# taz.de -- +++ Nachrichten zum Ukrainekrieg +++: Verbot von Facebook und Instagram
       
       > Die beiden Dienste sind in Russland bereits blockiert, nun wurden sie als
       > „extremistisch“ eingestuft und verboten. Josep Borrell verurteilt die
       > russischen Streitkräfte scharf.
       
 (IMG) Bild: Gelten in Russland nun als „extremistisch“: Die Meta-Apps Facebook und Instagram
       
       ## Deutschland will 2025 neue EU-Eingreiftruppe stellen
       
       Deutschland will im Jahr 2025 die neue schnelle Eingreiftruppe für die EU
       stellen. Es sei wichtig, klar das Signal zu senden, dass man füreinander
       einstehe, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Montag am
       Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Zu beraten sei noch, wie man die
       Möglichkeiten der EU mit denen der Nato zusammenbringen, „um so
       schlagkräftig und so konsequent wie nur irgendwie möglich auftreten zu
       können“.
       
       Die neue schnelle Eingreiftruppe ist laut Lambrecht das „militärische
       Herzstück“ des geplanten sicherheitspolitischen Konzepts, das am Montag von
       den Außen- und Verteidigungsministern der EU-Staaten beraten wurde. Sie
       soll aus substanziell veränderten EU-Battlegroups sowie anderen
       Streitkräften und Fähigkeiten der Mitgliedstaaten bestehen. Die Größe wurde
       zuletzt mit bis zu 5000 Soldaten angegeben.
       
       Das bisherige EU-Battlegroup-Konzept sieht vor, dass ständig zwei Einheiten
       mit im Kern jeweils rund 1500 Soldaten bereitgehalten werden, die alle
       sechs Monate wechselnd von unterschiedlichen EU-Staaten zur Verfügung
       gestellt werden. Zuletzt hatte es allerdings immer wieder Probleme gegeben,
       genügend Truppen zusammenzubekommen. Zum Einsatz kamen die EU-Kräfte noch
       nie. (dpa)
       
       ## Facebook und Instagram in Russland als „extremistisch“ verboten
       
       Die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram sind in Russland als
       „extremistisch“ verboten worden. Ein entsprechender Antrag der
       Generalstaatsanwaltschaft wurde am Montag von einem Gericht in Moskau
       angenommen. Die beiden Dienste sind in Russland bereits blockiert, der
       ebenfalls zum US-Konzern Meta gehörende Messenger-Dienst WhatsApp soll dem
       Gericht zufolge nicht betroffen sein.
       
       Hintergrund des Vorgehens der russischen Justiz ist eine Entscheidung von
       Meta, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen.
       Auch der Kurznachrichtendienst Twitter ist nicht mehr aufrufbar. Menschen
       in Russland befürchteten zunächst, dass auch WhatsApp abgeschaltet werden
       könnte. Aktivisten kritisieren eine zunehmende Internet-Zensur im
       flächenmäßig größten Land der Erde.
       
       Meta hatte im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine
       Regel-Lockerungen bekannt gegeben. Als Beispiel für eine Ausnahme bei
       Äußerungen, die normalerweise gegen Richtlinien verstoßen hätten, nannte
       ein Facebook-Sprecher den Satz „Tod den russischen Eindringlingen“. Das
       sorgte in Moskau für große Empörung. Später präzisierte Meta die Regeln für
       Inhalte-Prüfer: Sie gelten demnach nur in der Ukraine, und Gewaltaufrufe
       dürfen nicht gegen Russen generell oder gegen Staatschefs wie Wladimir
       Putin gerichtet sein. (dpa)
       
       ## Tschechiens Regierungschef fordert härtere Sanktionen
       
       Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala hat eine Ausweitung der
       EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Ukrainekriegs gefordert. „Die ganze
       Welt sieht, dass (der russische Präsident) Wladimir Putin Kriegsverbrechen
       begeht und in seinem Krieg unschuldige Menschen sterben“, schrieb der
       liberalkonservative Politiker am Montag bei Twitter. Als Beispiel führte er
       die Verwüstung der ukrainischen Hafenstadt Mariupol an. Weitere Sanktionen
       seien der einzige Weg, Putin zu stoppen.
       
