# taz.de -- KfW-Förderprogramme für Wohnungsbau: Fördertöpfe für Neubau und Umbau
       
       > Klimafreundlicher Neubau, genossenschaftliches Wohnen und altersgerecht
       > umbauen: Ab Dienstag gibt es wieder Mittel für drei KfW-Förderprogramme.
       
 (IMG) Bild: Mit dem Programm „Klimafreundlicher Neubau“ konnten 2023 über 47.000 klimafreundliche neue Wohnungen gefördert werden
       
       Berlin taz Drei Förderprogramme des Bundesbauministeriums starten erneut:
       Ab Dienstag können für die Programme Klimafreundlicher Neubau,
       Genossenschaftliches Wohnen und Altersgerecht umbauen wieder Förderanträge
       bei der staatlichen KfW-Bank gestellt werden. Von den Programmen erhofft
       sich [1][Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD)] wichtige Impulse für den
       [2][stockenden Wohnungsneubau.] „Das Bauministerium ist ein wichtiges
       Investitionsressort“, sagte sie am Montag in Berlin. Jeder geförderte Euro
       löse „Aufträge in den Büchern der Handwerker aus“.
       
       Das Programm Klimafreundlicher Neubau, das erst im letzten Jahr eingeführt
       wurde, sei „schon jetzt eine Erfolgsgeschichte“, sagte Geywitz. 2023
       konnten damit über 47.000 klimafreundliche neue Wohnungen gefördert werden.
       17,4 Milliarden Euro seien an Investitionen angestoßen worden. Was Geywitz
       an dieser Stelle nicht erwähnte: Mitte Dezember war das Programm gestoppt
       worden, weil der Fördertopf leer gefegt war. Für 2024 stehen nun 762
       Millionen Euro in Form von zinsverbilligten Krediten zur Verfügung – 2023
       waren es noch 1,68 Milliarden Euro.
       
       Bei Wohngebäuden liege der Endkundenzins mit der Förderung bei 2,1 Prozent.
       Damit komme Bauen auch wieder in „finanzierbare Größenordnungen“, sagte
       Geywitz. Durch den russischen Angriffskrieg wurde das Bauen enorm
       erschwert. Nicht nur Lieferengpässe und steigende Material- und
       Energiekosten machten der Branche zu schaffen, sondern auch gestiegene
       Bauzinsen.
       
       ## Genossenschaftliches Wohnen sei „hidden champion“
       
       Besonders lobte Geywitz das Programm Genossenschaftliches Wohnen. Dieses
       habe sich zum „hidden champion“ entwickelt. 2022 wurde das Programm mit 6
       Millionen Euro gefördert, 2023 mit 9 Millionen, 2024 werde die Summe nun
       auf 15 Millionen ausgeweitet. Unterstützt werden damit Menschen, die
       Genossenschaftsanteile erwerben oder eine Genossenschaft gründen und
       anschließend bauen wollen. Je nach Laufzeit liege der Zinssatz zwischen 2
       und 2,5 Prozent. Es können Kredite bis zu 100.000 Euro aufgenommen werden.
       Der Tilgungszuschuss beträgt 7,5 Prozent.
       
       Die Programme Genossenschaftliches Wohnen und Altersgerecht umbauen waren
       2023 von der [3][verhängten Haushaltssperre] betroffen. Eine Zeit lang war
       unklar, ob und wie die Programme fortgeführt werden können. Für das
       Programm Altersgerecht umbauen stehen 2024 jetzt 150 Millionen Euro zur
       Verfügung, im vergangenen Jahr waren es nur 75 Millionen Euro. 2023 seien
       damit 31.000 Wohnungen und Häuser barrierefrei umgebaut worden, so Geywitz.
       
       20 Feb 2024
       
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