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> Wer gut zusammen tanzen kann, kann auch gut solidarisch miteinander sein.
> Eine Playlist mit neun Songs – für Gemeinschaften mit Hüftschwung
(IMG) Bild: Shungudzo bei einem Konzert in London
von Katrin Gottschalk
„It’s a Good Day (to Fight the System)“ von Shungudzo
2021 fand Shungudzo einen eigenen Ton im Widerstand gegen Patriarchat und
Kapitalismus. Während Vögel ihr „Fuck the police“ zwitschern, erinnert sie
daran: Widerstand ist stärker, wenn er Freude und Gemeinschaft einschließt.
„Hot Topic“ von Le Tigre
Solidarität heißt auch, Vorkämpferinnen sichtbar zu machen. 1999 widmeten
Le Tigre einen ganzen Song feministischen Ikonen und rufen ihnen zu: „Don’t
you stop / I can’t live if you stop!“
„Break My Soul“ (Queens Remix), Beyoncé & Madonna
Im Remix mit „Vogue“ zählt Beyoncé prägende Frauen und reale Vogueing
Houses auf, denen Madonna nie die nötige Sichtbarkeit in ihrem
gleichnamigen Song gab. Beyoncé zeigt hier Solidarität durch nachträglichen
Credit.
„We Are Family“ von Sister Sledge
Eigentlich über die vier Schwestern der Band geschrieben, wurde der
Disco-Klassiker schnell zur queeren Hymne. „Family“ meint hier keine
Blutsverwandtschaft, sondern solidarische, sassy Zugehörigkeit.
„I’m Every Woman“ von Chaka Khan
Gemeinsamer Kampf braucht ein Gefühl von Verbundenheit. Audre Lorde
schrieb: „Ich bin nicht frei, solange auch nur eine Frau unfrei ist.“ Das
hier ist die Chaka-Khan-Version.
„Woman“ von Little Simz und Cleo Sol
Ähnlich, aber konkreter: Little Simz stellt die Stärke Schwarzer Frauen ins
Zentrum. Sie bezeichnete den Song als Liebesbrief und Dankeschön an
prägende Frauen ihres Lebens und schafft so Solidarität als gegenseitige
Anerkennung und Sichtbarkeit.
„More Women“ von Saâda Bonaire
1984 nahmen zwei Berlinerinnen diesen ungewöhnlichen Song auf, in dem sich
die Sängerin mehr Frauen an ihrer Seite wünscht statt männlicher
Bewunderer. Auch als Kritik an männerdominierten Räumen insgesamt lesbar –
und als Ruf nach weiblichen Allianzen.
„Girl Boss“ von Blond feat. Alice Go
Wer keine Ironie versteht, für die ist dieser Song nichts. Die Chemnitzer
Band kritisiert die Pose von Female Empowerment ohne echte Solidarität: „Es
darf keinen überfordern, aber gerne geil aussehen… Aktivismus kann so
einfach sein.“ Ist er natürlich nicht, und genau darum geht’s.
„People Have the Power“ von Patti Smith
Ganz unironisch setzt Patti Smith auf kollektive Stärke. Auf Konzerten
bittet sie das Publikum auch mal, zum Song die Hände zu heben, um
gemeinsame Kraft zu spüren. Wirkt erst cringe, aber letztlich beginnt
Solidarität damit, an die eigene und gemeinsame Handlungsmacht zu glauben.
7 Mar 2026
## AUTOREN
(DIR) Katrin Gottschalk
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