       Fiala war vor gut einer Woche gemeinsam mit seinen polnischen und
       slowenischen Kollegen, Mateusz Morawiecki und Janez Jansa, nach Kiew
       gereist, um ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine zu setzen.
       Tschechien hat nach Regierungsangaben bereits rund 270.000 ukrainische
       Flüchtlinge aufgenommen. Sie haben seit dieser Woche Anspruch auf eine
       Hilfsleistung von 5.000 Kronen (rund 200 Euro) und dürfen eine Arbeit
       aufnehmen. Zugleich warnt die Regierung in Prag, dass die
       Unterbringungskapazitäten bald erschöpft sein könnten. (dpa)
       
       ## Kiew lehnt russisches Ultimatum für Kapitulation in Mariupol ab
       
       Mit klaren Worten hat die Ukraine ein russisches Ultimatum zur Kapitulation
       in der belagerten Hafenstadt Mariupol abgelehnt. „Es kann keine Rede davon
       sein, Waffen abzugeben“, sagte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk
       der Zeitung Ukrainska Pravda in der Nacht zum Montag. Während die EU
       Russland „massive Kriegsverbrechen“ in Mariupol vorwarf, wurden bei einem
       Angriff auf ein Einkaufszentrum in der Hauptstadt Kiew nach Behördenangaben
       mindestens acht Menschen getötet.
       
       Russland hatte den [1][ukrainischen Streitkräften] in Mariupol am
       Sonntagabend bis Montag 4.00 Uhr MEZ Zeit gegeben, sich zu ergeben. Moskau
       fordere die ukrainischen Soldaten „und ausländischen Söldner auf, die
       Kampfhandlungen einzustellen, ihre Waffen niederzulegen und sich durch mit
       der ukrainischen Seite vereinbarte humanitäre Korridore in die von Kiew
       kontrollierten Gebiete zu begeben“, sagte der Leiter des russischen
       nationalen Verteidigungskontrollzentrums, Michail Misinzew.
       
       Das russische Verteidigungsministerium drohte den Verantwortlichen von
       Mariupol ansonsten an, sie vor ein „Kriegsgericht“ zu stellen. Für
       Einwohner stünden „bequeme Busse“ bereit, welche diese Richtung Russland
       oder – nach einer Einigung mit Kiew – in ukrainisch kontrollierte Gebiete
       transportieren könnten. In Mariupol sind fast 350.000 Menschen
       eingeschlossen.
       
       Die ukrainische Vize-Regierungschefin Wereschtschuk bezeichnete die
       russische Ankündigung als „bewusste Manipulation“ und „echte Geiselnahme“.
       Über die Ablehnung des Ultimatums sagte sie: „Wir haben die russische Seite
       bereits darüber informiert.“ (afp)
       
       ## Sicherheitsberater des ukrainischen Präsidenten beklagt „Völkermord“
       
       Mariupol ist die letzte große Hafenstadt am Asowschen Meer unter
       ukrainischer Kontrolle. Seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar
       wurden nach Angaben der ukrainischen Regierung mehr als 2.100 Einwohner der
       Stadt getötet. Der griechische Konsul Manolis Androulakis, der die Stadt am
       Wochenende als einer der letzten westlichen Diplomaten verlassen hatte,
       verglich sie mit „Stalingrad“.
       
       Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilte das Vorgehen der
       russischen Streitkräfte am Montag scharf. „In Mariupol spielen sich massive
       Kriegsverbrechen ab“, sagte Borrell vor Beratungen mit den EU-Außen- und
       Verteidigungsministern in Brüssel. Auch Bundesaußenministerin Annalena
       Baerbock (Grüne) nannte die gezielten russischen Angriffe auf Zivilisten in
       Krankenhäusern und Theatern in der Ukraine „eindeutig Kriegsverbrechen“.
       
       Der Sicherheitsberater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski,
       Ihor Schowkwa, sprach im ZDF von einem „Völkermord“ in Mariupol.
       
