# taz.de -- +++ Nachrichten zum Ukrainekrieg +++: Selenski fordert UN-Reform
       
       > Präsident Selenski fordert, Russland das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat
       > zu entziehen. Gazprom Germania verliert seinen Namen.
       
 (IMG) Bild: Wolodimir Selenski während seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat
       
       ## Selenski fordert Entzug von Russlands Veto-Recht
       
       Der ukrainische Präsident Wolodimyr Selenski hat die Vereinten Nationen
       (UN) zu einer Reform des Veto-Systems im Sicherheitsrat aufgefordert, mit
       dem unter anderem Russland Resolutionen blockieren kann. Alles müsse getan
       werden, damit das internationale Gremium effektiv handeln könne, sagte
       Selenski in einer Video-Ansprache vor dem Sicherheitsrat in New York.
       Russland gehört aus historischen Gründen mit den USA, China, Frankreich und
       Großbritannien zu den ständigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat, die mit
       ihrem Veto-Recht Entscheidungen stoppen können. Schon vor dem Krieg in der
       Ukraine hat es immer wieder Blockaden in dem Gremium gegeben. Vor dem
       UN-Sicherheitsrat schilderte der ukrainische Präsident im Detail
       entsetzliche Szenen aus Butscha.
       
       In der Stadt bei Kiew waren nach dem Abzug russischer Truppen Hunderte
       Leichen entdeckt worden, die nach ukrainischen Angaben auf Kriegsverbrechen
       russischer Soldaten hindeuten. Die Regierung in Moskau weist dies
       kategorisch zurück, beschuldigt die Ukraine einer Inszenierung und hatte
       sich mit diesem Vorwurf vergeblich selbst für eine Sitzung des
       UN-Sicherheitsrates eingesetzt. Selenski warf Russland in seiner
       leidenschaftlichen Ansprache vor, die Ukraine zum Schweigen bringen und
       versklaven zu wollen. Vor seinem Auftritt vor dem UN-Sicherheitsrat hatte
       er in den vergangenen Wochen in zahlreichen Parlamenten – darunter auch im
       Bundestag – eindringlich für mehr Unterstützung im Kampf gegen Russland
       sowie härtere Sanktionen gegen das Land geworben. (rtr)
       
       Selenski verlangt Kriegsverbrecherprozess gegen Russland 
       
       Der ukrainische Präsident Wolodimyr Selenski hat einen sofortigen
       Kriegsverbrecherprozess gegen das russische Militär gefordert. Russische
       Invasionstruppen hätten in der Ukraine die schlimmsten Kriegsverbrechen
       seit dem Zweiten Weltkrieg begangen, sagte Selenski am Dienstag in einem
       Videoauftritt vor dem UN-Sicherheitsrat. Es gebe keinen Unterschied
       zwischen ihnen und Terroristen wie Mitgliedern der Terror-Organisation
       Islamischer Staat.
       
       Zu seiner Ansprache zeigte Selenski ein Video, in dem blutige Leichen zu
       sehen waren. Er endete mit den Worten: „Stoppt die russische Aggression.“
       Bilder von Gräueltaten an Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha und in
       anderen Ortschaften haben international Entsetzen ausgelöst. Die Ukraine
       macht russische Truppen dafür verantwortlich, die den Ort mehrere Wochen
       besetzt hielten, bevor sie sich vergangene Woche zurückzogen. Russland
       spricht von einer „inszenierten Provokation“ der Ukraine. (ap)
       
       ## Gazprom Germania muss auf Markennamen verzichten
       
       Der russische Energiekonzern Gazprom hat seine ehemalige deutsche
       Tochterfirma Gazprom Germania zum Verzicht auf den Markennamen und die
       Verwendung des Markenlogos aufgefordert. Grund sei, „eine weitere
       Identifizierung ihrer Aktivitäten mit der Gazprom-Gruppe zu vermeiden“,
       teilte Gazprom am Dienstag auf Telegram mit. Der einstige Mutterkonzern
       ziehe außerdem alle seine Manager aus Führungsgremien von Gazprom Germania
       zurück, hieß es.
       
       Das betreffe auch alle Tochterfirmen von Gazprom Germania, hieß es. Das
       deutsche Unternehmen ist seinerseits Eigentümerin weiterer wichtiger
       Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft – etwa des Gasspeicherbetreibers
       Astora.
       
       Zu der Übernahme der Aufsicht über die bislang von Russland geführten Teile
       der deutschen Gasversorgung äußerte sich Gazprom zunächst nicht. Die
       Bundesregierung hatte am Montag per Anordnung die Bundesnetzagentur
       vorübergehend als Treuhänderin für Gazprom Germania eingesetzt.
       Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) begründete dies mit
       unklaren Rechtsverhältnissen und einem Verstoß gegen Meldevorschriften.
       Gazprom ist nach wie vor der größte Gaslieferant Deutschlands.
       
       Der russische Energieriese hatte am 1. April mitgeteilt, seine deutsche
       Tochterfirma abgegeben zu haben. (dpa)
       
       ## Ukraine erhielt deutsche Rüstungsgüter für 186 Millionen Euro
       
       Die Bundesregierung hat bis Ende März Rüstungslieferungen im Wert von 186
       Millionen Euro für die Ukraine genehmigt. Im ersten Quartal dieses Jahres
       erhielten nur die Nato-Partner Niederlande und Großbritannien mehr Waffen
       und andere Rüstungsgüter aus Deutschland, wie das Bundesministerium für
       Wirtschaft und Klima am Dienstag mitteilte. Die USA liegen auf Platz vier
       hinter der Ukraine.
       
       Insgesamt verdreifachte sich das Exportvolumen von Januar bis März im
       Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu von 981 Millionen auf 2,88
       Milliarden Euro. Das Ministerium führt den drastischen Anstieg vor allem
       auf ein auf mehrere Jahre angelegtes Großprojekt mit den Niederlanden
       zurück. Dorthin wird nach früheren Angaben Artilleriemunition verschiedener
       Kaliber im Wert von 1,79 Milliarden Euro geliefert.
       
       In die Ukraine wurden seit der Annexion der ukrainischen Krim durch
       Russland 2014 kaum Rüstungsgüter geliefert, bis die Bundesregierung sich
       Ende Februar zwei Tage nach Kriegsbeginn für Waffenlieferungen in größerem
       Stil entschied. Seitdem hat die Ukraine unter anderem Panzerfäuste,
       Flugabwehrraketen, Maschinengewehre und mehrere Millionen Schuss Munition
       erhalten.
       
