# taz.de -- Tötungsdelikt in Idar-Oberstein: Polizei prüft Twitter-Profil
       
       > Nach dem tödlichen Schuss in Idar-Oberstein nehmen Ermittler die
       > Social-Media-Aktivitäten des Verdächtigen ins Visier. Es dürften
       > langwierige Ermittlungen werden.
       
 (IMG) Bild: Die Tat hat bundesweit für Entsetzen gesorgt: Kerzen und Blumen am Tatort in Idar-Oberstein
       
       Idar-Oberstein dpa | [1][Nach dem tödlichen Schuss auf einen
       Tankstellen-Mitarbeiter im Streit um die Maskenpflicht] prüft die Polizei
       die Aktivität des Verdächtigen in den sozialen Medien. Es seien sehr viele
       Hinweise dazu eingegangen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Trier
       am Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur.
       
       Der 49-Jährige soll am Samstagabend im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein
       einem 20 Jahre alten Verkäufer in den Kopf geschossen haben. Nach seiner
       Festnahme habe er den Ermittlern gesagt, dass er die Corona-Maßnahmen
       ablehne, die Situation der Pandemie habe ihn stark belastet, er habe ein
       Zeichen setzen wollen.
       
       Der zuvor nicht polizeibekannte Deutsche sitzt wegen Mordverdachts in
       Untersuchungshaft. Die Tat löste bundesweit großes Entsetzen und
       Anteilnahme aus. Die Staatsanwaltschaft geht von langwierigen Ermittlungen
       zu den Hintergründen aus. Unter anderem ist unklar, woher er die Tatwaffe
       hatte.
       
       Am Dienstagabend [2][twitterte die Polizei in Tier]: „Es gibt Hinweise auf
       das Twitterprofil des Tatverdächtigen. Wir gehen diesen Hinweisen nach.“
       Die Ermittler seien von sehr vielen Nutzern auf das Twitter-Profil des
       mutmaßlichen Täters hingewiesen worden, sagte der Sprecher. Mit dem Tweet
       habe man den Bürgern signalisieren wollen: „Wir sind da dran, wir haben das
       im Blick.“
       
       Nach gemeinsamen Recherchen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und des auf
       Verschwörungsideologien spezialisierten Thinktanks CeMAS fiel der
       mutmaßliche Schütze bereits vor zwei Jahren auf einem Twitter-Profil mit
       nebulösen Gewaltfantasien auf.
       
       22 Sep 2021
       
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