# taz.de -- WM-Spiel England gegen Iran: Fußballer mit Haltung
       
       > Vor dem Spiel schweigen die iranischen Spieler bei der Hymne. Englands
       > Kapitän trägt eine Armbinde mit der Aufschrift „no discrimination“.
       
 (IMG) Bild: Aussagekräftige Armbinde: Englands Kapitän Harry Kane auf dem Platz
       
       Berlin taz | Der Auftakt des zweiten WM-Spiels in Katar war hoch
       symbolisch. Vor der Partie England gegen den Iran am Montag schwiegen
       zunächst [1][ausnahmslos alle iranischen Spieler beim Abspielen der eigenen
       Hymne]. Sie folgten damit dem Beispiel vieler Sportler:innen ihres
       Landes, die in den letzten Wochen das Singen der Hymne verweigert hatten,
       um sich mit den [2][Protesten gegen das Regime] ihres Landes zu
       solidarisieren. Der iranische Staatssender unterbrach die Live-Übertragung
       bei der Hymne. Den Spielern könnten nun Konsequenzen drohen.
       
       Nach dem Singen legten die englischen Spieler ihre Trainingsjacken ab und
       es wurde sichtbar, dass ihr Mannschaftskapitän tatsächlich auf [3][die „One
       Love“-Armbinde] verzichtet hatte. Dennoch war seine Kapitänsbinde nicht
       haltungslos. Es stand nun „no discrimination“ drauf.
       
       Zuvor [4][hatte der Weltfußballverband FIFA die an der Kampagne für
       Menschenrechte und Vielfalt beteiligten UEFA-Teilnehmer stark unter Druck
       gesetzt – und mit sportlichen Sanktionen gedroht]. Daraufhin hatten der
       englische Verband, der Deutsche Fußball-Bund und die weiteren Verbände
       angekündigt, auf das symbolträchtige Stückchen Stoff zu verzichten.
       
       Spielern, die gegen Entscheid der Fifa doch eine „One Love“-Binde tragen,
       droht eine Gelbe Karte. „Wir waren bereit gewesen, Strafen zu zahlen, was
       normalerweise bei Verstößen gegen Kleider-Regularien der Fall wäre. Dennoch
       konnten wir unsere Spieler nicht in eine Situation bringen, in der sie eine
       Gelbe Karte bekommen könnten oder gar gezwungen werden, das Spielfeld zu
       verlassen“, hieß es in der von der englischen FA verbreiteten gemeinsamen
       Stellungnahme.
       
       Unmittelbar vor dem Anpfiff zeigten dann alle Spieler der englischen Elf
       Haltung. Sie knieten auf dem Rasen nieder – ein Zeichen antirassistischer
       [5][Solidarität aus der Black-Lives-Matter-Bewegung].
       
       21 Nov 2022
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://twitter.com/GildaSahebi/status/1594688285586096128
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 (DIR) [3] /Streit-um-Kapitaensbinde-bei-WM/!5894105
 (DIR) [4] /Streit-um-Kapitaensbinde-bei-WM/!5894105
 (DIR) [5] /Gedenken-an-George-Floyd/!5686311
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Gereon Asmuth
       
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