       Auch in anderen Landesteilen setzte die russische Armee ihre Attacken fort.
       Bei dem Angriff auf ein Einkaufszentrum in Kiew wurden nach Angaben der
       ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft mindestens acht Menschen getötet.
       Nach Schilderungen eines Reporters der Nachrichtenagentur AFP lagen mehrere
       Leichen vor dem Einkaufszentrum Retroville im Nordwesten der Hauptstadt,
       während Rettungskräfte in den Trümmern nach weiteren Opfern suchten. (afp)
       
       ## Kreml: Noch zu früh für Treffen zwischen Putin und Selenski
       
       Die russische Regierung sieht die Bedingungen für ein Treffen zwischen
       Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski
       noch nicht gegeben. „Um über ein Treffen der beiden Präsidenten zu
       sprechen, ist es zuerst notwendig, die Hausaufgaben zu machen, ist es
       nötig, Verhandlungen abzuhalten und sich auf die Ergebnisse zu einigen“,
       sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Bislang habe es bei den
       Verhandlungen „keine erhebliche Bewegung“ gegeben.
       
       Delegationen der Ukraine und Russlands haben mehrere Verhandlungsrunden
       wegen des russischen Kriegs in der Ukraine abgehalten. Selenski ist eigenen
       Angaben zufolge dazu bereit, Putin direkt zu treffen, um auf ein Abkommen
       bei wichtigen Punkten hinzuarbeiten. (ap)
       
       ## Sechs Millionen Kinder in der Ukraine in Gefahr
       
       Die zunehmenden Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Orte
       in der Ukraine bringen nach Angaben von „Save the Children“ auch rund sechs
       Millionen Kinder in Gefahr, die noch nicht aus dem Land geflohen sind.
       Städtische Gebiete würden beschossen, ganze Straßenzüge in Schutt und Asche
       gelegt, erklärte die Kinderrechtsorganisation am Montag in Berlin.
       Mindestens 518 Schulen und andere Bildungseinrichtungen seien nach Angaben
       des ukrainischen Bildungsministeriums bisher bombardiert und 72 davon
       zerstört worden. Auch mehr als 40 Krankenhäuser seien bereits beschossen
       worden.
       
       „Schulen sollten für Kinder sichere Zufluchtsorte sein – keine Orte der
       Angst und des Todes“, betonte Pete Walsh, Landesdirektor von „Save the
       Children“ in der Ukraine. „Die Straßen des Landes werden zum Schlachtfeld,
       obwohl die Regeln des Krieges eindeutig sind: Kinder dürfen nicht zu
       Angriffszielen werden, ebenso wenig wie Schulen oder Krankenhäuser.“
       
       Bisher sei etwa jedes fünfte ukrainische Kind geflohen, mehr als 1,5
       Millionen Jungen und Mädchen, erklärte die Hilfsorganisation weiter. Fast
       sechs Millionen aber seien noch im Land, viele von ihnen vermutlich in
       Gebäuden unter Beschuss. Mindestens 115 Kinder seien nach ukrainischen
       Angaben bereits Opfer der Gewalt geworden, vielen weiteren werde durch die
       Bombardierung ihrer Zufluchtsorte der Zugang zu sauberem Wasser, Essen und
       medizinischer Versorgung abgeschnitten und eine Flucht unmöglich gemacht.
       (epd)
       
       ## Acht neue Evakuierungsrouten für Montag geplant
       
       Für die umkämpften Gebiete in der Ukraine sollen am Montag acht
       Fluchtkorridore für Zivilisten eingerichtet werden. Die Korridore werden
       für Busse zur Evakuierung und zur Lieferung von Hilfsgütern genutzt, wie
       Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Montag sagte. Aus der Umgebung
       der belagerten Hafenstadt Mariupol sollen Menschen in die südostukrainische
       Großstadt Saporischschja gebracht werden. Aus den umkämpften Orten nördlich
       und östlich der Hauptstadt Kiew ist demnach eine Evakuierung näher an die
       Hauptstadt geplant.
       
       Der Plan sieht zudem eine Evakuierung aus dem Großraum Sjewjerodonezk und
       Lyssytschansk im Luhansker Gebiet in die Stadt Bachmut in der benachbarten
       Region Donezk vor. Wereschtschuk kündigte an, am Abend über die Umsetzung
       zu informieren. Vor etwas mehr als drei Wochen hat Russland einen Krieg
       gegen die Ukraine begonnen. UN-Angaben nach wurden bereits über 900
       Zivilisten getötet. (dpa)
       
       ## 🐾 Aus Leid wird Profit
       
       Wenn Menschen vor Krieg fliehen, sind Menschenhändler nicht weit.
       Innenministerin Faeser setzt nun auf mehr Polizei. Doch das reicht nicht
       aus. Den Kommentar von taz-Redakteurin Sabina Zollner lesen Sie [2][hier].
       
