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       1 Same procedure as … 
       
       In Bielefeld kamen zwei Jugendliche durch selbst gebaute Pyrotechnik ums
       Leben, in Rostock verlor ein 14-Jähriger seine linke Hand. 400 Festnahmen
       in Berlin, Großeinsätze deutschlandweit. Ein recht normaler Jahreswechsel
       also, happy New Year! Die Niederlande hingegen starteten 2026 mit ganz
       besonderem Wumms. Weil dort von nun an ein Böllerverbot herrscht, fackelte
       man vorsichtshalber noch schnell eine Kirche ab.
       
       2 OpenAI sucht Menschen mit Gewissen 
       
       Sie machen sich ununterbrochen Sorgen, dass die Apokalypse bevorsteht, und
       gehen grundsätzlich vom Worst Case aus? Ihr Schlaf ist schlecht, Ihr Glas
       halb leer, Ihr Spitzname lautet Kassandra? Dann könnte 2026 zumindest
       beruflich Ihr Jahr werden. Denn OpenAI sucht aktuell eine Führungskraft,
       deren Hauptaufgabe darin besteht, vorauszusehen, wie genau KI uns zum
       Verhängnis werden könnte – von Cyberwaffen bis Chatbotpsychosen.
       Jahresgehalt: 550.000 US-Dollar. Na, wie klingt das?
       
       3 Wenn’s ums Geld geht – Sparkasse
       
       Der Louvre war gestern – heute schaut die Welt auf Gelsenkirchen-Buer.
       Durch eine Tiefgarage drangen Gangster in den Archivraum einer Sparkasse
       ein und bohrten sich von dort zum Tresor durch. Der Schaden wird auf um die
       30 Millionen Euro geschätzt, 200 Kund:innen sind betroffen. Konnte sich
       die deutsche Firma Böcker aus dem Kreis Gütersloh nach dem Louvre-Raub noch
       über kostenlose Werbung für ihre Hebebühne freuen, ist über den Hersteller
       des Bohrers noch nichts bekannt. Nur so viel ließ ein Polizeisprecher
       verlauten: „Den bekommen Sie nicht im Baumarkt.“
       
       4 Welpen sind nicht aus Watte
       
       Hat Kim K an den Feiertagen zu viel „Game of Thrones“ geschaut? Gewisse
       Parallelen im Geschenkverhalten der Familien Stark und Kardashian lassen
       sich jedenfalls nicht leugnen. So erhielt jedes ihrer vier Kinder einen
       Welpen – anders als in der Serie immerhin keine Schattenwölfe, sondern bloß
       überzüchtete Zwergspitze. Die Tierschutzorganisation Peta ist entsetzt,
       unter den Baum gehörten schließlich nur Stofftiere. Aber Achtung: Imitiert
       die Realität hier Fiktion, könnten die Geschöpfe noch zur
       Selbstverteidigung wichtig werden!
       
       5 Trump kommuniziert wie wir
       
       Zuerst beklagte sich Putin bei Trump über einen angeblichen ukrainischen
       Angriff auf eines seiner Anwesen, woraufhin Trump der Ukraine prompt
       Vorhaltungen machte. Nachdem das CIA die Geschichte widerlegte, teilte
       Trump auf Social Media kommentarlos einen russlandkritischen Artikel. Und
       bewies damit, dass er die hohe Kunst der passiv-aggressiven Kommunikation
       beherrscht, die in jeder WhatsApp-Familiengruppe praktiziert wird. (lgu)
       
       3 Jan 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Leonie Gubela
       
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