# taz.de -- herzensort: Adieu, grausige Unterwelt!
       
       Es ist dunkel, es ist kalt, es ist still, viel zu still. In der Luft
       schweben Sporen, deren Langzeitwirkung auf die Atemwege man sich nicht
       ausmalen will, pflanzenähnliche Ranken überwuchern Straßen, Häuser und
       Autos. Nicht auf diese „Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört“-Art,
       die man aus apokalyptischen Filmen kennt und fast ein bisschen romantisch
       ist. Nein, das Upside Down aus der Serie „Stranger Things“ ist kein Ort, an
       dem man sich allzu lange aufhalten will. Hier leben fleischfressende
       Monster und Parasiten, die in den Körper eindringen und sich in das
       Bewusstsein einzecken. Und trotzdem kehre ich seit zehn Jahren immer wieder
       in diese Unterwelt zurück. Denn ich muss wissen, wie es ausgeht, für
       Eleven, Will, Mike, Lucas, Dustin und Max, die mittlerweile junge
       Erwachsene sind und immer noch damit beschäftigt, die düstere Kopie ihrer
       Kleinstadt zu zerstören.
       
       In dieser Woche [1][lief das große Serienfinale], dessen Ende hier nicht
       verraten werden soll. Dass ich vorerst nicht mehr dorthin hinabsteigen
       muss, macht mich wehmütig. Für meine Gesundheit ist es wahrscheinlich
       besser.
       
       Leonie Gubela
       
       3 Jan 2026
       
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