       ## Bennett bekräftigt Vermittlerrolle
       
       Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hat bekräftigt, die
       Kontakte zur Ukraine und zu Russland als Vermittler zu nutzen. Israel werde
       sensibel, großzügig und verantwortlich vorgehen und dabei verschiedene und
       schwierige Überlegungen abwägen, sagte Bennett am Montag, einen Tag nach
       der Fernsehansprache des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski an
       israelische Abgeordnete. Selenski hatte Israel aufgefordert, Stellung zu
       beziehen. Er bat um Waffenlieferungen und Sanktionen Israels gegen
       Russland.
       
       Bennett sagte, Israel habe seine helfende Hand in der Ukrainekrise von
       Anfang an ausgestreckt, „über verschiedene Kanäle“. So habe Israel
       humanitäre Güter geschickt und ukrainische Flüchtlinge und Migranten
       aufgenommen. (ap)
       
       ## Selenski-Berater fordert weitere Sanktionen gegen Russland
       
       Der Sicherheitsberater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski,
       Ihor Schowka, hat die EU zu weiteren Sanktionen gegen Russland
       aufgefordert. Der Handel mit russischem Gas und Öl müsse blockiert und
       weitere Konten eingefroren werden, sagte Schowka am Montag im
       ZDF-„Morgenmagazin“ laut Simultanübersetzung des Senders. Die Ukraine
       kämpfe nicht nur für ihr eigenes Land, sondern für ganz Europa.
       
       Schowka nannte die russischen Angriffe auf die belagerte Stadt Mariupol
       „Völkermord“. Alle 15 Minuten würden in der Hafenstadt russische Raketen
       einschlagen. Bei den Angriffen würden jeden Tag Zivilisten getroffen. „Wir
       brauchen auf jeden Fall dringend Luftverteidigungsfähigkeiten“, sagte der
       Selenski-Berater. Die Ukraine habe deswegen Deutschland und andere
       europäische Länder um Unterstützung gebeten. (dpa)
       
       ## NRW-Integrationsminister will Masterplan für Geflüchtete
       
       Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) dringt
       auf schnelle Vorbereitungen für die Aufnahme von bis zu einer Million
       Flüchtlingen aus der Ukraine. Eine Art Masterplan solle eine Million Betten
       vorsehen, sagte er am Montag im „Morgenmagazin“ des ZDF. „Auch wenn wir sie
       vielleicht am Ende hoffentlich nicht in Anspruch nehmen müssen“, fügte der
       FDP-Politiker hinzu.
       
       Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) plädierte für eine
       Entlastung der Großstädte bei der Flüchtlingsaufnahme. „Ich bin davon
       überzeugt, dass eine Betreuung von Geflüchteten im Nahbereich des
       ländlichen Raumes eher möglich ist als in der Anonymität der Städte“, sagte
       er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag): „Wir sollten deshalb
       möglichst viele Menschen möglichst schnell in die ländlichen Räume
       bringen.“
       
       Zwar gebe es eine unglaubliche Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung,
       betonte der Linken-Politiker. Sie ersetze aber kein bundeseinheitliches
       Krisenmanagement. „Im Moment arbeiten wir zu viel nebeneinander und auf zu
       vielen Ebenen gleichzeitig“, sagte Ramelow.
       
       Stamp sagte, es brauche „eine nationale Kraftanstrengung“. „Und die
       Kommunen müssen wissen, dass sie sich jetzt auf Bund und Länder auch
       verlassen können“, fügte der Minister im ZDF hinzu. (epd)
       
       ## Wohlfahrtsverbände warnen vor Herausforderungen
       
       Seit dem russischen Angriff am 24. Februar sind in Deutschland deutlich
       mehr als 200.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine angekommen. Das
       Bundesinnenministerium gab die Zahl der von der Bundespolizei registrierten
       Flüchtlinge am Montag mit 225.357 an. Die tatsächliche Zahl kann höher
       sein, weil es an der deutsch-polnischen Grenze keine regulären Kontrollen
       gibt.
       
