# taz.de -- Vereinte Nationen: Neue Mitglieder im Sicherheitsrat
       
       > Dänemark, Griechenland, Pakistan, Panama und Somalia werden für zwei
       > Jahre die neuen nicht-ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat.
       
 (IMG) Bild: Der UN-Sicherheitsrat bei einer Sitzung im New Yorker UN-Hauptquartier im März 2024
       
       New York dpa | Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat am Donnerstag
       Dänemark, Griechenland, Pakistan, Panama und Somalia als neue
       nicht-ständige Mitglieder in den 15-köpfigen [1][UN-Sicherheitsrat]
       gewählt. Von Januar 2025 bis Ende 2026 werden die fünf Länder im
       mächtigsten UN-Gremium sitzen. Sie waren alle ohne Konkurrenz angetreten.
       Im Gegenzug werden Ecuador, Japan, Malta, Mosambik und die Schweiz Ende
       Dezember aus dem Rat ausscheiden.
       
       Der Sicherheitsrat hat die Möglichkeit, völkerrechtlich verbindliche
       Resolutionen zu fassen und damit beispielsweise Waffenembargos oder
       Sanktionen zu beschließen. Im Gremium gibt es jedoch eine
       Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die ständigen Mitglieder USA, China, Russland,
       Frankreich und Großbritannien haben die Macht des Vetos. Damit lässt sich
       jede Entscheidung blockieren, was aufgrund der politischen Konfliktlinien
       häufig zu Stillstand im Rat führt. Die zehn temporären Mitglieder, die
       jeweils für zwei Jahre gewählt werden, haben dagegen weit weniger Einfluss.
       
       Derzeit sind auch noch Algerien, Guyana, Südkorea, Sierra Leone und
       Slowenien im Sicherheitsrat. Deutschland saß bislang fünfmal im
       Sicherheitsrat – zuletzt 2019/2020 – und peilt eine erneute Bewerbung für
       2027/2028 an.
       
       Die UN-Vollversammlung wählte zudem einen neuen Präsidenten. Das
       hauptsächlich zeremonielle Amt hat nun der frühere Ministerpräsident von
       Kamerun, Philémon Yang, für ein Jahr inne.
       
       Traditionell lost UN-Generalsekretär António Guterres zudem aus, welches
       Land in der kommenden Sitzungsperiode der Vollversammlung links vorne im
       Saal sitzen darf. Das Los fiel diesmal auf den Jemen. Alle anderen Länder
       folgen dann in alphabetischer Reihenfolge ihren englischen Namen zufolge –
       Deutschland (Germany) also relativ weit hinten im Saal.
       
       7 Jun 2024
       
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