# taz.de -- Hans-Georg Maaßens Thüringer Wahlkreis: Campact macht Ramelow Druck
       
       > Um den Wahlsieg von Maaßen (CDU) zu verhindern, sieht Campact die Linke
       > in der Pflicht. Sie soll zur Wahl des SPD-Gegenkandidaten aufrufen.
       
 (IMG) Bild: Wenn sich Linke, Grüne und SPD verbündeten, könnte Maaßen verhindert werden
       
       Berlin taz | Campact macht Druck auf die Linkspartei. In einer Mail, die
       die Bewegungsplattform am Donnerstagmittag verschicken wird, ruft sie die
       Sympathisanten dazu auf, an den Thüringer Linken-Ministerpräsidenten Bodo
       Ramelow und die Bundesvorsitzende der Partei Susanne Hennig-Wellsow zu
       schreiben. Diese sollen dazu bewegt werden, die Genoss:innen in
       Thüringen zur strategischen Wahl des [1][SPD-Kandidaten Frank Ullrich]
       aufzurufen. Nur so könne die Direktwahl des CDU-Rechtsaußen Hans-Georg
       Maaßen verhindert werden, argumentiert campact.
       
       In der Mail, die der taz vorliegt, heißt es wörtlich: „Beide
       Politiker*innen müssen merken, wie sehr uns alle das Thema Maaßen
       umtreibt. Und dass wir erwarten, dass die Linkspartei ihren Anteil dazu
       leistet, dass es dieser Mann mit seinen rechten Parolen nicht ins
       wichtigste Parlament des Landes schafft.“
       
       Der auch parteiintern umstrittene [2][Hans-Georg Maaßen] bewirbt sich im
       Wahlkreis 196 um ein Direktmandat. Da er nicht über die CDU-Landesliste
       abgesichert ist, ist dies seine einzige Chance in den Bundestag
       einzuziehen.
       
       Wenn sich Linke, Grüne und SPD verbündeten, bestünden beste Chancen, Maaßen
       zu verhindern, argumentiert campact und beruft sich auf [3][eine
       Forsa-Umfrage vom Juni]. Damals lag der SPD-Kandidat Frank Ullrich vor
       Maaßen und dem Direktkandidaten der Linkspartei Sandro Witt.
       
       Campact hatte bereits im Sommer versucht die Linke zu überreden ihren
       Kandidaten zurückzuziehen und sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu
       verständigen. Das hatte Fraktionschef Steffen Dittes zurückgewiesen. Solche
       Absprachen würden die Erzählung der Rechten stärken.
       
       Nun nimmt campact also erneut Anlauf. „Für die Linkspartei steht in diesen
       Tagen viel auf dem Spiel: Gewinnt Maaßen knapp, muss sie sich vorwerfen
       lassen, persönliche Machtinteressen über den gemeinsamen Kampf gegen Rechts
       gestellt zu haben“, heißt es der Mail.
       
       Allerdings will campact Ramelow und Co. auch nicht mit einem Shitstorm
       überziehen und ermahnt deshalb: „Bleiben Sie bei Ihrer Nachricht höflich
       und freundlich. Aber fordern Sie klar ein, dass sich die Linke für eine
       strategische Erststimme für Frank Ullrich ausspricht.“
       
       16 Sep 2021
       
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       ## AUTOREN
       
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