       Der Paritätische Gesamtverband befürchtet eine Überlastung der
       Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge in Deutschland und forderte von der
       Politik schnelle und unbürokratische Hilfen. „Insbesondere in den
       Ballungszentren sind schon jetzt die Kapazitäten zur Unterbringung fast
       ausgeschöpft, und die Verteilung ist eine große Herausforderung“, sagte
       Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider der Düsseldorfer Rheinischen Post
       (Montag).
       
       Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers, forderte die
       Kommunen auf, die Situation von Kindern besonders zu berücksichtigen. „Die
       Kinder und in aller Regel ihre Mütter brauchen zuerst Sicherheit. Sie
       müssen ein Mindestmaß an Privatsphäre zum Waschen und Wickeln ermöglichen.
       Die Kinder brauchen Orte zum Spielen mit Gleichaltrigen. Und sie brauchen
       Betreuerinnen und Betreuer, die traumasensibel mit ihnen umgehen“, sagte
       Hilgers der Rheinischen Post (Montag). (epd)
       
       ## 🐾 Stadt im Widerstand
       
       Odessa wird seit Kriegsbeginn attackiert. Doch die Menschen in der
       Schwarzmeerstadt tun alles, um Moskaus Angriff standzuhalten. [3][Ein
       Ortsbericht von Tatjana Milimko].
       
       ## Lindner dämpft hohe Erwartungen an Staatshilfen
       
       Vor einem Treffen der Koalitionsspitzen hat Bundesfinanzminister Christian
       Lindner (FDP) vor übertriebenen Erwartungen an Wirtschaftshilfen des
       Staates in der Ukrainekrise gewarnt. Einen „allgemeinen Verlust an
       Wohlstand, der sich aus steigenden Weltmarktpreisen für Energieimporte
       ergibt“, könne der Staat ebenso wenig ausgleichen „wie das individuelle
       unternehmerische Risiko“, sagte Lindner der Augsburger Allgemeinen vom
       Montag.
       
       „Ich kann aber versichern, dass wir Schocks abfedern und Menschen vor dem
       Verlust ihrer Existenz schützen werden“, sagte der FDP-Chef weiter.
       Gleichzeitig verteidigte Lindner den von ihm vorgeschlagenen Tank-Rabatt
       für Autofahrer gegen Kritik von den Koalitionspartnern. Er sei für andere
       Ideen offen, versicherte er. „Eine Krise ist aber nicht der richtige
       Zeitpunkt, grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Auto zu diskutieren oder
       Verteilungsdebatten auszufechten.“ Sein Ziel sei, die Menschen „in der
       ganzen Breite der Gesellschaft“ zu entlasten.
       
       Die Union warnte er davor, das geplante Milliarden-Paket für die Bundeswehr
       zu blockieren. „Ohne die Zustimmung der Union ist eine so schnelle Stärkung
       der Bundeswehr nicht möglich“, sagte Lindner. „Der Verteidigungshaushalt
       reicht mit etwa 50 Milliarden Euro bei weitem nicht aus.“
       
       In der Koalition werden derzeit verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie
       und welche Verbraucher von den steigenden Energiepreisen entlastet werden
       sollten. Zuletzt hatte sich die SPD für ein Mobilitätsgeld für kleine und
       mittlere Einkommen ausgesprochen – ein staatlicher Zuschuss, der mit dem
       regulären Monatsgehalt überwiesen werden soll.
       
       Die Bild-Zeitung berichtete, bei dem Treffen der Koalitionsspitzen am
       Montag solle auch über eine mögliche Senkung der Energiesteuer auf Benzin
       diskutiert werden. Dabei solle ausgelotet werden, inwieweit eine solche
       Steuersenkung zeitnah umgesetzt werden kann, berichtete die Zeitung unter
       Berufung auf Koalitionskreise. (afp)
       
       ## Union: Flüchtlingsfrage muss Chefsache werden
       
       Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz
       zur Bewältigung des Zustroms von Flüchtlingen aus der Ukraine. „Die
       Bundesregierung muss endlich in den Aktionsmodus wechseln, eine konsequente
       Registrierung und Verteilung in Europa organisieren, den Schutz von Frauen
       und Kindern garantieren und die Integration ermöglichen“, sagte
       CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der Rheinischen Post (Montag).
       „Durch die mangelnde Handlungsbereitschaft der Bundesregierung droht bei
       steigenden Flüchtlingszahlen schnell der Kontrollverlust.“ Deutschland
       brauche schnellstens ein koordiniertes Flüchtlingsmanagement. „Unser Land
       muss darauf vorbereitet werden, dass binnen kürzester Zeit eine große Zahl
       an Menschen auf der Flucht aus der Ukraine aufgenommen werden“, sagte
       Dobrindt.
       
       Unionsfraktionsvize Johann Wadephul hält Prognosen, wonach eine Million
       Menschen aus der Ukraine nach Deutschland kommen, für zu niedrig. „Ich
       erwarte ein Vielfaches dessen für Deutschland. Deshalb müssen wir uns auch
       wesentlich besser vorbereiten“, sagte der CDU-Politiker der Bild-Zeitung
       (Montag). Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) müsse das Thema „endlich zur
       Chefsache“ machen. Denn offensichtlich nehme Innenministerin Nancy Faeser
       (SPD) das Thema immer noch nicht ernst genug, sagte Wadephul.
       
       Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine wurden bis Sonntag in
       Deutschland mehr als 218.000 Kriegsflüchtlinge registriert. Die
       tatsächliche Zahl dürfte aber deutlich höher sein, weil es im Regelfall
       keine festen Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen gibt und Ukrainer
       zudem ohne Visum einreisen dürfen. Nicht erfasst wird außerdem, wie viele
       der Geflüchteten womöglich von Deutschland aus weiterreisen zu Freunden
       oder Verwandten in anderen Staaten.
       
       Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze will aus der Ukraine
       geflüchtete Frauen gezielt unterstützen. „Diese Frauen haben oft Schlimmes
       erlebt und stehen jetzt in einem fremden Land vor Fragen, auf die sich
       keine von ihnen vorbereiten konnte“, sagte die SPD-Politikerin der
       Augsburger Allgemeinen (Montag). Schulze kündigte an, das Aktionsnetzwerk
       Frauen auf der Flucht auch für Frauen und Mädchen aus der Ukraine zu öffnen
       und Fördermittel für Hilfsprojekte von Frauenorganisationen
       bereitzustellen. (dpa)
       
       ## Außenministerin Baerbock will EU-weite Verteilung der Geflüchteten
       
       Der Deutsche Kinderschutzbund appellierte an die Kommunen, die Situation
       der Jüngsten besonders zu berücksichtigen. Die Kinder und ihre Mütter
       brauchten zuerst Sicherheit, ein Mindestmaß an Privatsphäre, Orte zum
       Spielen und Betreuer, „die traumasensibel mit ihnen umgehen“, sagte der
       Präsident der Organisation, Heinz Hilgers, der Rheinischen Post (Montag).
       Auch hätten die Kinder ein Recht auf Bildung, arbeitende Mütter bräuchten
       eine Kinderbetreuung.
       
       Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) plädierte dafür,
       Geflüchtete verstärkt auf dem Land unterzubringen. „Ich bin davon
       überzeugt, dass eine Betreuung von Geflüchteten im Nahbereich des
       ländlichen Raumes eher möglich ist als in der Anonymität der Städte“, sagte
       er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). „Wir sollten deshalb
       möglichst viele Menschen möglichst schnell in die ländlichen Räume
       bringen“, schlug Ramelow vor. NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP)
       regte in der Welt (Montag) eine Prüfung an, „ob man in den eher
       einwohnerärmeren Regionen im Osten möglicherweise großflächigere
       Einrichtungen bauen kann“.
       
       Außenministerin Annalena Baerbock will sich beim Treffen der EU-Außen- und
       Verteidigungsminister für eine EU-weite Verteilung der Flüchtlinge
       einsetzen. „Es werden viele weitere Menschen kommen. Wir werden von der
       europäischen Außengrenze verteilen müssen“, sagte die Grünen-Politikerin am
       Sonntag in Hannover, wo sie eine Notunterkunft für Geflüchtete besucht
       hatte. „Jedes Land in Europa muss Menschen aufnehmen“, forderte Baerbock.
       (dpa)
       
