# taz.de -- Getöteter IS-Chef in Somalia: Trump fliegt erste Luftangriffe auf Somalia
       
       > Nach dem Terroranschlag in New Orleans lässt der US-Präsident angeblich
       > den globalen Führer des IS und 47 weitere Mitglieder umbringen.
       
 (IMG) Bild: Somalische Sicherheitskräfte bei einem Autowrack in der Region Puntland, nachdem dort eine IS-Basis eingenommen wurde
       
       Zum ersten Mal seit der Amtsübernahme von Donald Trump als US-Präsident hat
       die US-Luftwaffe Angriffe auf mutmaßliche bewaffnete Islamisten in Syrien
       und Somalia geflogen. Nach der [1][Tötung eines Kommandeurs] der zum
       Terrornetzwerk al-Qaida gezählten Gruppe Hurras al-Din in Syrien am
       Donnerstag gab es am Samstag Angriffe auf den „Islamischen Staat“ in
       Somalia.
       
       [2][Trump erklärte], der „oberste IS-Angriffsplaner“ sei mit seinen
       Kämpfern „in Höhlen aufgespürt“ worden; Zivilisten seien nicht zu Schaden
       gekommen. [3][Das somalische Portal Garowe Online] sprach von 48 getöteten
       IS-Mitgliedern.
       
       Die Angriffe erfolgten in den Bergen der autonomen Region Puntland im
       Nordosten Somalias, die sich von Somalias Zentralregierung losgesagt hat.
       IS-Somalia ist eine dem globalen „Islamischen Staat“ treue Abspaltung der
       islamistischen Shabaab-Milizen, die weiter südlich um Somalias Hauptstadt
       Mogadischu herum kämpfen.
       
       IS-Somalia-Anführer Abdulkadir Mumin wird von den USA als globaler Anführer
       des IS genannt, nachdem der historische IS-Anführer Abubakr al Baghdadi
       2019 in Syrien bei einer gemeinsamen Operation von US-Spezialkräften und
       der heute in Syrien regierenden HTS-Miliz getötet worden war. Die Gruppe
       gilt mit 1.600 Kämpfern als klein, aber als ökonomisch gut aufgestellt. Sie
       soll zuletzt die zum IS-Netzwerk gezählte Miliz ADF (Allied Democratic
       Forces) in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo sowie die
       islamistischen Rebellen in Mosambik gestärkt und koordiniert haben.
       
       ## Puntland führt „Operation Blitz“
       
       Puntland führt seit 2023 eine „Operation Blitz“ gegen IS-Somalia und hat
       mehrere hundert Kämpfer festgenommen, vor allem aus Tansania, Äthiopien,
       Jemen und Marokko. IS-Anführer Mumin war in diesem Zusammenhang schon
       einmal im Mai 2024 Ziel eines fehlgeschlagenen US-Luftangriffs.
       
       Ob er getroffen wurde, ist nicht bestätigt. Aber [4][am Sonntag dankte die
       Puntland-Regierung] den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten für
       ihre Mitwirkung bei der „Eliminierung mehrerer hochrangiger IS-Mitglieder“
       sowie Kenia und Äthiopien für Hilfe bei der Vorbereitung. Nachdem in der
       ersten Phase der „Operation Blitz“ die von IS-Somalia kontrollierten Orte
       erobert worden seien, eröffnen die Luftangriffe nun die zweite Phase, in
       der die Miliz „komplett ausradiert“ werden soll, wie es in Berichten heißt.
       
       2 Feb 2025
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://x.com/CENTCOM/status/1885119568814776513
 (DIR) [2] https://x.com/realDonaldTrump/status/1885740103223648412
 (DIR) [3] https://x.com/GaroweOnline/status/1885967084221247687
 (DIR) [4] https://x.com/Plstatehouse/status/1885841284792771043
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Dominic Johnson
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Somalia
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Donald Trump
 (DIR) „Islamischer Staat“ (IS)
 (DIR) GNS
 (DIR) Kiel
 (DIR) USA
 (DIR) Somaliland
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Demonstration in Kiel: Kurden vermuten „IS“ hinter Messerangriff
       
       Die kurdische Community wertet den Angriff auf den Demonstranten als
       Zeichen für Bedrohung durch Islamisten. Die AfD nutzt die Tat für den
       Wahlkampf.
       
 (DIR) Anschläge in New Orleans und Las Vegas: Vom Islamischen Staat inspiriert
       
       Trump nutzt den Anschlag für seine Propaganda, Präsident Biden warnt vor
       voreiligen Schlüssen. Das Footballevent Sugar Bowl wurde verschoben.
       
 (DIR) Präsidentschaftswahlen in Somaliland: Einzigartiger Machtwechsel am Horn von Afrika
       
       Im international nicht anerkannten Somaliland wird der Präsident abgewählt.
       Der friedliche Machtwechsel könnte erhebliche Auswirkungen haben.