# taz.de -- Leipziger Buchmesse 2026: Die literataz bleibt gedruckt und wird praller denn je
       
       > Verlage in der Krise, Welt im Taumeln. Gerade jetzt braucht es fundierte
       > Literaturkritik – und Raum dafür. Darum drucken wir die literataz weiter.
       
 (IMG) Bild: Die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Belletristik 2026
       
       [1][Aus der taz] | Bücher sind (uns) wichtig, immer noch und immer wieder.
       Allen Verlagskrisen und alarmistischen Meldungen über sinkende
       Aufmerksamkeitsspannen zum Trotz bleiben sie ein unverzichtbarer Motor der
       gesellschaftlichen Debatten. Auch deshalb wird es die literataz weiterhin
       geben, die seit Jahren jeweils zu den Buchmessen erscheinenden
       Buchbeilagen der taz.
       
       Und zwar wird es sie auch nach der Seitenwende weiterhin gedruckt geben –
       nämlich als zusätzliches Zeitungsbuch [2][in der wochentaz vor den
       Buchmessen]. Das war in der taz erfreulicherweise ziemlich schnell Konsens.
       tazler*innen lesen eben auch selbst einfach gern.
       
       ## Landtagswahlen verstehen, Diversität sehen
       
       Es waren schließlich Bücher, Sachbücher und Romane, die in den vergangenen
       Jahren von den Baseballschlägerjahren in Ostdeutschland erzählten, was
       insbesondere vor den diesjährigen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und
       Mecklenburg-Vorpommern mit ihren dräuenden AfD-Zuwächsen um so dringlicher
       ist.
       
       Es waren Bücher, an denen sich die Zunahme von
       Sprecher*innenpositionen spiegelte, die mit der zunehmenden
       Diversität unserer Gesellschaft einhergegangen ist – in der gegenwärtigen
       Zeit, in der der Wind von rechts weht, gibt es da viel zu verteidigen.
       
       Und es sind Bücher, in denen in diesem Frühjahr die Herausforderungen der
       politischen Großwetterlage diskutiert werden. Wohin driften die USA unter
       Trump? Wie soll sich Europa verhalten?
       
       Anhand von Büchern wird das auf der Leipziger Buchmesse, die dieses Jahr am
       18. März eröffnet wird, diskutiert, und nicht nur da ausgiebig besprochen
       werden.
       
       ## Wir brauchen eine kontinuierliche, fundierte Kritik
       
       Aus vielen Zuschriften wissen wir, dass auch den Leser*innen der taz
       Bücher sehr wichtig sind und sie daher über Neuerscheinungen, Hintergründe
       und Trends auf dem Laufenden gehalten werden wollen. Daher gibt es in der
       taz (unter anderem) die in der wochentaz erscheinenden Seiten Politisches
       Buch (in der Regel auf Seite 13) und Literatur (in der Regel auf Seite 43).
       
       Es braucht, so unsere Idee, Regelmäßigkeit und die damit verbundenen
       Antennen in die Buchwelt hinein, um eine fundierte Berichterstattung zu
       gewährleisten, in der es nicht nur darum geht, einzelne Bücher zu promoten,
       je nachdem, was einem gerade so aufgefallen ist oder in den Kram passt.
       
       Schauen Sie also doch einmal rein, wenn in der Ausgabe vom 14. März zum
       ersten Mal die literataz der gedruckten wochentaz beiliegen wird.
       
       Es wird die bis dahin umfangreichste und inhaltsprallste Wochentaz
       überhaupt werden. Wir sind schon eifrig dabei, sie zu planen und darüber
       nachzudenken, was in diesen herausfordernden Zeiten drinstehen muss.
       
       🐾 Hier halten wir Sie auf dem Laufenden zu dem, was wichtig ist, auf der
       Leipziger Buchmesse: [3][taz.de/literataz]
       
       2 Mar 2026
       
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