# taz.de -- Podcast über die Bahn: Bloß nicht die Schaffner_innen anfahren
       
       > Über die Deutsche Bahn meckern können alle gut – der Podcast „Teurer
       > Fahren“ liefert die Argumente.
       
 (IMG) Bild: Bahnfahren könnte die entspannteste Form der Fortbewegung sein: in angenehm temperierten Waggons durch grüne Landschaften zischen
       
       In meiner Vorstellung ist Bahnfahren die entspannteste Form der
       Fortbewegung: Mit Musik auf den Ohren in angenehm temperierten Waggons
       durch grüne Landschaften zischen. Ein Blick in viele Länder dieser Welt
       zeigt: Solches Bahnfahren ist möglich.
       
       In Deutschland dagegen scheitert diese Vorstellung regelmäßig an zwei
       Dingen: Der Verspätung der [1][Deutschen Bahn] und den Mitreisenden, die
       ihren Frust über die Verspätung am Bahnpersonal auslassen. Ich kann gar
       nicht sagen, welches der zwei Dinge mich mehr nervt.
       
       Dabei ist der Frust der Bahnfahrer_innen in Deutschland total berechtigt:
       [2][Die Fahrten werden immer teurer], während Verspätungen und Zugausfälle
       sich mehren. Doch sie lassen den Frust an den falschen aus, denn Schuld
       sind nicht die Schaffner_innen, sondern … Ja, wer eigentlich?
       
       Dieser Frage geht das Team von DetektorFM und Radioeins im
       Storytelling-Podcast „Teurer Fahren“ nach. Anhand von verschiedenen
       Bahnstrecken erklären sie, warum „das deutsche Netz“, also 34.000 Kilometer
       Gleise, in einem so maroden Zustand sind. Gut 30 Jahre nach der Gründung
       der Deutschen Bahn AG müssen fast alle wichtigen Strecken saniert werden,
       jede vierte Weiche ist kaputt. Gleichzeitig floss lange Geld in die
       Erbauung von Tunnel, die oft gar nicht nötig wären.
       
       Die Deutsche Bahn wurde kaputtgespart, aber sie ist auch Opfer von
       politischen Fehlentscheidungen. Das erklärt zum Beispiel, warum die
       Sprinterstrecke Berlin–München gar nicht die schnellstmögliche ist, sondern
       einen unnötigen Schlenker über Erfurt fährt.
       
       Die Stärke von „Teurer Fahren“ liegt wie auch schon bei seinem
       [3][preisgekrönten Vorgänger „Teurer Wohnen“] in der Vielzahl von
       Gesprächspartner_innen und ihrer Expertise. Schon nach zwei Episoden habe
       ich das Gefühl, die richtigen Argumente an die Hand bekommen zu haben, um
       zu erklären, warum das System Deutsche Bahn in dieser Form ein Ober-Fail
       ist.
       
       „Teurer Fahren“, immer donnerstags neue Episoden, bei allen Podcatchern
       
       20 Dec 2024
       
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