       Als Reaktion auf die Kriegsgräuel in dem Kiewer Vorort Butscha sollen die
       Waffenlieferungen nun noch einmal ausgeweitet werden. „Deutschland
       unterstützt die Ukraine nachdrücklich bei ihrem Recht auf
       Selbstverteidigung, wie die aktuellen Genehmigungswerte für Rüstungsgüter
       zeigen“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Sven Giegold. (dpa)
       
       ## Polen kauft 250 Panzer und Kampffahrzeuge in den USA
       
       Polen rüstet sein Militär deutlich auf und kauft 250 Panzer und
       Kampffahrzeuge in den USA ein. Die Bestellung im Wert von 4,7 Milliarden
       Dollar (4,3 Milliarden Euro) wurde am Dienstag vom polnischen
       Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak unterzeichnet, nachdem sie bereits
       im vergangenen Jahr beschlossen worden war. „Die Vereinbarung umfasst 250
       Abrams-Panzer, gepanzerte Bergungsfahrzeuge, Angriffsbrücken, Ausbildungs-
       und Logistiksysteme und eine beträchtliche Menge an Munition“, sagte er bei
       der im Fernsehen übertragenen Unterzeichnungszeremonie.
       
       Eine erste Lieferung von 26 Panzern werde noch in diesem Jahr in Polen
       eintreffen und östlich der Weichsel stationiert, „um jeden potenziellen
       Aggressor abzuschrecken“, sagte Blaszczak. „Jeder weiß, was sich an unserer
       Ostgrenze abspielt“, sagte er mit Blick auf die russische Invasion in der
       Ukraine. Die gesamte Bestellung soll bis 2026 ausgeliefert sein. (afp)
       
       ## Nato erwartet verstärkte Offensive in Ost- und Südukraine
       
       Die Nato erwartet in den kommenden Wochen eine verstärkte russische
       Offensive im Osten und im Süden der Ukraine. Russland werde versuchen, den
       gesamten Donbass einzunehmen und eine Landbrücke zur bereits besetzten
       ukrainischen Halbinsel Krim zu schaffen, sagte Generalsekretär Jens
       Stoltenberg am Dienstag bei einer Pressekonferenz.
       
       Die deutliche Truppenbewegung weg von der Hauptstadt Kiew hat nach
       Einschätzung des Militärbündnisses damit zu tun, dass sich der Fokus der
       russischen Streitkräfte nun in Richtung Osten verlagert. Die Truppen werden
       demnach neu gruppiert und neu bewaffnet.
       
       Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen werden die Außenminister der
       Mitgliedstaaten nach Angaben von Stoltenberg an diesem Mittwoch und
       Donnerstag bei einem Treffen in Brüssel darüber beraten, wie die
       ukrainischen Streitkräfte zusätzlich unterstützt werden könnten. „Die
       Alliierten sind entschlossen, die Ukraine weiter zu unterstützen. Dazu
       gehören Panzerabwehrwaffen, Luftabwehrsysteme und andere Ausrüstung“, sagte
       der Norweger. Die Nato wolle zudem zusätzliche Unterstützung bei der Abwehr
       von Cyberangriffen leisten.
       
       Für einen „inhaltsvollen Dialog“ mit Russland sieht Stoltenberg derzeit
       keine Chance. Russland sei ein Land, das eklatant gegen das Völkerrecht
       verstoße, das militärische Gewalt gegen eine unabhängige souveräne Nation
       wie die Ukraine anwende und das für Gräueltaten verantwortlich sei.
       Zugleich betonte Stoltenberg, dass die Nato mit Russland weiter in Kontakt
       bleiben müsse. Russland sei ein Nachbar und in den Beziehungen gehe es auch
       um Themen wie Risikominderung, Transparenz, Konfliktentschärfung und Fragen
       im Zusammenhang mit Rüstungskontrolle. (dpa)
       
       ## Mützenich: Deutschland unterstützt Kohle-Importstopp
       
       Deutschland wird dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Importverbot für
       Kohle aus Russland nach Angaben von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich
       zustimmen. „Wir schließen uns diesem Boykott an“, sagte der Vorsitzende der
       größten Regierungsfraktion im Bundestag am Dienstag in Berlin.
       
       Er sprach sich für die Prüfung weiterer Sanktionen aus, äußerte sich aber
       skeptisch zu einem Stopp von Gas- und Öl-Importen. Der Wirtschaftsstandort
       Deutschland dürfe nicht geschwächt werden. Bestimmte Entscheidungen könnten
       zu einer deutlichen Rezession und Inflation führen.
       
       Die EU-Kommission hatte zuvor als Reaktion auf die Kriegsgräuel im
       ukrainischen Butscha ein umfangreiches Paket mit neuen Russland-Sanktionen
       vorgestellt. Es beinhaltet nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin
       Ursula von der Leyen neben dem Importverbot für Kohle eine Hafensperre für
       russische Schiffe sowie weitere Beschränkungen für den Handel mit Russland.
       Ob die Sanktionen wie vorgeschlagen verhängt werden, müssen nun die 27
       EU-Staaten entscheiden.
       
       Mützenich sprach sich dafür aus, nun auch alle Waffenlieferungen für die
       Ukraine zu prüfen, die möglich und verantwortbar seien. „Nach meinem
       Kenntnisstand ist Deutschland durchaus einer der größten Geber in diesem
       Bereich“, betonte Mützenich. (dpa)
       
       ## Gemeinsamer Fahrplan zum Ausstieg aus russischer Energie
       
       Außenministerin Annalena Baerbock hat sich grundsätzlich hinter EU-Pläne
       zum Importverbot für russische Kohle gestellt, aber einen gemeinsamen
       Fahrplan zum Komplettausstieg aus allen fossilen Energieimporten aus
       Russland gefordert. Die Antwort auf die Kriegsverbrechen, die man in der
       Ukraine gesehen habe, müsse das fünfte Sanktionspaket sein, sagte die
       Grünen-Politikerin am Dienstag bei einer internationalen
       Unterstützer-Konferenz für Moldau in Berlin. Sie ergänzte: „Dass wir als
       Europäische Union den Komplettausstieg aus fossiler Energieabhängigkeit von
       Russland gehen, beginnend bei Kohle, dann Öl und dann Gas.“
       
       Baerbock sagte, in den EU-Staaten seien die Energieabhängigkeiten
       unterschiedlich. „Wenn wir wirklich gemeinsam was erreichen wollen, dann
       brauchen wir einen gemeinsamen europäischen Fahrplan, wie wir aus fossilen
       Energieimporten aus Russland komplett als Europäische Union aussteigen.“
       Deutschland habe als Vorsitzland der G7-Gruppe der führenden
       Industrienationen zudem Verantwortung dafür, dass solche Schritte in jenen
       Ländern, die wirtschaftlich nicht so stark seien, nicht zum finanziellen
       Kollaps oder einem kompletten Energieausfall führen könnten. (dpa)
       
       ## EU-Kommission schlägt Importverbot für Kohle vor
       
       Die EU-Kommission hat neue Sanktionen gegen Russland vorgeschlagen. Dazu
       solle ein Importverbot für Kohle aus Russland gehören, sagte
       Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag. Die EU müsse nach
       den abscheulichen Verbrechen in Butscha nahe Kiew den Druck auf den
       russischen Präsidenten Wladimir Putin erhöhen. Klar gegen solche
       Gräueltaten Stellung zu beziehen, sei nicht nur entscheidend für Europa,
       sondern auch für den Rest der Welt, sagte von der Leyen. Putins
       Angriffskrieg und Massaker von Zivilisten dürften nicht geduldet werden.
       