       ## Tote bei Beschuss in Kiew
       
       Bei [4][Beschuss in einem Stadtteil von Kiew] sind mindestens acht Menschen
       getötet worden. Das teilten Rettungskräfte am Montag mit. Getroffen und
       zerstört wurde am Sonntagabend ein Einkaufszentrum im Bezirk Podil nahe dem
       Stadtzentrum. Die Wucht der Explosion zertrümmerte alle Fenster in einem
       benachbarten Hochhaus. Während Artillerie in der Ferne zu hören war,
       versuchten Feuerwehrleute sich einen Weg durch die Trümmer zu bahnen. (ap)
       
       ## Menschen suchen vor Ammoniak Schutz
       
       Nach dem Austritt von hochgiftigem Ammoniak aus einem Chemiewerk in der
       ukrainischen Stadt Sumy besteht nach Darstellung der Behörden keine Gefahr
       für die Bevölkerung. Das teilte der staatliche Zivilschutz am Montagmorgen
       bei Telegram mit und sprach von einem „leichten Ammoniak-Austritt“. Durch
       Beschuss sei ein Tank beschädigt worden. Die betroffene Stelle sei
       abgedichtet worden. Den Angaben zufolge wurde ein Mitarbeiter des
       Unternehmens verletzt.
       
       Der regionale Militärchef Dmytro Schywytzky hatte in der Nacht zum Montag
       an alle Bewohner im Umkreis von fünf Kilometern um das Chemiewerk
       „Sumychimprom“ appelliert, möglichst Keller oder Wohnungen im Erdgeschoss
       aufzusuchen, um nicht mit dem Ammoniak in Kontakt zu kommen. Das stark
       stechend riechende Gas ist leichter als Luft, es steigt also nach oben.
       
       Laut Zivilschutz arbeiten Spezialisten daran, die Ammoniakwolke im
       Nordosten der Ukraine unschädlich zu machen. Eine unabhängige Klärung vor
       Ort war nicht möglich.
       
       Das russische Militär hatte in der vergangenen Woche der Ukraine
       vorgeworfen, unter falscher Flagge einen Chemiewaffenangriff auf Zivilisten
       vorzubereiten. (dpa)
       
       ## Biden will am Freitag nach Polen reisen
       
       US-Präsident Joe Biden will am Freitag nach Warschau reisen, um mit dem
       polnischen Präsidenten Andrzej Duda über den Einmarsch Russlands in der
       Ukraine zu sprechen. „Der Präsident wird erörtern, wie die Vereinigten
       Staaten an der Seite unserer Verbündeten und Partner auf die humanitäre und
       menschenrechtliche Krise reagieren, die Russlands ungerechtfertigter und
       unprovozierter Krieg gegen die Ukraine ausgelöst hat“, teilte das Weiße
       Haus am Sonntagabend (Ortszeit) mit.
       
       Biden wird demnach nach seinem Besuch in Belgien am Donnerstag nach Polen
       weiterreisen. In Brüssel will der US-Präsident an einem EU-Gipfel sowie
       einem Nato-Gipfel teilnehmen.
       
       Die polnische Regierung hatte vergangene Woche für [5][Verstimmung
       innerhalb der Nato] gesorgt, indem sie eine bewaffnete „Friedensmission“
       des Verteidigungsbündnisses im Nachbarland vorgeschlagen hatte. Die
       Forderung stieß im Bündnis allerdings auf Skepsis bis offene Ablehnung.
       Auch der Vorschlag Warschaus, über den US-Stützpunkt Ramstein in
       Deutschland Kampfflugzeuge an die Ukraine zu liefern, war in Washington auf
       Ablehnung gestoßen. Es wird eine direkte militärische Konfrontation der
       Nato mit der [6][Nuklearmacht Russland] befürchtet. (afp)
       
       15.000 Menschen besuchen Veranstaltung „Sound of Peace“ 
       
       Mit einer großen Solidaritätskundgebung haben Kulturschaffende am Sonntag
       in Berlin vor Tausenden Menschen ihre Unterstützung für die von Russland
       angegriffene Ukraine demonstriert. Die Friedensaktion „Sound of Peace“
       (Klang des Friedens) sollte nach Einschätzung der Veranstalter „Europas
       größte musikalische Kundgebung“ gegen den Krieg werden. Auch in anderen
       deutschen Städten demonstrierten Tausende von Menschen gegen den Krieg.
       
