# taz.de -- Unwetter in USA: Vermisste nach Sturzflut
       
       > Nach der Flutkatastrophe in Texas ist nun auch New Mexico betroffen.
       > Mindestens drei Menschen werden in der Gegend von Ruidoso gesucht.
       
 (IMG) Bild: Ein Standbild aus einem Video dokumentiert die Flut hinter einem Haus in Ruidoso
       
       Santa Fe ap | Nach einer von heftigem Regen ausgelösten Sturzflut werden im
       US-Staat New Mexico mindestens drei Menschen vermisst. Rettungskräfte
       hätten in der Gegend von Ruidoso im Süden des Bundesstaates mindestens 85
       Menschen in Sicherheit gebracht, die in ihren Häusern oder Autos
       eingeschlossen waren, sagte Danielle Silva von der regionalen
       Heimatschutzbehörde.
       
       Die Kommunalverwaltung in Ruidoso erklärte, drei Verletzte seien ins
       Krankenhaus gebracht worden. Todesfälle seien nicht bekannt. Der
       Wasserstand des Rio Ruidoso war am Dienstag (Ortszeit) nach Wolkenbrüchen
       in Minutenschnelle um 2,7 Meter angeschwollen. Die Flut war so stark, dass
       sie ein ganzes Haus flussabwärts mit sich riss. Vorläufige Messungen
       zeigten einen Scheitel von mehr als sechs Metern. Das wäre ein Rekordstand.
       
       Gegen Abend ging der Pegelstand des Rio Ruidoso wieder zurück.
       Rettungsteams suchten nach Vermissten, während Arbeiter Trümmer von den
       Fahrbahnen räumten. Einige Autos steckten im Schlamm. Die Behörden öffneten
       Notunterkünfte für Menschen, die nicht in ihre Häuser zurückkehren konnten.
       
       Die [1][Ausmaße der Sturzflut-Katastrophe von vergangenem Freitag im Süden]
       der USA werden immer deutlicher. Der Verbleib von 161 vermissten Menschen
       allein in dem besonders verwüsteten Gebiet Kerr County sei derzeit unklar,
       sagte Gouverneur Greg Abbott am Dienstagnachmittag (Ortszeit). Zudem stieg
       die Zahl der Toten auf 109.
       
       ## Viele campten auf eigene Faust
       
       [2][Retter suchten weiter nach Vermissten.] Die Suchteams haben keinen
       genauen Überblick, wer genau sich seit Freitagmorgen über das lange
       Wochenende in dem beliebten Urlaubsgebiet aufgehalten hatte, als die
       Überschwemmungen binnen kurzer Zeit einsetzten und viele überraschten. Das
       ist zum Beispiel der Fall, wenn Familien nicht in einem Hotel untergebracht
       und dort registriert waren, sondern auf eigene Faust an den Flussufern
       campten. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, mögliche Vermisste zu
       melden.
       
       US-Präsident Donald Trump wird mit seiner Ehefrau und First Lady Melania am
       Freitag das Überschwemmungsgebiet in Texas besuchen. Das kündigte der
       Republikaner am Dienstag (Ortszeit) an und sagte über die Sturzflut: „Was
       für eine tragische Situation.“
       
       9 Jul 2025
       
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