       Es ist das erste Mal, dass die EU mit ihren Sanktionen gezielt das
       lukrative Geschäft Russlands mit fossilen Energieträgern ins Visier nimmt.
       Nach Angaben der Kommissionspräsidentin importiert die Staatengemeinschaft
       pro Jahr russische Kohle im Wert von vier Milliarden Euro. Die EU arbeite
       bereits an zusätzlichen Sanktionen, darunter auch Öl-Importe, sagte von der
       Leyen. Erdgas erwähnte sie nicht.
       
       Die EU importiert etwa 40 Prozent ihres Erdgasbedarfs aus Russland.
       Deutschland und andere Staaten haben sich gegen ein Importverbot für
       russisches Erdgas ausgesprochen. Konsens unter den 27 EU-Staaten war, dass
       diese Einfuhren nicht so leicht zu ersetzen sind wie Kohle und Öl.
       
       Die EU-Staaten müssen die Sanktionsvorschläge der Kommission einstimmig
       gutheißen. Dazu gehört auch ein Verbot für russische Schiffe, in den Häfen
       der EU anzulegen, es sei denn, sie transportieren essenzielle Waren wie
       landwirtschaftliche Produkte, Lebensmittel, Energie oder humanitäre Hilfe.
       Teil der neuen Sanktionen sind auch gezielte Exportverbote unter anderem
       bei Quantencomputern, Halbleitern und anderen technischen Geräten. Von der
       Leyen sagte, dass auch vier russische Banken, darunter das zweitgrößte
       russische Geldhaus VTB, von den Märkten abgeschnitten würden. „Das wird
       Russlands Finanzsystem weiter schwächen.“ (ap)
       
       ## Lindner offen für weitere Sanktionen gegen Russland
       
       Die Bundesregierung kann sich laut Finanzminister Christian Lindner weitere
       Strafmaßnahmen gegen Russland wegen des Kriegs in der Ukraine vorstellen.
       „Wir sind offen für Verschärfungen von Sanktionen“, sagte der FDP-Chef am
       Dienstag nach Beratungen der EU-Finanzminister in Luxemburg. „Es war ein
       Fehler Deutschlands, so stark abhängig zu werden von Energie-Importen aus
       Russland.“
       
       Die bisherige Russland-Politik Deutschlands müsse kritisch hinterfragt und
       aufgearbeitet werden. Lindner ergänzte, das Ziel sei es, so schnell wie
       möglich von russischen Energie unabhängig zu werden. Dies gehe aber nicht
       überall gleich schnell. Die EU-Kommission schlägt einem Insider zufolge
       eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland vor, zu der auch ein
       Kohle-Importembargo zählen soll. Angesprochen darauf sagte Lindner der ARD:
       „Wir sprechen über alles.“ Kohle und Öl seien schneller zu ersetzen als
       etwa Gas oder Rohstoffe wie Palladium. (rtr)
       
       ## CDU/CSU fordert mehr deutsche Waffenlieferungen an Ukraine
       
       Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag fordert deutlich mehr deutsche
       Waffenlieferungen an die Ukraine. Ihr Erster Parlamentarischer
       Geschäftsführer Thorsten Frei bezeichnete Deutschlands Rolle bei diesem
       Thema am Dienstag in Berlin als „blamabel“. Deutschland liefere deutlich
       weniger als viele kleinere Länder der Europäischen Union. Der CDU-Politiker
       griff insbesondere Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) an:
       „Fakt ist: Sie macht das absolut schlecht und unzureichend.“
       
       Frei sagte: „Wir möchten die Ukraine stärker noch als bisher unterstützen
       in ihrem Überlebenskampf, in ihrem Abwehr- und Verteidigungskampf gegen
       Russland. Wir sind davon überzeugt, dass Deutschland hier zu wenig getan
       hat und zu wenig tut.“ Die USA hätten in den vergangenen Wochen Waffen im
       Wert von etwa einer Milliarde Euro geliefert, Großbritannien im Wert von
       500 Millionen, Deutschland im Wert von 80 Millionen. Selbst die baltischen
       Staaten hätten der Ukraine mehr Waffen gegeben. Das sei für Deutschland
       „beschämend“.
       
       CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte: „Alles, was unterhalb eines
       Kriegseintritts möglich ist, muss auch machbar sein.“ Der CSU-Politiker
       wollte sich nicht festlegen, für welche Waffensysteme dies gelten könnte.
       Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, fordert für sein Land
       auch Panzer und Artillerie. Dobrindt sagte, es gehe um Abwehrwaffen, aber
       auch um geschützte Fahrzeuge und Drohnen. Frei nannte zudem
       Flugabwehrraketen und Panzerabwehrwaffen.
       
       Die Bundesregierung müsse jetzt nicht nur bereit sein, die Ukraine aus
       Beständen der Bundeswehr zu versorgen, sagte Dobrindt. Sie müsse auch
       sofort Genehmigungen erteilen, damit Rüstungsunternehmen direkt liefern
       könnten. Dabei dürfe es keine Rolle spielen, ob die Ukraine diese Waffen
       bezahlen könne. Er erwarte, dass die Bundesregierung eine
       Finanzierungszusage gebe. (dpa)
       
       ## Italien weist 30 russische Diplomaten aus
       
       Im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine weist
       Italien 30 russische Diplomaten aus. Dieser Schritt sei in Übereinstimmung
       „mit unseren europäischen und transatlantischen Partnern aus Gründen der
       nationalen Sicherheit“ erfolgt, sagte Italiens Außenminister Luigi Di Maio
       am Dienstag dem Sender RaiNews24. Zuvor hatten auch Deutschland und andere
       europäische Länder dutzende russische Diplomaten ausgewiesen, denen sie
       unter anderem Spionage vorwarfen.
       
       Die Ausweisung der russischen Diplomaten stehe auch im Zusammenhang mit der
       „aktuellen Krisensituation“, sagte Di Maio mit Blick auf den Ukraine-Krieg
       weiter. Der russische Botschafter sei über die Maßnahme informiert worden,
       hieß es aus dem Außenministerium in Rom.
       
       Die Gräueltaten von Butscha in der Ukraine hatten europaweit Entsetzen
       ausgelöst. Die ukrainischen Behörden hatten am Wochenende in der Kleinstadt
       bei Kiew nach dem Abzug russischer Truppen Dutzende Leichen entdeckt. Der
       Kreml bestreitet die Verantwortung russischer Truppen und weist die
       Anschuldigungen des Westens zurück. (afp)
       
       ## Frankreich ermittelt zu Kriegsverbrechen in Ukraine
       
       Die französische Justiz hat Untersuchungen gegen Unbekannt wegen des
       Verdachts auf Kriegsverbrechen in der Ukraine aufgenommen. Bei den drei am
       Dienstag gestarteten Verfahren gehe es um Handlungen, die sich gegen
       französische Staatsbürger gerichtet haben sollen. Die zuständige Pariser
       Anti-Terrorstaatsanwaltschaft teilte mit, dass es konkret um psychische
       Übergriffe, den willentlichen Angriff auf unbeteiligte Zivilisten, den
       Entzug lebenswichtiger Güter beziehungsweise die Zerstörung und Wegnahme
       ziviler Güter gehe. Die Vorfälle sollen sich in Mariupol, Hostomel und
       Tschernihiw ereignet haben.
       
       Bereits nach dem Tod eines französisch-irischen Journalisten in der Ukraine
       hatte die französische Justiz Untersuchungen zu Kriegsverbrechen
       aufgenommen. Frankreich kann zu Kriegsverbrechen im Ausland nur dann
       ermitteln, wenn sie von einem Staatsbürger oder einem Menschen mit
       Erstwohnsitz in Frankreich begangen wurden oder sich gegen einen
       französischen Staatsbürger gerichtet haben. (dpa)
       
       ## Evakuierung in Regierungsmaschine nach Japan
       
       20 Ukrainer sind am Dienstag mit Japans Außenminister Yoshimasa Hayashi in
       einem Regierungsflieger in Tokio angekommen. „Wir haben erfahren, dass
       einige Menschen gerne nach Japan wollten, jedoch Schwierigkeiten hatten,
       die Reise selbst sicherzustellen“, sagte Regierungssprecher Hirokazu
       Matsuno am Dienstag. „Aus humanitären Gründen wurden 20 dieser Menschen
       eingeladen, in der Regierungmaschine mitzufliegen.“ Japan habe bislang 404
       weitere Ukrainer aufgenommen, sagte Matsuno, nachdem Regierungschef Fumio
       Kishida im vergangenen Monat einen Aufnahmeplan für Kriegsflüchtlinge
       angekündigt hatte.
       
       Der japanische Außenminister war für mehrere Tage nach Polen gereist, um
       Kiew Unterstützung gegen Russlands Invasion anzubieten. Japan hat sich den
       harten Sanktionen des Westens gegen Moskau angeschlossen. Am Dienstag
       kündigte der Inselstaat zusätzliche humanitäre Hilfe für Kiew in Höhe von
       100 Millionen Dollar an. Weitere Unterstützung für die Ukraine und deren
       Nachbarstaaten über 100 Millionen Dollar waren im März bekanntgegeben
       worden.
       
       Bislang nimmt Japan Kriegsflüchtlinge eher zögerlich auf. Unter Tausenden
       Bewerbern gewährt der Pazifikstaat normalerweise nur einigen Dutzend
       Flüchtlingen pro Jahr Zuflucht. Für Ukraine-Flüchtlinge hingegen hat das
       Land seine Türen geöffnet, bezeichnet sie jedoch als „Evakuierte“.
       
       Ein Flüchtlingsstatus würde sie zu einem Mindestaufenthalt von fünf Jahren
       berechtigen, der dann in einen dauerhafteren Aufenthalt übergehen könnte.
       Stattdessen erhalten die „Evakuierten“ ein 90-Tage-Visum, das in einen
       Einjahresstatus mit Arbeitserlaubnis umgewandelt werden kann. 2020 hat
       Japan von rund 4000 Bewerbern lediglich 47 Flüchtlinge und 44 Menschen aus
       humanitären Gründen aufgenommen. Menschenrechtsgruppen werfen Tokio seit
       langem vor, zu wenig zu tun, um Menschen auf der Flucht vor gewalttätigen
       Konflikten zu helfen. (afp)
       
       ## Von der Leyen und Borrell reisen diese Woche nach Kiew
       
       EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Besuch in der
       ukrainischen Hauptstadt Kiew angekündigt. Gemeinsam mit dem
       EU-Außenbeauftragen Josep Borrell wolle sie „in dieser Woche“ nach Kiew
       reisen, um dort den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zu treffen,
       kündigte von der Leyens Sprecher Eric Mamer am Dienstag an.
       
       Am Freitag war bereits die EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola nach
       Kiew gereist, um der Ukraine die Unterstützung der EU beim Wiederaufbau
       nach dem russischen Angriffskrieg zuzusichern. Selenski dankte Metsola für
       ihren „heldenhaften“ Besuch in Kiew.
       
       Metsola war die erste Chefin einer EU-Institution, die seit Kriegsbeginn
       die ukrainische Hauptstadt besuchte. Mitte März waren die
       Ministerpräsidenten Polens, Tschechiens und Sloweniens nach Kiew gereist,
       um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden.
       
       Für Samstag ist in Warschau die globale Unterstützungsaktion „Stand Up For
       Ukraine“ geplant. Bei dem von der EU und Kanada organisierten Treffen
       sollen Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine gesammelt werden. (afp)
       
       ## Dänemark weist 15 russische Geheimdienstmitarbeiter aus
       
       Dänemark weist nach Angaben des Außenministeriums 15 russische
       Geheimdienstmitarbeiter aus. Die Betroffenen arbeiteten den Angaben zufolge
       in der russischen Botschaft in Kopenhagen. Außenminister Jeppe Kofod
       erklärte: „Sie stellen ein Risiko für unsere nationale Sicherheit dar, das
       wir nicht ignorieren können.“ Die russischen Geheimdienstmitarbeiter haben
       zwei Wochen Zeit, um das Land zu verlassen.
       
       Das Ministerium erklärte, der russische Botschafter sei am Dienstag über
       die Entscheidung informiert worden. Dänemark verurteile „Russlands
       Brutalität gegen ukrainische Zivilisten in Butscha“ scharf. Vorsätzliche
       Angriffe auf Zivilisten seien ein Kriegsverbrechen. Am Montag hatten
       Frankreich und Deutschland die Ausweisung Dutzender Russen mit
       diplomatischem Status angekündigt. (ap)
       
       ## Flucht über sieben humanitäre Korridore möglich
       
       Über sieben humanitäre Korridore sollen sich Flüchtende in der Ukraine am
       Dienstag in Sicherheit bringen können. Das erklärte die stellvertretende
       ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk bei Telegram. Zu den
       offenen Fluchtwegen zählten Korridore aus der umkämpften Hafenstadt
       Mariupol und der von russischen Streitkräften kontrollierten Stadt
       Berdjansk, sagte sie.
       
       Nach Wereschtschuks Angaben können Einwohner von Mariupol und Berdjansk in
       eigenen Fahrzeugen nach Saporischschja gelangen. Korridore sollen demnach
       zudem aus der Stadt Tokmak in der Region Saporischschja führen sowie aus
       den Städten Sjewjerodonezk, Lyssytschansk, Popasna und Hirske in der Region
       Luhansk.
       
       Im selben Beitrag erklärte Wereschtschuk, russische Truppen erlaubten es
       niemandem, Mariupol zu betreten. Die Russen hätten Vertreter des
       Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in der Siedlung Manhusch westlich
       von Mariupol „blockiert“. Nach Verhandlungen seien die Vertreter des Roten
       Kreuzes in der Nacht freigelassen und nach Saporischschja geschickt worden.
       
