# taz.de -- +++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Geiseln in Gaza befreit
       
       > Das israelische Militär hat in Rafah in Südgaza zwei der verbliebenen
       > Geiseln befreit. Derweil fliegen Raketen aus dem Jemen.
       
 (IMG) Bild: Der Gedanke an die Geiseln ist im israelischen Alltag immer präsent
       
       ## Aus Kibbuz Nir Yitzhak entführte Geiseln befreit
       
       Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge in einer gemeinsamen
       Operation mit dem Inlandsgeheimdienst Shin Bet und der Spezialeinheit der
       Polizei in der Nacht in [1][Rafah im südlichen Gazastreifen] zwei Geiseln
       befreit.
       
       Die beiden Männer, Fernando Simon Marman, 60, und Louis Hare, 70, seien von
       der Hamas am 7. Oktober aus dem Kibbuz Nir Yitzhak entführt worden und in
       das Sheba-Krankenhaus in Israel gebracht worden. Sie seien in gutem
       Zustand, sagte Armeesprecher Richard Hecht.
       
       Die Männer seien aus dem zweiten Stock eines Gebäudes befreit worden, wobei
       es zu einem heftigen Schusswechsel kam.
       
       Gleichzeitig sei ein Luftangriff ausgeführt worden, um den Rückzug der
       Spezialkräfte zu ermöglichen, so Hecht. Bei den Angriffen waren laut
       Augenzeugen Flugzeuge, Panzer und Schiffe beteiligt. Das Militär hatte
       zuvor ohne weitere Einzelheiten zu nennen erklärt, es habe eine Reihe von
       Angriffen auf den südlichen Gazastreifen ausgeführt, die nun abgeschlossen
       seien. Dabei kamen Angaben örtlicher Gesundheitsbehörden zufolge bislang
       mindestens 37 Palästinenser ums Leben. (rtr)
       
       ## Erneut Schiff vor Jemens Küste angegriffen
       
       Südlich der jemenitischen Küste ist britischen Behördenangaben zufolge
       erneut ein Schiff angegriffen worden. Der Angriff sei mit zwei Raketen
       erfolgt, erklärte die britische Behörde für Seehandel (UKMTO) am Montag.
       „Die Besatzung ist in Sicherheit und das Schiff fährt zum nächsten
       Anlaufhafen weiter“, hieß es weiter.
       
       Im Roten Meer und im Golf von Aden haben die [2][Huthi-Rebellen] vom Jemen
       aus in den vergangenen Monaten immer Handelsschiffe angegriffen. Die
       Huthi-Miliz sieht sich als Teil der gegen Israel gerichteten proiranischen
       „Achse des Widerstands“ im Nahost-Krieg. Seit Dezember versuchen
       Kriegsschiffe einer internationalen Koalition unter US-Führung die Route
       entlang der jemenitischen Küste zu sichern.
       
       Die EU plant eine eigene Mission namens „Aspides“. Deutschland will sich an
       der Mission mit der Fregatte „Hessen“ beteiligen, die am Donnerstag von
       Wilhelmshaven aus in See stach. (afp)
       
       ## CDU-Delegation reist nach Israel
       
       Anlässlich der Nahost-Reise von [3][CDU-Chef Friedrich Merz] hat der
       Unions-Außenexperte Jürgen Hardt (CDU) Verständnis für Israels Vorgehen im
       Gazastreifen geäußert. Im Süden des Palästinensergebiets hätten sich nicht
       nur Flüchtlinge, sondern auch „die Hamas-Terroristen zurückgezogen“, sagte
       Hardt am Montag in der ARD. Merz werde bei seiner Reise „mit Sicherheit“
       nicht fordern, dass Israel ein „Terrornest“ an der israelischen Grenze
       hinnehmen müsse, argumentierte der Außenpolitiker.
       
       Merz reist im Rahmen eine Delegationsreise der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
       nach Israel. Dort wird er am Montag mit Ministerpräsident Benjamin
       Netanjahu zu einem politischen Gespräch zusammenkommen. Zudem sind Treffen
       mit Staatspräsident Isaac Herzog und Außenminister Israel Katz sowie
       Oppositionsführer Jair Lapid geplant. (dpa)
       
       12 Feb 2024
       
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