# taz.de -- was für eine woche: „Manuel Neuer hat eine sehr personalisierte Altersarbeitszeitdebatte entfacht“
       
       Johannes Kopp 
       
       Der 40-jährige Fußballtorhüter Manuel Neuer sollte auf jeden Fall länger
       arbeiten. Wenn wir schon nicht Exportweltmeister werden, dann wenigstens
       Fußballweltmeister.
       
       Die magische Nacht von Madrid diese Woche, in der Neuer im Tor des FC
       Bayern München nahezu alle Schüsse der Stars von Real Madrid mit
       verblüffenden Reflexen entschärfte, hat eine sehr personalisierte
       Altersarbeitszeitdebatte entfacht. Etliche Experten fordern seine
       Wiedereingliederung ins DFB-Team. Sie scheren sich nicht um seinen
       Entschluss nach der EM 2024, in den Nationalmannschaftsruhestand zu treten.
       Nun wird ein gestörtes Verhältnis zu Bundestrainer Nagelsmann dafür
       verantwortlich gemacht, dass im deutschen Tor nicht mehr alles so ist, wie
       es einmal war.
       
       Die Sehnsucht nach Neuer ist bemerkenswert. Es entsteht der Eindruck, einen
       Verzicht auf den Weltmeister von 2014 könne sich die DFB-Elf nicht mehr
       leisten. Dass ihn das Fachmagazin Kicker diese Saison in einem
       Leistungsranking erneut unterhalb der Kategorie „Internationale Klasse“
       eingestufte, hindert ehemalige Spielerkollegen nicht, ihn weiter als
       weltbesten Torhüter zu preisen. Vielleicht wird ja doch noch mal alles so
       wie früher.
       
       11 Apr 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Johannes Kopp
       
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