       Aus Wereschtschuks Erklärung ging zunächst nicht hervor, ob Russland einer
       Einstellung der Kämpfe entlang der bekanntgegebenen Korridore zugestimmt
       hat. Schon mehrfach scheiterten Anstrengungen, Zivilisten über humanitäre
       Korridore zu evakuieren, weil dort Kämpfe trotz Vereinbarungen mit Russland
       andauerten. (ap)
       
       ## Schulze stockt Hilfen für Moldau auf
       
       Das deutsche Entwicklungsministerium erhöht seine Unterstützung für Moldau
       angesichts der vielen dort untergekommenen Kriegsflüchtlinge aus der
       Ukraine um fünf Millionen Euro. Wie das Ministerium am Dienstag in Berlin
       mitteilte, wird die Hilfe von 35 auf 40 Millionen Euro aufgestockt.
       
       Nach Angaben des UNHCR haben seit Beginn des Kriegs fast 400.000
       Flüchtlinge die Ukraine Richtung Moldau verlassen. Rund 100.000
       Kriegsflüchtlinge beherbergt das Land derzeit. Damit habe das kleine Land
       proportional zur eigenen Bevölkerung den größten Anteil Geflüchteter aus
       der Ukraine aufgenommen, erklärte das Entwicklungsministerium.
       
       Zudem sei das Land durch die fast hundertprozentige Abhängigkeit von
       russischem Gas besonders verwundbar, sagte Bundesentwicklungsministerin
       Svenja Schulze (SPD). Deshalb werde die Unterstützung für das Land
       ausgebaut. Die finanzielle Hilfe soll nach ihren Angaben moldauische
       Kommunen dabei unterstützen, die Geflüchteten aufzunehmen und dafür die
       soziale Infrastruktur auszubauen. Ein weiteres Thema sei die Integration
       Auszubildender. In Gesprächen mit dem Land soll es zudem um Möglichkeiten
       zur Reduktion der Energieabhängigkeit gehen. (epd)
       
       ## Moskau: Verhandlungen mit Kiew laufen in Videoformat weiter
       
       Trotz bekannt gewordener schwerer Verbrechen an Zivilisten im Umland von
       Kiew gehen die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland
       Angaben aus Moskau zufolge weiter. „Derzeit laufen intensive Verhandlungen
       mit der ukrainischen Seite im Videoformat“, sagte Russlands
       Vize-Außenminister Andrej Rudenko am Dienstag in einem Interview der
       Agentur Interfax. Solange es noch keine Einigung über ein abschließendes
       Dokument gebe, sei es aber zu früh, um beispielsweise über ein Treffen von
       Russlands Außenminister Sergej Lawrow und seinem ukrainischen Kollegen
       Dmytro Kuleba zu sprechen.
       
       Lawrow und Kuleba hatten sich am 10. März im türkischen Antalya getroffen.
       Später verhandelten in der Türkei auch die Delegationen beider Länder
       miteinander.
       
       Am vergangenen Wochenende hatten Bilder von den Leichen vieler Zivilisten
       in der Kleinstadt Butscha bei Kiew international für Entsetzen gesorgt. Die
       Ukraine spricht von schweren Kriegsverbrechen und „Völkermord“ und macht
       dafür russische Truppen verantwortlich. Dennoch betonte auch der
       ukrainische Präsident Wolodimir Selenski zuletzt, dass die Verhandlungen
       mit Russland fortgesetzt werden sollen. Moskau bestreitet die Schuld am Tod
       der Zivilisten. (dpa)
       
       ## Öl- und Kohle-Embargo Thema bei EU-Finanzministern
       
       Die Finanzminister der Europäischen Union beraten über ein mögliches Öl-
       und Kohle-Embargo gegen Russland. Der französische Finanzminister Bruno Le
       Maire sagte am Dienstag am Rande des Treffens in Luxemburg, er werbe als
       amtierender Ratsvorsitzender um die Zustimmung aller 27 Mitgliedsländer.
       EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis nannte einen Einfuhrstopp
       für Öl und Kohle „definitiv eine Option“. Angesichts der Kriegsgräuel in
       der Ukraine brauche die EU ein „starkes und glaubwürdiges Sanktionspaket“.
       
       Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich zuvor für einen
       Einfuhrstopp für Öl und Kohle ausgesprochen. Aus der FDP kam Zustimmung für
       eine Abkehr von russischem Öl. Bei Öl könne die Umstellung – anders als
       etwa bei Gas – „innerhalb weniger Wochen gelingen“, sagte der
       energiepolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Michael Kruse, der
       Nachrichtenagentur AFP.
       
       An dem Luxemburger Rat nimmt auch Bundesfinanzminister Christian Lindner
       (FDP) teil. Er hatte sich am Montag gegen einen Stopp der russischen
       Gasimporte ausgesprochen, Maßnahmen im Bereich Öl und Kohle aber
       offengelassen. Zu dem Finanzministertreffen soll der ukrainische
       Ressortchef Serhiy Marschenko per Video zugeschaltet werden.
       
       Der österreichische Finanzminister Magnus Brunner sagte in Luxemburg, bei
       den Diskussionen gehe es vor allem um das Thema Kohle und einen
       Ausfuhrstopp etwa für Zement. Zu einem Ölembargo fügte Brunner hinzu: „In
       Zeiten wie diesen kann man nichts ausschließen.“ Österreich ist wie
       Deutschland besonders stark von russischen Energieimporten abhängig. (afp)
       
       ## Russische Armee bombardiert ostukrainische Stadt Kramatorsk
       
       Die ostukrainische Großstadt Kramatorsk ist in der Nacht zu Dienstag von
       der russischen Armee bombardiert worden. Bei den Raketenangriffen wurde
       unter anderem eine Schule im Stadtzentrum zerstört, wie ein Reporter der
       Nachrichtenagentur AFP berichtete. Seit der Ankündigung Moskaus, seine
       Militäraktionen auf den Donbass zu konzentrieren, wird in Kramatorsk und
       anderen östlichen Regionen eine Großoffensive der russischen Armee
       befürchtet.
       
       Die attackierte Schule in Kramatorsk liegt neben einem Gebäude der Polizei.
       Neben dem teilweise eingestürzten Schulgebäude war nach dem Angriff ein
       Krater mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern zu sehen. Zahlreiche
       Fensterscheiben wurden zerstört. Da sich zum Zeitpunkt des Angriffes
       niemand in der Schule aufhielt, gab es nach Angaben von Anwohnern offenbar
       keine Opfer.
       
       Die ukrainischen Behörden gehen davon aus, dass sich die russischen
       Streitkräfte aus Gebieten im Norden der Ukraine, insbesondere um Kiew,
       zurückgezogen haben, um ihre Angriffe im Osten und Süden des Landes zu
       intensivieren.
       
