# taz.de -- Club hat Mietvertrag verlängert: Renate bleibt doch!
> Eigentlich stand der Club Renate am Osthafen vor dem Aus. Überraschend
> kann hier bald doch weiter getanzt werden.
(IMG) Bild: Club Renate bleibt bestehen
Alle dachten, dass sich auch „die Renate“ bald auf den Friedhof der
[1][gestorbenen Clubs] legen wird. Denn im August 2024 teilte der
Friedrichshainer Club mit, sein Mietvertrag laufe Ende 2025 aus. Nun aber
haben die BetreiberInnen auf Instagram bekannt gegeben, dass sie den
Vertrag verlängern konnten.
Die bevorstehende Silvester-Party sollte eigentlich die letzte in der
Renate sein und war zum Adieu-Sagen gedacht. Mit einem Mal geht sie jetzt
in eine ganz andere Richtung. Zwar wird es nach wie vor die letzte Party
vor einer Pause sein – danach aber soll langfristig weitergetanzt werden
können.
Laut dem Instagram-Beitrag weiß der Club erst seit dem 16. Dezember davon,
dass der Mietvertrag doch verlängert werden konnte. Diese Nachricht sei
„unerwartet“ gekommen. Deshalb, heißt es weiter, müsse die [2][Renate] nach
der Neujahrsfeier trotzdem vorerst geschlossen werden: für eine Phase der
Neuorientierung, in der die nächsten Schritte gut geplant werden sollen.
Für Emiko Geijic, Pressseprecherin der Club Commission, sind das sehr gute
Nachrichten: „Im Zuge dessen, dass andere große Standorte geschlossen
haben, wie das [3][Schwuz] oder das Watergate, freuen wir uns total, dass
es für die Renate eine Einigung gibt“, sagte sie zur taz. „Die Renate ist
ein super wichtiger Standort“, so Geijic. „In Friedrichshain-Kreuzberg sind
extrem viele Clubs verdrängt worden, wie in der Revaler Straße oder der
Rummelsburger Bucht. Um so wichtiger ist es, dass die Renate bleiben kann.“
## „Nicht ausreichend abgestimmt“
Auf ihrer Internetseite erklärt die Renate, dass die Verkündung der
Schließung „nicht ausreichend intern abgestimmt war. Sie war inhaltlich
zugespitzt, ließ wichtige Gesprächsdynamiken aus und wurde aus einer
emotional sehr aufgeladenen Situation heraus getroffen.“ Der Eigentümer sei
namentlich genannt und mit undifferenzierten Zuschreibungen versehen
worden, für die sich der Club nun entschuldige.
Weiter schreibt die Renate auf ihrer Website: „In den Monaten nach der
Veröffentlichung kam es zu einem lösungsorientierten Dialog mit dem
Eigentümer.“ Dabei hätten Missverständnisse ausgeräumt und die Verlängerung
des Mietvertrags erreicht werden können. In diesem Rahmen sei zudem eine
neue Betreibergesellschaft gegründet worden, so der Club.
Während die Renate nun wohl sogar dauerhaft weitermachen kann, bangen
andere um ihre Existenz. Zuletzt hatte der [4][Club Jonny Knüppel] an der
Greifswalder Straße bekannt gegeben, finanziell kurz vor dem Abgrund zu
stehen. Bedroht sieht sich auch der Humboldthain Club. In ener am
Wochenende gestarteten [5][Petition] heißt es, ein Luxemburger Investor
plane den Bau von Mikroapartments auf einem Nachbargrundstück, das aufgrund
der Lage im Gewerbegebiet nicht für Wohnnutzung ausgewiesen ist: „Geplant
ist damit faktisch dauerhaftes Wohnen neben einem etablierten Clubbetrieb –
ein Nutzungskonflikt mit Ansage.“
19 Dec 2025
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## AUTOREN
(DIR) Marlene Thaler
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