishing-Masche angegriffen, ein
       vermeintlicher Support schreibt ihnen und will die PIN. Reagiere da bloß
       nicht drauf und blockier den Kontakt.“
       
       Zum anderen, weil diese Politiker:innen mindestens über rudimentäre
       IT-Kompetenz verfügen sollten. Schließlich entscheiden sie über etwas wie
       Vorratsdatenspeicherung, biometrische Überwachung,
       Social-Media-Altersgrenzen oder Investitionen in digitale Technologien. Wie
       soll man über solche Themen, ihre Möglichkeiten und technischen Fallstricke
       kompetent urteilen, wenn das Basiswissen fehlt? Andererseits: Das würde
       einiges erklären.
       
       2 May 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Svenja Bergt
       
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