       Aus Angst vor russischen Angriffen waren in den vergangenen Tagen tausende
       Einwohner aus Kramatorsk geflohen. Die Evakuierungen per Zug mussten am
       Dienstagmorgen aber aufgrund der nächtlichen Bombardierungen unterbrochen
       werden. (afp)
       
       ## Steinmeier sieht unter Putin keine Rückkehr zur Normalität
       
       Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält eine Rückkehr zu normalen
       Beziehungen mit Russland für unmöglich, solange Präsident Wladimir Putin
       dort an der Macht ist. „Es wird unter Putin keine Rückkehr zur Normalität
       geben“, sagte Steinmeier am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. Ob Russland eine
       Zukunft in Europa habe, könne er momentan nicht sagen.
       
       Steinmeier wiederholte in dem Fernsehinterview das Eingeständnis eigener
       Fehler in der Russlandpolitik. „Das wirklich Traurige ist, dass wir in
       vielen Punkten gescheitert sind“, sagte Steinmeier. Dies betreffe das
       Bemühen, Russland einzubinden in eine europäische Sicherheitsarchitektur
       und auf dem Weg zu demokratischen Verhältnissen zu unterstützen.
       
       Putin habe sich zu einem „eingebunkerten Kriegstreiber“ entwickelt, sagte
       Steinmeier. „Es war eine Fehleinschätzung, dass wir – und auch ich –
       gedacht haben, dass auch ein Putin des Jahres 2021 am Ende nicht den
       totalen politischen, wirtschaftlichen und moralischen Ruin des Landes
       hinnehmen würde für seinen imperialen Wahn.“
       
       Steinmeier räumte ein, dass seine Bemühungen in seinem früheren Amt als
       Bundesaußenminister, ein friedvolles Verhältnis mit Russland aufzubauen,
       gescheitert seien. „Wir haben es nicht geschafft, die Entwicklung
       aufzuhalten, die jetzt eingetreten ist und die sich jetzt in diesem Krieg
       entladen hat“, sagte der Bundespräsident.
       
       „Die Warnungen von unseren osteuropäischen Partnern hätten wir ernster
       nehmen müssen“, sagte Steinmeier. Insbesondere das Festhalten Deutschlands
       am deutsch-russischen Pipeline-Projekt Nord Stream 2 sei ein Fehler
       gewesen, „weil es uns viel Glaubwürdigkeit bei unseren europäischen
       Partnern gekostet hat“. (afp)
       
       Ukrainischer Botschafter fordert Panzer-Lieferungen 
       
       Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, fordert zur Abwehr
       der russischen Invasionstruppen von Deutschland die Lieferung von Panzern
       und anderen schweren Waffen. Bislang seien leichte Waffen wie
       Flugabwehrraketen und Panzerfäuste geliefert worden, sagte Melnyk am
       Dienstag im Deutschlandfunk. Was die Ukraine aber nun brauche, seien
       schwere Waffen, Panzer, gepanzerte Wagen, Artilleriesysteme und
       Mehrfachraketenwerfer, womit man auch die Gebiete im Südosten der Ukraine
       befreien könne.
       
       „Man kann keine Gegenoffensive starten mit einer Panzerfaust“, sagte
       Melnyk. Die Ukraine erwarte, dass auch aus den Beständen der Bundeswehr
       ähnliche Technik wie der Schützenpanzer Marder, der Flugabwehrpanzer Gepard
       und der Kampfpanzer Leopard geliefert werde. Dazu sei die Bundeswehr in der
       Lage. Die Rüstungsindustrie habe signalisiert, dass Marder, die an die
       Ukraine geliefert würden, sofort ersetzt werden könnten. (rtr)
       
       ## Giffey fordert mehr Unterstützung vom Bund
       
       Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey (SPD), fordert
       mehr Unterstützung des Bundes bei der Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge.
       „Berlin leistet einen großen Beitrag, aber wir werden diese große Aufgabe
       auch nicht allein aus Landesmitteln stemmen können“, sagte Giffey am
       Dienstag im ZDF-Morgenmagazin.
       
       Es seien 26.000 Geflüchtete alleine in landeseigenen Unterkünften in Berlin
       untergebracht worden. Mehr als 35.000 Menschen aus der Ukraine hätten in
       der Hauptstadt einen Aufenthaltstitel beantragt. Für Berlin sei dies „eine
       große Belastung“, betonte Giffey. „Wir stemmen hier gerade für die gesamte
       Bundesrepublik mehr als alle anderen Bundesländer zusammen.“
       
       Giffey forderte eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die
       Bundesländer. Wer zu krank für die Weiterreise sei, vulnerablen Gruppen
       angehöre oder für sechs Monate eine Unterkunft nachweisen könne, könne in
       Berlin bleiben. „Aber wir können nicht alle hier in Berlin dauerhaft
       lassen. Deshalb ist die bundesgerechte Verteilung für uns ein ganz
       entscheidender Punkt.“
       
       Mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen am Donnerstag pochte die
       SPD-Politikerin zudem auf finanzielle Unterstützung des Bundes. „Wir wollen
       gerne, dass die Geflüchteten in den Rechtskreis des SGB II kommen, also
       über die Jobcenter auch vom Bund finanziert werden, dass sie dort auch in
       Arbeit vermittelt werden, echte Perspektive bekommen, Integrations- und
       Gesundheitsleistungen.“ Zudem forderte sie eine vollständige Übernahme der
       Kosten für die Unterkunft der Flüchtlinge durch den Bund sowie eine
       Integrationspauschale für die Leistungen für Kita und Schule. (afp)
       
       ## Ukraine erobert wichtige Gebiete im Norden zurück
       
       Ukrainische Streitkräfte haben nach britischen Angaben wichtige Gebiete im
       Norden des Landes zurückerobert. Sie zwangen russische Truppen zum Rückzug
       aus Gegenden nördlich der Hauptstadt Kiew und rund um die Stadt
       Tschernihiw, wie das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf
       den britischen Militärgeheimdienst mitteilt. Die Angaben ließen sich
       zunächst nicht unabhängig bestätigen.
       
       Die ukrainischen Behörden haben nach eigenen Angaben die Kontrolle über die
       gesamte Region Kiew und andere Bezirke wiederhergestellt. In seiner
       abendlichen Videoansprache sagte der [1][ukrainische Präsident Wolodimir
       Selenski], in den Regionen Kiew, Tschernihiw und Sumy weiter nördlich und
       östlich hätten die Besatzer Dinge getan, die die Einheimischen nicht einmal
       während der Nazi-Besetzung vor 80 Jahren erlebt hätten.
       
       ## 🐾 Mutmaßliche Kriegsverbrechen
       
       Die EU und Berlin versuchen, angemessen auf die Bilder aus der Ukraine zu
       reagieren. Ein Stopp für Energieimporte aus Russland ist umstritten,
       [2][schreiben für die taz] Eric Bonse, Anna Lehmann und Tobias Schulze.
       
