# taz.de -- momentaufnahmen: Wenn Barrieren überwunden werden
       
       Politische Werbung“ steht klein links unten in der Ecke. Wobei „klein“ ist
       hier relativ, es ist eine ganz schön große Werbetafel, deren wechselnden
       Inhalte auf der Kreuzung am Hamburger Millerntor flimmern.
       
       Nicht weit von hier könnten einmal olympische oder auch paralympische
       Wettbewerbe ausgetragen werden, in 10 Jahren, vielleicht auch erst in 18.
       Fürs Ja zur Bewerbung, über die die Hamburger*innen bei einem
       Referendum am 31. Mai abstimmen können, wirbt die Stadt eben auf der
       Flimmertafel: Wer „mehr Tempo in Sachen Barrierefreiheit“ will, muss
       demnach für die Paralympischen Spiele sein, die nämlich seien „eine Chance
       für alle“.
       
       Man könnte sich darüber wundern, dass die Umsetzung der
       UN-Behindertenrechtskonvention von den Interessen der
       Olympia-Veranstaltenden abhängig sein soll, klingt das nicht fast wie
       Erpressung?
       
       Aber da ist die Werbung für die Spiele auch schon wieder weg. Nun bewirbt
       eine überlebensgroß lächelnde Best Agerin einen „barrierefreien Mobilitäts-
       und Begleitservice“. Daneben steht: „Tausche Rollator gegen Rock’n’ Roll!“
       Alexander Diehl
       
       25 Apr 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Alexander Diehl
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA