# taz.de -- Elon Musks Drogenkonsum: Private Ablenkungen
       
       > Elon Musk nimmt Drogen. Der Blick auf sein Privatleben versperrt den
       > Blick darauf, dass er machtgeil ist und Verschwörungserzählungen
       > verbreitet.
       
 (IMG) Bild: Welche Drogen nimmt er? Ist doch egal!
       
       Warum Elon Musk so „schmerzhaft unlustig“ ist, hat das [1][Rolling Stone
       Magazine im Dezember 2023] gefragt und die schlimmsten seiner
       humoristischen Fails aufgelistet. Als müsste man analysieren, wieso ein
       reicher Mann den „Twitter“-Schriftzug der Zentrale zeitweise zu „Titter“
       hat umgestalten lassen. Und ehrlich: Musks Humor ist genauso egal wie
       [2][die neueste Musk-Nachricht des Wall Street Journal]. Nämlich, dass der
       Multimilliardär angeblich Drogen nimmt. Die Zeitung listet da einige
       Substanzen auf und Sorgen aus Musks Umfeld, insbesondere solche um das
       Wohlergehen seiner Unternehmen. Das sollte uns wirklich nicht
       interessieren! Tut es leider trotzdem.
       
       Denn wir begreifen Musk als Person, inklusive Privatleben, Süchten und auch
       (fehlendem) Humor. Musk und seiner Inszenierung vom
       genialen/kantigen/(un)lustigen Privatmann kommt das entgegen. Damit lenkt
       er von all dem Scheiß ab, den er macht, insbesondere bei Tesla und bei X,
       der Social-Media-Plattform, die früher mal Twitter hieß und heute dafür
       bekannt ist, dass Hass und [3][Verschwörungsideologien] immer mehr die
       Oberhand gewinnen – wegen Musk.
       
       Ob Musk seine Unternehmen unter Drogeneinfluss führt oder lustig ist, ist
       dabei erst mal irrelevant. Viel mehr Relevanz hat der Ideologe und
       Unternehmer Musk. Der Mann, der immer wieder versucht, gegen Gewerkschaften
       vorzugehen, gegen kritische Medien, gegen linke Organisationen und
       Wissenschaftler*innen, die sich gegen Hass einsetzen, gegen
       Klimaaktivist*innen und -expert*innen.
       
       Uns sollte nicht die Sorge von Musks Umfeld berühren, sondern die Sorge um
       Musks Einfluss auf unser eigenes Umfeld umtreiben. Die ständige
       Auseinandersetzung mit Musks Privatheit, egal ob bei Süchten, Übergewicht,
       Humor versperrt den Blick auf das Wichtige: das Gebaren eines machtgeilen,
       politiktreibenden Milliardärs, der öffentlich amtisemitische und
       rassistische [4][Verschwörungserzählungen] verbreitet. Angesichts dessen
       muss uns Musks Privatheit egal werden. Es gibt wirklich Wichtigeres.
       
       8 Jan 2024
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.rollingstone.com/culture/culture-lists/elon-musks-unfunniest-jokes-2023-1234929823/firing-almost-everyone-at-twitter-1234929825/
 (DIR) [2] https://www.wsj.com/business/elon-musk-illegal-drugs-e826a9e1
 (DIR) [3] https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/der-grosse-austausch-elon-musk-afd-bjoern-hoecke-backgroundcheck-faktencheck-102.html
 (DIR) [4] /Der-Rechtslibertarismus-des-Elon-Musk/!5962309
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Johannes Drosdowski
       
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