       Nach Angaben der Polizei waren geschätzt 15.000 Menschen zu der
       musikalischen Aktion mit rund 50 Auftritten in Berlin gekommen. Auf vielen
       Plakaten wurde sofortiger Frieden gefordert. Häufig zu sehen waren Blau und
       Gelb, die Farben der Ukraine. Ziel von „Sound of Peace“ sollte es auch
       sein, Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu
       unterstützen. Bis zum Abend kamen dabei nach Angaben der Veranstalter mehr
       als zwölf Millionen Euro zusammen.
       
       Mit dabei war auch Natalia Klitschko, Frau des Bürgermeisters von Kiew und
       Ex-Profiboxers Vitali Klitschko. „Nur zusammen schaffen wir Frieden“, sagte
       sie. Anschließend sang Klitschko mit „Better Days“ ein „neues Lied für mein
       Land“. „Es ist wichtig, die Massen zu sehen, die hier zusammenkommen. Es
       ist wichtig zu sehen, dass die ganze Welt für die Ukraine steht“, sagte
       Natalia Klitschko.
       
       Auf der Bühne gab es immer wieder Beiträge, in denen die Lage in der
       Ukraine und von Flüchtlingen dort und weltweit beschrieben wurde.
       Musikerinnen und Sänger gaben sich das Mikrofon in die Hand. Marius
       Müller-Westernhagen sang begleitet von Tausenden Stimmen seinen Song
       „Freiheit“, Peter Maffay stimmte unter Jubel „Über sieben Brücken“ an.
       Pascal Kravetz sang „Wozu sind Kriege da“, den Song, den er 1981 mit Udo
       Lindenberg gesungen und berühmt gemacht hatte. Der Geiger David Garrett
       spielte, Michael Patrick Kelly läutete eine Schweigeminute für den Frieden
       ein. Clueso sang, einen Song auch zusammen mit der ukrainischen
       Grundschullehrerin Katharina. Fury in the Slaughterhouse war dabei, ebenso
       wie In Extremo, Mia., Mine, Revolverheld, Sarah Connor, Silbermond, The
       BossHoss oder Zoe Wees. (dpa)
       
       ## Zehntausende besuchen Benefiz-Konzert in Wien
       
       Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), früher selbst Band-Managerin,
       sagte: „Die Musik überwindet alle Grenzen, bringt Menschen zusammen – Musik
       gibt Hoffnung, gibt Kraft gegen diejenigen, die Hass und Gewalt und Mord
       und Tod mit sich bringen.“ Wichtig sei, dass auch russische Künstlerinnen
       und Künstler dabei seien. „Es wäre verheerend, wenn wir jetzt in einen
       Kulturboykott geraten würden“, betonte Roth.
       
       Auch in Hamburg demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen den Krieg.
       Die Veranstalter gingen von mehr als 5000 Teilnehmern aus, die Polizei
       schätzte die Zahl zu Beginn der Veranstaltung auf etwa 3000. Auf Plakaten
       war zu lesen „STOP AggRussia“, „Nato help finally“ oder „Russe sag Nein zum
       Krieg“. Auf dem Wasser protestierten Ruderer von acht Vereinen gegen den
       Krieg.
       
       In Frankfurt am Main kamen nach Polizeiangaben rund 600 bis 700
       Demonstranten zusammen, deutlich weniger als erwartet. Die Menschen hielten
       Schilder in die Höhe, auf denen unter anderem „Stop War, Putin“ oder „Putin
       wird den Krieg verlieren“ zu lesen war. In Bremen schätzte die Polizei die
       Zahl der Teilnehmer an einer Friedensdemonstration auf etwa 1300, in
       Hildesheim auf 700.
       
       Bei einem großen Benefizkonzert in der österreichischen Hauptstadt Wien
       spielten am Samstag vor mehr als 40.000 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion
       Dutzende Musiker gratis, darunter Bilderbuch und Wanda. Der österreichische
       Präsident Alexander Van der Bellen dankte für die Hilfsbereitschaft aller.
       „Wir setzen gemeinsam ein starkes Zeichen für den Frieden“, sagte er in
       einer Rede. Er richtete sich auch direkt an den russischen Präsidenten
       Wladimir Putin, dessen Armee am 24. Februar in der Ukraine einmarschiert
       war: „Präsident Putin, stoppen Sie diesen Krieg!“ (dpa)
       
       21 Mar 2022
       
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