# taz.de -- Podcast über AIDS und HIV: Die Ideologin
       
       > Lügen über Viren gibt es nicht erst seit Corona. Der Podcast
       > „AIDS-Leugner“ erzählt von einer kranken Frau mit verhängnisvollem
       > Einfluss.
       
 (IMG) Bild: Red Ribbon ist ein internationales Symbol für das Verständnis von HIV und AIDS
       
       Ein tödliches Virus, das weltweit Millionen von Menschen tötet.
       Selbsternannte Aktivist*innen, die die Gefahr trotzdem nicht ernst nehmen
       oder das Virus gar für erfunden halten. Die mit pseudowissenschaftlicher
       und prominenter Unterstützung versuchen, eine angebliche Verschwörung von
       Staat und Pharmaindustrie aufzudecken. Hört sich bekannt an? Nein, die Rede
       ist nicht von [1][Corona-Leugner*innen].
       
       Auch die [2][Aids-Pandemie], die in den frühen 1980er Jahren ihren Anfang
       nahm, kennt solche Geschichten. Der neue Deutschlandfunk-Podcast
       „AIDS-Leugner“ erzählt die wohl bekannteste davon: Christina Maggiore wurde
       1992 HIV-positiv getestet – damals ein Todesurteil. Aber die
       US-Amerikanerin zweifelt den Zusammenhang zwischen HIV und Aids an und
       versucht mit ihrer Organisation „Alive & Well AIDS Alternatives“, auch den
       Rest der Welt von der „Aids-Lüge“ zu überzeugen.
       
       Mit ihrem Engagement erzeugt sie bemerkenswerte gefährliche Resonanz: Die
       [3][„Foo Fighters“], Rockband mit Saubermann-Image, lassen Maggiore während
       eines Konzerts auf die Bühne treten. Und sogar Thabo Mbeki kann Maggiore
       für sich gewinnen. Der damalige Präsident Südafrikas verhindert den Zugang
       zu antiretroviralen Medikamenten. Bis heute verzeichnet das Land mehr
       HIV-Fälle als alle anderen. Und auch für Maggiore selbst hat ihre Leugnung
       schwere persönliche Folgen – auch für ihre Tochter.
       
       Wie konnte es dazu kommen? Warum verstricken sich Menschen so sehr in
       Verschwörungserzählungen, dass sie das Leben anderer in Gefahr bringen?
       Mithilfe zahlreicher Zeitzeugen geben Christopher Weingart und Jonas Reese
       in fünf spannenden 30-minütigen Episoden Antworten auf diese Fragen und
       zeigen einmal mehr: Aus der Vergangenheit lässt sich einiges lernen.
       Allerdings ist es möglicherweise schon zu spät, damit sich so etwas nicht
       wiederholt.
       
       14 Jan 2024
       
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 (DIR) Clara Löffler
       
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