# taz.de -- Verstorben nach Corona-Impfdurchbruch: Mehrere Tausend Tote, trotz Impfung
       
       > Die Impfung wirkt gut gegen das Coronavirus, aber nicht zu 100 Prozent.
       > 6.125 Menschen starben in Deutschland trotz Impfung an oder mit Covid-19.
       
 (IMG) Bild: Intensiv-Pflegekräfte versorgen einen schwer an Corona erkrankten Patienten
       
       Berlin taz | In der Corona-Pandemie sind 6.126 Menschen nach Angaben des
       Robert Koch-Instituts (RKI) an oder mit Covid-19 gestorben, obwohl sie
       vollständig geimpft waren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung
       auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Linken hervor. Die Todesfälle
       machen damit etwa 4 Prozent aller Corona-Toten aus. Nach Angaben des RKI
       sind insgesamt mehr als 137.000 Menschen im Zusammenhang mit Corona in
       Deutschland verstorben.
       
       Der größte Teil der Verstorbenen mit Impfung ist älter als 60 Jahre: In 229
       Fällen handelt es sich um Patienten im Alter von 18 bis 59 Jahren und in
       5.897 Fällen ab 60 Jahren. Sogenannte Komorbiditäten, also weitere
       Krankheiten, wurden bei der Auswertung nicht berücksichtigt. Nach
       bisherigem Forschungsstand erhöhen sie deutlich das Risiko, an Corona zu
       versterben.
       
       Die in der Antwort genannten Todesfälle bei Impfdurchbrüchen sind zwischen
       Anfang Februar 2021 und Mitte April 2022 an das RKI gemeldet worden.
       Nachmeldungen sind möglich.
       
       Aktuell gelten in Deutschland 63,1 Millionen Menschen als grundimmunisiert.
       Sie haben mindestens zwei Impfdosen gegen Corona erhalten. Eine
       Auffrischungsimpfung haben 49,5 Millionen Menschen erhalten. Im
       wöchentlichen Bericht erklärt das RKI aber: „Da kein Impfstoff eine
       Impfeffektivität von 100 % aufweist, ist auch bei vollständig geimpften
       Personen mit sogenannten Impfdurchbrüchen zu rechnen.“ Auch schwere
       Verläufe können also nicht aus geschlossen werden, sind aber in Anbetracht
       der Zahlen eine Seltenheit.
       
       Die Linke begründete ihre Anfrage damit, dass transparent „auch die
       unabwendbaren Impfdurchbrüche“ dargestellt werden sollen.
       
       12 May 2022
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) David Muschenich
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Pandemie
 (DIR) Robert Koch-Institut
 (DIR) Infektionskrankheit
 (DIR) Impfung
 (DIR) Gesundheitspolitik
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Gesundheitspolitik
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) IG
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Coronamaßnahmen für Sommer und Herbst: „Kein Alarm notwendig“
       
       Gesundheitsminister Lauterbach kündigt strengere Corona-Regeln erst für den
       Herbst an. Angesichts der Sommerwelle mahnt er zur Vorsicht.
       
 (DIR) Nach erstem Ausbruch in isoliertem Land: Erster Corona-Toter in Nordkorea
       
       Einen Tag nachdem Pjöngjang die ersten Covid-19-Fälle bekannt gab, wird der
       erste Tote bestätigt. 187.000 Menschen mit Fieber müssen sich isolieren.
       
 (DIR) Betrug im Gesundheitswesen: Mit der Pflege Geld erschwindeln
       
       Die Kaufmännische Krankenkasse stellt Abrechnungsbetrug in Höhe von 3,4
       Millionen Euro allein bei den Pflegediensten fest. Tendenz steigend.
       
 (DIR) Nachrichten in der Coronakrise: Im Supermarkt bleibt Maske angesagt
       
       81 Prozent der Menschen in Deutschland schützen sich weiter beim Einkaufen.
       Die 7-Tage-Inzidenz ist den vierten Tag in Folge gestiegen, und in Rio
       gibt's wieder Karneval.
       
 (DIR) Corona und Impfpflicht: Impfung oder Lockdown
       
       Bei der Impfpflicht geht es nicht um Gewissensfragen, sondern um die Lösung
       für ein Problem. Nur durch Impfungen sind die Krankenhäuser zu entlasten.