# taz.de -- Betrugsvorwüfe gegen Beatrix von Storch: Absolut reines Gewissen
       
       > Der AfD-Politikerin von Storch wird Wahlmanipulation vorgeworfen. Dann
       > eskaliert es im Berliner Landesverband.
       
 (IMG) Bild: Hat angeblich ein absolut reines Gewissen: AfD-Vize-Bundessprecherin Beatrix von Storch
       
       Berlin taz | Es knallt in der AfD Berlin: Eine Erklärung des
       Landesschiedsgerichts ist eine offene Abrechnung mit der
       Vizebundessprecherin und Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch: Beide
       Kammern des AfD-internen [1][Schiedsgerichts] haben in einer Erklärung von
       Storch Verbreitung von Unwahrheiten vorgeworfen, ihr üble Nachrede
       unterstellt sowie dem Landesvorstand ein Parteiordnungsverfahren empfohlen.
       Die interne Erklärung liegt der taz vor. Ihre Authentizität wurde aus
       Kreisen des Landesschiedsgerichts bestätigt.
       
       Hintergrund des Konflikts ist ein mutmaßlicher Wahlbetrug im Juni bei der
       Wahl der Delegierten für den anstehenden Bundesparteitag im Dezember. Per
       einstweiliger Anordnung hatte das Landesschiedsgericht Anfang November
       aufgrund von Ungereimtheiten beschlossen, dass die AfD Berlin ihre 25
       gewählten Delegierten nicht zum Bundesparteitag in Wiesbaden schicken darf,
       weil ansonsten die Parteitagsbeschlüsse anfechtbar seien.
       
       Im Zentrum der Vorwürfe steht von Storch, Berlins prominentestes
       AfD-Mitglied und gut vernetzte Antifeministin. Sie soll hinter den Kulissen
       der Delegiertenwahl „im Back-Office“ auf Zuruf Namen auf die Liste der
       Delegierten setzen haben lassen. Belastet wurde von Storch offenbar durch
       eine eidesstattliche Versicherung eines Zeugen.
       
       Pikant: Von Storch hatte bereits 2016 bei ihrer zwischenzeitlichen Wahl zur
       Berliner AfD-Chefin [2][mit Betrugsvorwürfen zu kämpfen]. Nach den jüngsten
       Vorwürfen griff von Storch das Landesschiedsgericht vergangene Woche
       öffentlich an. Sie unterstellte einem Richter einen persönlichen
       Rachefeldzug – weil dieser selbst nicht gewählt worden sei. Die Wahl sei
       rechtmäßig abgelaufen, behauptet von Storch.
       
       Der Landesvorstand um die Vorsitzende Kristin Brinker legte unterdessen
       Rechtsmittel gegen den Beschluss ein. Nun muss das Bundesschiedsgericht
       prüfen – mit einer Entscheidung vor dem Parteitag ist aber eher nicht zu
       rechnen. So lange gilt die einstweilige Anordnung. Der Sprecher der AfD
       Berlin, Ronald Gläser, erklärte der taz, dass der Landesverband nun die
       2019 gewählten Delegierten entsenden will.
       
       23 Nov 2021
       
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 (DIR) [1] https://twitter.com/Robert_Kiesel/status/1462809037741993988/photo/1
 (DIR) [2] https://www.tagesspiegel.de/berlin/afd-parteitag-nach-betrugsfall-berliner-afd-waehlt-landesvorstand-neu/20540276.html
       
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 (DIR) Gareth Joswig
       
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