# taz.de -- Eigentümer für insolvente Warenhäuser: Galeria Karstadt geht an US-Investor
       
       > Der einstige Kaufhof-Eigentümer Baker übernimmt die insolvente
       > Warenhauskette. Der Unternehmer soll laut einem Medienbericht den
       > Zuschlag bekommen.
       
 (IMG) Bild: Nicht nur Buchstaben zu verkaufen: Überreste in einer einstigen Filiale in Hanau im Februar
       
       Berlin afp | Die Entscheidung im [1][Bieterkampf um die insolvente
       Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof] ist einem Medienbericht zufolge
       gefallen. Der US-Investor NRDC Equity Partners soll den Zuschlag für die
       verbliebenen 92 Warenhäuser bekommen, berichtete das Handelsblatt unter
       Verweis auf Verhandlungskreise. Am Montagabend habe Stefan Denkhaus,
       Insolvenzverwalter von Galeria, den Gläubigerausschuss informiert, hieß es
       weiter.
       
       Die Verträge über den Kauf von Galeria seien noch nicht unterschrieben,
       zitierte das Handelsblatt Unternehmenskreise. Sie sollen demnach am
       Dienstag unterzeichnet werden. Die finale Entscheidung zu einer Übernahme
       durch einen neuen Eigentümer trifft die Gläubigerversammlung im Mai.
       
       NRDC ist die Investmentgesellschaft des kanadischen Unternehmers Richard
       Baker, dem auch die Mehrheit an den Warenhausunternehmen Hudson Bay Company
       (HBC) gehört. Baker war über HBC bereits einmal Eigentümer von Kaufhof.
       2019 verkaufte er die deutsche Warenhaustochter an die Signa Gruppe von
       [2][René Benko]. Danach fusionierten Karstadt und Galeria Kaufhof.
       
       Zum Konsortium, das Galeria übernehmen will, soll laut Handelsblatt auch
       der ehemalige Kaufhof-Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Beetz gehören.
       
       ## 15.000 Mitarbeiter in 92 Kaufhäusern
       
       Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hatte im Januar einen
       Insolvenzantrag eingereicht. Es ist bereits das [3][dritte
       Insolvenzverfahren] für das Unternehmen. Galeria hatte ab 2020 während der
       Corona-Pandemie ein Insolvenzverfahren durchlaufen und Staatshilfe
       erhalten. 2022 benötigte es weitere Staatshilfen, 2023 folgte ein zweites
       Insolvenzverfahren. Infolge der Finanzprobleme des Eigentümers, des
       österreichischen Signa-Konzerns, geriet Galeria erneut in Schieflage.
       
       Galeria betreibt in Deutschland 92 Kaufhäuser und beschäftigt nach eigenen
       Angaben mehr als 15.000 Menschen.
       
       9 Apr 2024
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Konsequenzen-aus-der-Signa-Pleite/!5999057
 (DIR) [2] /Was-Rene-Benkos-Insolvenz-bedeutet/!5997034
 (DIR) [3] /Krise-im-Einzelhandel/!5905707
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Kaufhof
 (DIR) Karstadt
 (DIR) René Benko
 (DIR) Karstadt
 (DIR) Österreich
 (DIR) Signa
 (DIR) Insolvenz
 (DIR) Schwerpunkt Stadtland
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Gläubiger stimmen für Sanierungsplan: Galeria rettet sich erneut
       
       Die Gläubiger machen den Weg frei für die Sanierung des Warenhauskonzerns.
       Mindestens eine wichtige Frage ist jedoch nach wie vor offen.
       
 (DIR) Auch Signa Holding pleite: Komplette Rieseninsolvenz
       
       Nun ist auch die Dachgesellschaft des österreichischen Unternehmers René
       Benko am Ende. Galeria-Karstadt-Kaufhof ringt um einzelne Standorte.
       
 (DIR) Konsequenzen aus der Signa-Pleite: Kontrolle ist besser
       
       Die Linke fordert die großflächige Einführung eines „Seriositätschecks“ für
       windige Großinvestoren. Die Begeisterung des Senats hält sich in Grenzen.
       
 (DIR) Was René Benkos Insolvenz bedeutet: Sozialwohnung droht nicht
       
       Der Pleitier aus Österreich hat Insolvenz angemeldet. In Armut wird er
       nicht sinken, denn sein Geld hat er in Stiftungen im Familienumfeld
       gebunkert​.
       
 (DIR) Zukunft des KaDeWe: Luxus geht immer
       
       Dass das Berliner Edelkaufhaus Insolvenz angemeldet hat, bedeutet nicht
       gleich Schließung. Die Geschäfte laufen gut – Krise hin oder her.