# taz.de -- Nun auch kirchenrechtliche Vorwürfe: Neue Kritik an Woelki
       
       > Der Rektor von Woelkis Hochschule soll falsche Angaben zu deren
       > Finanzierung gemacht haben. Der Vorgang könnte im Vatikan eine
       > Untersuchung auslösen.
       
 (IMG) Bild: Die Kritik an ihm reißt nicht ab: Rainer Maria Kardinal Woelki
       
       Berlin/Köln taz | Dem Kölner Erzbischof [1][Rainer Maria Kardinal Woelki]
       droht weiteres Ungemach aus dem Vatikan. Laut eines FAZ-Berichts hat
       Christoph Ohly, der Rektor von Woelkis „Kölner Hochschule für Katholische
       Theologie“, falsche Angaben zur Finanzierung der Einrichtung gemacht. Als
       Großkanzler der Hochschule ist Woelki in diese Entscheidung auch selbst
       involviert.
       
       Die Hochschule wurde vor drei Jahren gegründet. Von Beginn an stand die
       Finanzierung der Hochschule auf tönernen Füßen. Realisiert werden sollte
       diese durch einen Sonderfonds, der aber inzwischen ausgeschöpft sein soll.
       Woelki wollte dafür Spenden einwerben – die allerdings durch seinen
       [2][Umgang mit Missbrauchsfällen] und der Kritik daran ausblieben.
       
       Dennoch soll laut FAZ der Hochschulrektor Christoph Ohly im März gegenüber
       der kirchlichen Akkreditierungsagentur AKAST fälschlich behauptet haben,
       die Finanzierung sei gesichert. Auch hatte Ohly zuvor nicht, wie
       kirchenrechtlich vorgesehen, den zuständigen Vermögensrat und das
       Domkapitel für diese Zusage eingebunden.
       
       ## Vatikan könnte den Fall untersuchen
       
       Die Angelegenheit könnte zu einem Prüffall für den Vatikan werden – und zu
       einer erneuten Belastungsprobe für Woelki. Der 66-Jährige steht bereits
       seit Monaten in der Kritik. Auch Papst Franziskus attestierte ihm
       kommunikative Fehler, sah bisher aber keine kirchenrechtlichen Verstöße.
       
       Zuletzt hatten sich mehr als 60 Pfarrer, Gemeindereferentinnen und andere
       Funktionsträger des Erzbistums Köln [3][in einer Erklärung] von Woelki
       distanziert. „Wir fordern einen wirklichen Neuanfang“, hieß es in dem
       Schreiben. „Dazu gehören auch personelle und systemische Veränderungen.“
       
       15 Sep 2022
       
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