# taz.de -- herzensort: Wo die wilden Kängus wohnen
       
       Als ich das erste (und bisher einzige) Mal in meinem Leben [1][in
       Australien] war, machte ich den ersten (aber nicht einzigen) Solo-Roadtrip
       meines Lebens. Er dauerte nur vier Tage, aber im Linksverkehr von Sydney
       die Küste hinab fühlte es sich nach Abenteuer an. Ein Stopp war Pebbly
       Beach. Dort sollten nämlich wilde Kängurus leben, und natürlich will man
       wilde Kängurus treffen, wenn man das erste (und vielleicht einzige) Mal im
       Leben in Australien ist.
       
       Ich zügelte meine Vorfreude, denn wer weiß, ob dann wirklich immer Kängurus
       vor Ort sind. Doch schon in der Picknick-Area am Parkplatz traf ich das
       erste, neben vielen kleinen bunten Papageien. Und auf dem Weg zum Strand,
       der durch Rasenflächen führt, war alles voll mit Kängurus. In kleinen
       Grüppchen grasten sie vor sich hin.
       
       Es handelte sich um Östliche Graue Riesenkängurus, aber in Wirklichkeit
       waren sie nicht riesig, eher so einen Meter groß und extrem knuffig. Sind
       waren auch bestenfalls semiwild: Stoisch ließen sich fotografieren, und als
       ich etwas essen wollte, verfolgte mich eines von ihnen, bis ich meinen
       Rucksack hektisch wieder zumachen konnte. Michael Brake
       
       17 Jan 2026
       
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