       ## USA frieren russische Finanzreserven ein
       
       Die Vereinigten Staaten haben die russische Regierung am Montag daran
       gehindert, den Inhabern ihrer Staatsschulden mehr als 600 Millionen
       US-Dollar aus den Reserven amerikanischer Banken auszuzahlen. Ein Sprecher
       des US-Finanzministeriums sagte, mit diesem Schritt solle Moskau gezwungen
       werden zu entscheiden, ob es die Dollar, auf die es Zugriff hat, für die
       Zahlung seiner Schulden oder für andere Zwecke, wie die Unterstützung
       seiner Kriegsanstrengungen, verwenden wolle.
       
       Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew reagiert auf die Ausweisung
       russischer Diplomaten aus mehreren Ländern. Russland werde auf die gleiche
       Weise reagieren und die Türen zu den westlichen Botschaften zuschlagen,
       sagte Medwedew: „Das wird für alle billiger sein. Und dann werden wir uns
       am Ende nur noch mit dem Gewehr im Anschlag gegenüberstehen“. (rtr)
       
       ## Russland zum Verzicht auf Landminen aufgefordert
       
       Eine Vertreterin der weltweiten Kampagne gegen den Einsatz von Landminen
       hat Russland zum Verzicht auf den Einsatz dieser Waffen in der Ukraine
       aufgefordert. Die diesjährige Vorsitzende der Ottawa-Konvention, Alicia
       Arango Olmos, zeigte sich tief besorgt über Medienberichte, wonach die
       russischen Truppen bei ihrem Angriff auf die Ukraine auch Landminen
       einsetzen.
       
       Ihr Appell an Russland sei: „Antipersonenminen verursachen nur Opfer, sie
       lösen kein einziges Problem“, erklärte Arango Olmos auf einer
       Pressekonferenz am Montag, dem internationalen Tag der Aufklärung über
       Minen und der Unterstützung bei der Minenräumung. Sie verwies darauf, dass
       die Ukraine als einer von 164 Vertragsstaaten die Ottawa-Konvention
       unterzeichnet habe, Russland jedoch nicht. Die internationale Vereinbarung
       sieht das Verbot der Nutzung, Lagerung, Produktion und Weitergabe von
       Landminen vor.
       
       Arango Olmos verwies auf die Organisation Human Rights Watch, die am 29.
       März mitteilte, dass ukrainische Kampfmittelbeseitiger einen Tag zuvor
       verbotene Antipersonenminen in der Region Charkiw im Osten des Landes
       gefunden hätten. Von den Kriegsparteien verfüge nur Russland über diese Art
       von Minen.
       
       Prinz Mired von Jordanien, der sich als Sonderbeauftragter für die
       weltweite Anwendung der Landminenkonvention einsetzt, sagte, dass etwa 80
       Prozent der Länder der Welt der Vereinbarung beigetreten seien. Einige
       Länder, die nicht zu den Vertragsparteien gehörten, hätten die Macht, diese
       schreckliche Waffe zu beseitigen, wie China, Russland und die Vereinigten
       Staaten. „Es bedarf einer koordinierten und konzertierten Anstrengung auf
       höchster Ebene, um weitere Beitritte zu erreichen. Das wird nicht einfach
       sein, aber es ist möglich.“ (ap)
       
       Nato bestätigt Einsatzbereitschaft von neuen Truppen 
       
       Die Nato kommt mit ihren Bemühungen um eine Verstärkung der Ostflanke
       voran. Wie eine Sprecherin des Militärbündnisses der Deutschen
       Presse-Agentur bestätigte, haben die vier neuen multinationalen
       Gefechtsverbände in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei die erste
       Stufe der Einsatzbereitschaft erreicht. Ihr Aufbau war erst vor einigen
       Wochen angekündigt worden.
       
       Zur genauen Zusammenstellung und Größe der sogenannten Battlegroups äußerte
       sich die Nato zunächst nicht. Nach einer Aufstellung vom 21. März waren
       allerdings schon damals 2.100 Soldaten aus Ländern wie Deutschland, den
       Niederlanden, Tschechien und den USA in der Slowakei präsent. In Ungarn
       waren es 800 Soldaten aus Kroatien, in Bulgarien 900 aus den USA und in
       Rumänien 3.300 aus Ländern wie Frankreich, Belgien, Italien und den USA.
       
       Die neuen Gefechtsverbände sollen angesichts des russischen Kriegs gegen
       die Ukraine die Abschreckung und die Verteidigungsfähigkeiten weiter
       erhöhen. Bislang hatte die Nato nur in den baltischen Staaten Estland,
       Lettland und Litauen sowie in Polen dauerhaft multinationale Verbände
       stationiert. Normalerweise sind diese Battlegroups etwa 1.000 bis 1.200
       Soldaten stark, sie wurden allerdings zuletzt wegen des Ukrainekriegs
       deutlich verstärkt.
       
       Deutschland führt derzeit einen rund 1.600 Soldaten starken Gefechtsverband
       in Litauen. In die Slowakei wurden im März zudem Soldatinnen und Soldaten
       der Luftwaffe mit dem Flugabwehrraketensystem Patriot verlegt. (dpa)
       
       ## Nato will tun, „was nötig ist“
       
       Wann die neuen Gefechtsverbände in der Slowakei, Ungarn, Rumänien und
       Bulgarien nach der sogenannten Anfangsbefähigung (Initial Operational
       Capability) auch die sogenannte Vollbefähigung (Full Operational
       Capability) zertifiziert bekommen, blieb zunächst unklar. Ebenfalls ist
       noch offen, wie die langfristige Nato-Präsenz an der Ostflanke aussehen
       soll.
       
       Als Option gilt, erstmals Brigaden im östlichen Bündnisgebiet zu
       stationieren. Sie könnten jeweils rund 5.000 Soldaten stark sein und zum
       Beispiel durch Elemente der Luft- und Seestreitkräfte oder Spezialkräfte
       ergänzt werden.
       
       Ein solcher Schritt dürfte allerdings die Spannungen mit Russland weiter
       verstärken. Moskau würde vermutlich argumentieren, dass die langfristige
       Stationierung solcher Brigaden nicht mit der Nato-Russland-Grundakte
       vereinbar sei. Darin hat sich die Nato verpflichtet, auf die dauerhafte
       Stationierung „substanzieller Kampftruppen“ im östlichen Bündnisgebiet zu
       verzichten.
       
       Die bislang stationieren Battlegroups in Bataillonsgröße fallen nach
       Nato-Interpretation nicht in diese Kategorie. Zugleich gilt als
       unwahrscheinlich, dass die Nato wegen der Grundakte auf die Stationierung
       von Brigaden verzichtet. So hat Generalsekretär Jens Stoltenberg bereits
       deutlich gemacht, dass Russland nicht erwarten kann, dass sich die Nato
       noch an alle Vereinbarungen aus dem Jahr 1997 hält. Die Grundakte habe
       einen klaren Bezug zum Sicherheitsumfeld im Jahr 1997, als man Russland
       noch als strategischen Partner gesehen habe, sagte er jüngst. Heute befinde
       man sich in einem völlig anderen Sicherheitsumfeld, und die Nato werde tun,
       „was nötig ist“. (dpa)
       
       ## 🐾 Massaker in Butscha
       
       Die Bilder von Leichen in Butscha gehen um die Welt. Anastasia Magasowa hat
       [3][vor Ort für die taz] mit den dort lebenden Menschen gesprochen.
       
