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(IMG) Bild: Ein Fahrrad für sich allein: Das Fahrrad war wichtig für die feministische Emanzipation
Das Fahrrad ist Symbol für Veränderung, und das nicht erst im Kampf gegen
die Klimakrise. Bereits die [1][frühe Frauenrechtsbewegung] erkannte es als
„starken Emanzipator“ und verhalf ihm zu großer Beliebtheit. So wurden um
die Jahrhundertwende in Deutschland mehr Damen- als Herrenräder
hergestellt. Und [2][Alfonsina Strada] schlich sich als Mann registriert
beim großen Radrennen Giro d’Italia ein und fuhr erfolgreich gegen ihre
männlichen Kontrahenten.
Auch die um 1900 vertriebene Werbepostkarte der Pneu-Manufaktur Continental
zeigt das Fahrrad als Vehikel der fortschrittlichen Frau: Selbstbewusst auf
dem Sattel zurückgelehnt, flitzt die Dame durch die Gegend. Die Verblüffung
ist der Bäuerin am Straßenrand ins Gesicht geschrieben, denn hier zeigt
sich eine Frau fernab der [3][Fremdbestimmung durch Männer]. Radfahren
forderte auch überfällige Veränderungen der Frauenmode: Hose statt Rock,
Büstenhalter statt Korsett. Bis heute halten sich die Versprechen des
ersten massentauglichen Individualverkehrsmittels: Im Gegensatz zum
petromaskulinen Automobil ist das unmotorisierte Fahrrad gesund, ökologisch
und [4][fördert laut einer Studie sozialen Zusammenhalt, politische
Partizipation und nachbarschaftliche Solidarität]. Nathan Pulver
29 Jun 2024
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## AUTOREN
(DIR) Nathan Pulver
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