       ## Selenski soll am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat sprechen
       
       Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski soll am Dienstag erstmals seit
       dem russischen Einmarsch in seinem Land vor dem UN-Sicherheitsrat sprechen.
       Dies teilte Großbritannien am Montagabend mit, das derzeit den Vorsitz
       innehat. Unterdessen treibt Großbritannien zusammen mit den USA wegen des
       mutmaßlichen Massakers an der Zivilbevölkerung in dem Kiewer Vorort Butscha
       den Ausschluss Russlands vom UN-Menschenrechtsrat voran. Russland
       kritisierte die westlichen Vorstöße scharf.
       
       In seiner abendlichen Videoansprache bestätigte Selenski seinen Auftritt
       vor dem UN-Sicherheitsrat, in dem Russland einen ständigen Sitz hat.
       Selenski verwies auf die mutmaßlich von russischen Truppen getöteten
       Zivilisten in dem Hauptstadt-Vorort Butscha: „Die Zeit wird kommen, wenn
       jeder Russe die ganze Wahrheit darüber erfährt, wer von ihren Landsleuten
       getötet hat. Wer die Befehle gegeben hat.“
       
       Der Staatschef rief die internationale Gemeinschaft erneut dazu auf, die
       Sanktionen gegen Moskau zu verschärfen und mehr Waffen an sein Land zu
       liefern. Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Jake
       Sullivan, kündigte neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland noch in
       „dieser Woche“ an.
       
       Die britische UN-Vertretung teilte auf Twitter mit, sie werde „dafür
       sorgen, dass die Wahrheit über Russlands Kriegsverbrechen ans Licht kommt“.
       Großbritannien werde „Putins Krieg als das entlarven, was er wirklich ist“,
       erklärte die diplomatische Vertretung unter Verweis auf den russischen
       Staatschef Wladimir Putin. (afp)
       
       ## 🐾 Entsetzen über russischen Autokorso
       
       In Berlin und anderswo wurde für Russland demonstriert. Die Bundesregierung
       warnt vor Desinformation, ein Innenminister will härtere Auflagen. Für die
       [4][taz berichtet Konrad Litschko].
       
       Ukraine befürchtet „massiven Angriff“ auf Luhansk 
       
       Die russischen Streitkräfte bereiten nach ukrainischen Angaben einen
       „massiven Angriff“ auf die Truppen in der östlichen Region Luhansk vor. Es
       werden Ausrüstung und Treibstoff gebracht sowie die Truppen verstärkt,
       teilte der Gouverneur der Region, Serhij Gaidaj, am Montag mit. „Wir
       glauben, dass sie sich auf einen massiven Angriff vorbereiten.“
       
       „Die Bombardements werden immer dichter“, sagte Gaidaj in einer
       Videobotschaft. Er forderte die Bewohner auf, die Region so schnell wie
       möglich zu verlassen. „Wartet nicht darauf, dass eure Häuser zerbombt
       werden“, rief er die Menschen auf. Bei der Explosion einer Mine seien am
       Sonntag „zwei Freiwillige“ getötet worden, sagte er weiter. Beim Angriff
       auf eine Kirche wurden demnach zwei Priester verletzt. Zahlreiche Menschen
       machten sich am Montag auf die Flucht Richtung Westen. Hunderte von ihnen
       warteten am Bahnhof von Kramatorsk, einer Großstadt in der Region Donezk,
       auf Züge.
       
       Die ukrainischen Behörden gehen davon aus, dass sich die russischen
       Streitkräfte aus Gebieten im Norden der Ukraine, insbesondere um Kiew,
       zurückgezogen haben, um sich auf den Osten und Süden des Landes zu
       konzentrieren.
       
       Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums gab am Montagabend an, dass
       zwei Drittel der russischen Streitkräfte, die seit Beginn der Invasion das
       Gebiet um Kiew besetzt hielten, sich nach Belarus zurückgezogen haben.
       Demzufolge handelte es sich dabei wahrscheinlich um eine Neuorganisation
       vor einem neuen Angriff an anderer Stelle in der Ukraine. [5][Russland]
       hatte seinerseits kürzlich angekündigt, dass es seine Offensive auf den
       Donbass konzentrieren werde, wo sich die Region Luhansk befindet. (afp)
       
       [6][Hier] lesen Sie die Nachrichten zum Ukrainekrieg vom Montag.
       
       5 Apr 2022
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [4] /Demonstrationen-in-deutschen-Staedten/!5843274
 (DIR) [5] /Russland/!t5007547
 (DIR) [6] /-Nachrichten-zum-Ukrainekrieg-/!5845905
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Mirko Schmid
       
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       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: 1.222 Tote „allein in der Region Kiew“
       
       Bislang seien mehr als 1.200 Tote im Raum Kiew entdeckt worden, heißt es
       von ukrainischer Seite. Der Flughafen von Dnipro ist laut Gouverneur
       „vollständig zerstört“.
       
 (DIR) Solidarität mit der Ukraine: Blau-gelbe Punkte
       
       Im Juni 1969 stoppte die Bürgeraktion Roter Punkt die Fahrpreiserhöhung für
       Busse. Sie könnte Vorbild sein für eine Bewegung der Solidarität mit Kiew.
       
 (DIR) Reaktionen auf Massaker in Butscha: Druck auf Russland steigt
       
       Westliche Länder reagieren auf das Massaker in der Stadt Butscha. Sie
       verstärken ihre diplomatische und militärische Unterstützung.
       
 (DIR) Lieferstopp russischer Kohle: EU will neue Sanktionen
       
       Bei Energieimporten aus Russland tun sich EU-Länder mit Embargos schwer.
       Zumindest bei Kohle zeichnet sich nun aber Einigkeit ab.
       
 (DIR) Massaker in Butscha: Zwischen Minen und Toten
       
       Die Bilder von Leichen in Butscha gehen um die Welt. Unsere Autorin hat vor
       Ort mit den dort lebenden Menschen gesprochen.
       
 (DIR) Energieboykott und Ukrainekrieg: Die Kosten des Nichtstuns
       
       Energieboykott-Gegner berücksichtigen nicht, was es Deutschland kostet,
       wenn der Krieg nicht rasch endet – monetär, machtpolitisch und moralisch.
       
 (DIR) Mutmaßliche Kriegsverbrechen: Was tun. Irgendwas
       
       Die EU und Berlin versuchen, angemessen auf die Bilder aus der Ukraine zu
       reagieren. Ein Stopp für Energieimporte aus Russland ist umstritten.